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Klapperschlangenwurzel (Senega) – Polygala senega

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 26.11.2014
Klapperschlangenwurzel (Senega) – Polygala senega

Indianische Heilpflanze für freie Atemwege

Eine Kulisse wie in einen Western Film: ein Indianer liegt auf der Lauer. Er ist auf Büffeljagt. Doch plötzlich taucht eine Klapperschlange aus dem Gebüsch auf, in dem er sich versteckt. Der Indianer regt sich, die Schlange fühlt sich angegriffen – und beißt zu. Solche oder so ähnliche Szenen müssen sich tatsächlich in nordamerikanischen Wäldern abgespielt haben. Als Erste-Hilfe Mittel bekamen notleidende Indianer von Heilkundigen einen Sud mit Klapperschlangenwurzel-Extrakten verabreicht.

Wogegen hilft Senega?

Die Senegawurzel eignet sich hervorragend zum Einsatz bei entzündlichen Erkrankungen der oberen Atemwege und besonders dann, wenn eine schleimlösende und auswurffördernde Wirkung erwünscht ist. Sowohl die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte als auch der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) befürworten die therapeutische Anwendung der Senegawurzel „bei Katarrhen der oberen Luftwege.“

Wissenswertes über die Klapperschlangenwurzel

Bei dem nordamerikanischen Irokesenstamm, den Seneka-Indianern, ist die Klapperschlangenwurzel traditionell ein Heilmittel gegen Klapperschlangengifte. Ob die Heilpflanze tatsächlich Abhilfe bei derartigen Vergiftungen schaffen kann, ist fraglich. Immerhin wird in mancher Fachliteratur darüber berichtet, dass eine wichtige Inhaltsstoffgruppe der Klapperschlangenwurzel, die Saponine, zu einer beschleunigten Verdauung beitragen können, und hierdurch ein „blutreinigender Effekt“ unterstützt werden kann.

Offensichtlich setzten die Seneka-Indianer die Klapperschlangenwurzel jedoch nicht ausschließlich bei Schlangenbissen ein, sondern auch bei Husten. Stets auf der Suche nach wirksamen Arzneien, beobachtete der schottische Arzt Tennant, wie die Indianer die Wurzel einsetzten. Als er Patienten, die an einer Bronchialerkrankung litten, mit der Pflanze im Jahre 1735 behandelte – wurden sie von ihren Beschwerden befreit.

Daraufhin teilte Tennant das Wissen und er erhielt außerdem eine finanzielle Belohnung. Von nun an war die Erfolgsgeschichte der Klapperschlangenwurzel kaum noch aufzuhalten. Bekannt war die Pflanze in Europa und in Deutschland jedoch schon vor den Errungenschaften von Tennant.

Bis heute ist die Klapperschlangenwurzel hierzulande gebräuchlich. Allerdings gibt es in Deutschland ebenfalls eine Vielzahl einheimischer Pflanzen, die ähnlich Wirkungen wie die Klapperschlangenwurzel besitzen. Möglicherweise stellt die Pflanze heute aus diesem Grunde eine eher untergeordnete Rolle in der Heilpflanzentherapie dar. Wirksam ist sie jedoch nachweislich.

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Botanik der Klapperschlangenwurzel

Die Klapperschlangenwurzel ist ein mehrjähriges Kaut aus der Familie der Kreuzblumengewächse (Polygalaceae). Das meist niederliegende Kraut ist mit vielen Stängeln ausgestattet, die bis zu 40 cm lang werden. Sie entspringen in den Achseln schuppenförmiger Niederblätter. Die sattgrünen Laubblätter können bis zu 8 cm lang wachsen. Sie sind wechselständig angeordnet, eiförmig bis lanzettlich, spitz zulaufend und mit gesägtem Rand. Die Blüten der Pflanze bilden sich als eine etwa 8 cm lange Blütentraube aus, die von Deckblättern überragt wird. Die längliche Wurzel ist von gelber bis bräunlicher Farbe.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe der Klapperschlangenwurzel

Die medizinisch eingesetzten Pflanzenteile der Klapperschlangenwurzel sind die getrockneten Wurzeln und/ oder der Wurzelkopf. Allerdings wird der Wirkstoff zu deutsch nicht Klapperschlangenwurzel genannt, sondern Senegawurzel.

In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache wird die Senegawurzel darüber hinaus Polygalae radix oder Senegae radix genannt. Beide Fachausdrücke meinen denselben Wirkstoff.

Anforderungen an die Qualität, z.B. Inhaltsstoffe, der Senegawurzel sind im Europäischen Arzneibuch (PhEur) geregelt. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen gehören Triterpensaponine (6 bis 10%) mit der Hauptkomponente Senegin. Daneben enthält der Wirkstoff Oligosaccharidester, Xanthonderivate und Methylsalicylat.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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  Wirksamer Pflanzenteil:
Senegawurzel – Polygalae radix, Senegae radix
Senegawurzel