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Kiefer – Pinus sp.

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 24.10.2011
Kiefer – Pinus sp.

Mythischer Nadelbaum mit großer Wirkung

Aus der Vogelperspektive betrachtet würde man die Weiten der Kiefernwälder erst richtig erkennen. Die Kiefer ist auf einem riesigen Gebiet beheimatet, das sich über ganz Europa, Sibierien über den Kaukasus und der Krim bis nach Persien erstreckt. Die Kiefer, oder besser gesagt, verschiedene Kieferarten, sind seit Jahrtausenden bei uns in Deutschland beheimatet.

Die Heilkraft der Kiefer

Kiefernsprossen, Kiefernnadelöl und Terpentinöl enthalten überwiegend ätherische Öle, die sich in ihrem mengenmäßigen Gehalt stark unterscheiden können. Trotzdem sind die Anwendungsbereiche aller drei Wirkstoffe ähnlich. Sie alle helfen nachweislich bei entzündlichen Atemwegserkrankungen, wobei das Terpentinöl speziell bei chronischen Erkrankungen der Bronchien mit starker Sekretbildung nützt. Zusätzlich wirken alle drei Wirkstoffe erwiesenermaßen bei rheumatischen Beschwerden (Muskelschmerzen) und gegen leichte Nervenschmerzen.

Anerkannte medizinische Anwendung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt Kiefernsprossen „zur innerlichen und äußerlichen Anwendung bei katarrhalischen Erkrankungen der oberen und unteren Luftwege sowie äußerlich bei leichten Muskel- und Nervenschmerzen.“
  • Die Anwendung von Kiefernnadelöl befürwortet die Kommission „zur innerlichen und äußerlichen Anwendung bei katarrhalischen Erkrankungen der oberen und unteren Luftwege sowie äußerlich bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden.“
  • Terpentinöl wird in seiner Anwendung ebenfalls von der Kommission E zur Anwendung empfohlen. Es kann eingesetzt werden „zur innerlichen und äußerlichen Anwendung bei chronischen Erkrankungen der Bronchien mit starker Sekretion sowie äußerlich bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden.“

Wissenswertes über die Kiefer

Zahlreiche Mythen und Sagen angefangen über den keltischen Druiden Merlin bis hin zum Göttervater Zeus ranken sich um den Baum. So stand die Kiefer bei den Kelten für Wiederstandkraft und Ausdauer. Im antiken Griechenland ordnete man der Kiefer Leben schenkende und Leben nehmende Bedeutungen zu. Schon in der Antike wurde die Kiefer medizinisch eingesetzt. So fand sie u.a. bei Geschwüren und bei Husten Einsatz.

Auch heute noch ist die Kiefer, die auch Föhre genannt wird, von hoher medizinischer Bedeutung. Sie ist allerdings nicht mit der bekannten Latschenkiefer zu verwechseln. Bei der Latschenkiefer und dem Latschenkieferöl, handelt es sich um einen anderen Baum, die Latsche, die allerdings eine nahe Verwandte Art der Kiefer darstellt.

Zwar ist es im deutschen Sprachgebrauch üblich ausschließlich von der Kiefer zu sprechen. Botanisch betrachtet handelt es sich jedoch um mehrere verschiedene Arten (Spezies), die sich äußerlich und hinsichtlich ihrer Inhaltstoffe minimal unterscheiden. Die am häufigsten gebrauchten Kiefernarten tragen die botanischen Namen: Pinus sylvestris, Pinus mungo, Pinus nigra und Pinus pinaster. Bei Pinus sylvestris handelt es sich um eine hiesige Art, bei Pinus pinaster hingegen um eine Art, die vorwiegend im Mittelmeerraum wächst.

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Botanik der Kiefer

Kiefern sind Nadelbäume, die eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen können und zu der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) gehören. Der Stamm der Kiefer wächst meist lang und aufrecht, kann aber auch knorrig verdreht und kurz sein. Oft erreicht er einen Durchmesser von 1,8 bis 3,5 Metern. Die Rinde (Borke) der Kiefer ist bei jungen Bäumen orange-rot, dünn, ablösend und glatt, bei Älteren rostrot, rissig und in Stücken ablösend.

Die Krone der Kiefer ist von schirmförmiger Gestalt. Ihre Knospen sind von rötlich-brauner Farbe und können über 1 cm lang werden. Sie sind länglich und eiförmig und manchmal verharzt. Die Nadeln verlassen ihren Platz für etwa 3 Jahre nicht. Sie stehen zu zweit und sind von unterschiedlicher Länge, steif und spitz zulaufend.

Kiefern haben männliche und weibliche Blüten. Die männlichen sind currygelb und kugelig-kätzchenförmig. Die weiblichen hingegen sind von dunkelroter Farbe, lang gestielt und hängen nach dem Verblühen als herab gebogene Zapfen hinunter. In ihnen befinden sich die kleinen Samen.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe der Kiefer

Die Kiefer besitzt drei medizinische Wirkstoffe, die alle offiziell anerkannt sind. Zu ihnen gehören Kiefernsprossen, Kiefernnadelöl und Terpentinöl. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißen Kiefernsprossen Pini turiones, Kiefernnadelöl Pini aetheroleum und Terpentinöl (gereinigtes) Terebinthinae aetheroleum rectifcatum.

Die Qualität der jeweiligen Wirkstoffe ist in verschiedenen Arzneibüchern festgelegt. Kiefernsprossen werden durch das Deutsche Arzneibuch (DAB) geregelt, Kiefernnadelöl durch das Europäische Arzneibuch (PhEur). Die Qualität des Terpentinöls hingegen ist artenspezifisch festgelegt. So wurde die Qualität von Pinus pinaster durch das PhEur festgelegt und alle anderen Arten durch den Deutschen Arznei Codex (DAC).

Die Inhaltstoffe der Wirkstoffe sind oftmals identisch und unterscheiden sich hauptsächlich hinsichtlich ihres mengenmäßen Vorkommens. Alle Wirkstoffe enthalten ätherische Öle, vor allem α- und β-Pinen. Kiefernsprossen bestehen zusätzlich aus Harzen und Flavonoiden.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.
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