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Senegawurzel – Polygalae radix, Senegae radix

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 15.06.2012
Senegawurzel – Polygalae radix, Senegae radix

Auswurffördernde Heilpflanze

Bei manchen Heilpflanzen kommt es vor, dass der deutsche Name der Pflanze und der Wirkstoff unterschiedlich sind. Dies ist bei der Klapperschlangenwurzel (Stammpflanze) der Fall. Ihr medizinisch gebrauchter Wirkstoff heißt Senegawurzel, der aus den getrockneten Wurzeln mit Wurzelkopf der Klapperschlangenwurzel-Pflanze gewonnen wird. Senegawurzeln enthalten wertvolle Inhaltsstoffe die nachweislich schleimlösend und auswurffördernd bei entzündlichen Atemwegserkrankungen wirken.

Auf einen Blick:

Senegawurzel

  • Wirkt: auswurffördernd, schleimlösend
  • Kann eingesetzt werden: bei entzündlichen Atemwegserkrankungen der oberen Luftwege

Inhaltsstoffe der Senegawurzel

Die Senegawurzel ist ein Saponinwirkstoff. Saponine haben wegen ihrer Eigenschaft, wie Seife mit Wasser zu schäumen, ihren Namen erhalten. Chemisch gesehen haben sie aber mit Seife nichts zu tun, sondern stellen gebundene (glykosidische) Pflanzenstoffe da, die häufig gegen Husten wirksam sind. Dies ist auch bei der Senegawurzel der Fall. Der Wirkstoff enthält zwischen 6 bis 10% Saponine, vor allem Triterpenglykoside mit der Komponente Senegin. Diese Inhaltsstoffe bewirken nachweisbar durch Nervenreizung eine Steigerung von Bronchialsektreten und die Verflüssigung von zähmen Bronchialschleim.

Anwendung bei entzündlichen Atemwegserkrankungen

Befreit die oberen Atemwege von festsitzendem Schlem

Zäher, festsitzender Husten ist nicht nur lästig, er lässt sich vor allem gut mit pflanzlichen Wirkstoffen behandeln und beheben. Besonders geeignet hierfür sind saponinhaltige Heilpflanzen, zu denen die Senegawurzel gehört. Ihr Saponingehalt liegt – verglichen mit anderen Heilpflanzen – im Mittelfeld, etwa gleichauf mit Efeublättern.

Dabei bieten Senegawurzeln den Vorteil, dass sie in der Regel sehr gut vertragen werden und sich die Heilpflanze gut als Tee zubereiten lässt. Im Vordergrund ihrer Dynamik steht der auswurffördernde Effekt. Die Wirkung soll auf der Reizung der Magenschleimhaut und der damit verbundenen reflektorischen Steigerung der Bronchialsekretion beruhen. Hinzu kommt eine gewisse Verflüssigung des Sekretes, die ein leichteres Abhusten ermöglicht. Auch im Magen-Darmtrakt selbst kommt es zu einer erhöhten Sekretion, weswegen man saponinhaltige Wirkstoffe manchmal in traditionellen Blutreinigungstees findet.

Senegawurzel
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Darreichungsform und Dosierung der Senegawurzel

Tee

Bei entzündlichen Atemwegserkrankungen mit festsitzendem Schleim, hat sich der Senegawurzel-Tee bewährt. Geben Sie hierzu zunächst auf eine Tasse (150 ml) kaltes Wasser 0,25 Teelöffel (0,5 g) klein geschnittene Senegawurzeln (1 Teelöffel entspricht etwa 2,5 g) und lassen diese Mischung etwa 10 Mischung lang auf dem Herd köcheln. Anschließend wird die Wurzel durch ein Teesieb abgeseiht und kann je nach Vorliebe gesüßt oder ungesüßt getrunken werden.

Dosierung

Trinken Sie den Tee 2 bis 3-mal täglich nach den Mahlzeiten.

Senegawurzel

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis: 1,5 bis 3 g) der Senegawurzel nicht bekannt. Bei längerer Anwendung sind allerdings Magen-Darmreizungen möglich.

Beschwerden durch Senegawurzel können in Folge von Überdosierungen auftreten. Hierzu zählen Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magenbeschwerden.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus der Senegawurzel sind als standardisierte Fertigarzneimittel bislang nicht erhältlich.

Senegawurzeln wirken nachweislich schleimlösend und auswurffördernd. Der Wirkstoff eignet sich sehr gut zur Behandlung von oberen Atemwegserkrankungen mit festsitzendem Husten.

In der Volksmedizin wird die Senegawurzel bei Atemwegserkrankungen eingesetzt, bei denen zäher Schleim oder geringer Auswurf unerwünscht ist, z.B. Emphysemen.

Quellen:
  • Teuscher E, Melzig MF, Lindequist U: Biogene Arzneimittel. 6. Auflage, Stuttgart 2004

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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