Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Anzeige

Katzenbart – Orthosiphon spicatus

Anzeige
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 24.11.2014
Katzenbart – Orthosiphon spicatus

Hilfe bei Harnwegserkrankungen aus Übersee

Katzenbart gehört zu den Pflanzen, die in der deutschen Sprache eher wenige Synonyme besitzt, dafür aber mehrere botanische Namen gängig sind. Die wichtigsten sind: Orthosiphon aristatus und O. stamineus. Zu Deutsch wird der Katzenbart auch Indischer Nierentee, Javatee, selten auch Orthosiphon genannt.

Wogegen hilft Katzenbart?

Orthosiphonblätter, der Wirkstoff des Katzenbart, werden zur Durchspülungstherapie entzündeter Harnwege eingesetzt und (zur Vorbeugung) bei Nierengrieß. Sie eigenen sich besonders gut bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen, wie Blasenentzündung, aber auch bei einer Reizblase, bei der Harnwegsinfekte vorausgegangen waren.

Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) befürworten die therapeutische Anwendung von Orthosiphonblättern „zur Durchspülungstherapie bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege sowie bei Nierengrieß (auch vorbeugend).“

Wissenswertes über den Katzenbart

Die Namensgebungen des Katzenbarts mögen etwas umständlich klingen, was wahrscheinlich mit der Heimat der Pflanze zu tun hat.

Der Katzenbart stammt ursprünglich aus Indien (daher der Name Indischer Nierentee), Malaysia, Sundainseln und Java. Allerdings wächst die Heilpflanze auch auf dem australischen Kontinent. Obwohl der Katzenbart auf den Sundainseln wild „wuchert“, reicht der Bestand für die Arzneimittelproduktion nicht aus. Mittlerweise wird der Katzenbart feldmäßig angebaut.

In seinen Herkunftsländern wurde der Katzenbart schon immer medizinisch angewendet. Bekanntheit in Europa erlangte die Pflanze wahrscheinlich erst in den 1920iger Jahren und wurde seither gut erforscht.

Der Katzenbart mag es warm. Temperaturen von mindestens 18°C im Durchschnitt, sind eine wichtige Voraussetzung für das Gedeihen der Heilpflanze. Natürlich kann die Pflanze auch in Deutschland gezogen werden, eine warme Umgebungstemperatur und ein feuchter Standort sind allerdings Voraussetzungen für das Pflanzenwachstum.

Anzeige

Botanik des Katzenbarts

Der Katzenbart ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die bis zu 80 cm hochwächst und zu der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae) gehört. Sein vierkantiger Stängel kommt behaart oder kahl vor. An ihm ordnen sich die kreuzgegenständigen bis zu 7,5 cm langen Blätter an. Sie sind zumeist kurz gestielt, von ovaler bis lanzettlicher Form, ganzrandig oder gekerbt. Oberseitig sind die Blätter von bräunlich-grüner Farbe, unterseitig heller und graugrün, wobei die Blattadern deutlich hervortreten.

Der Katzenbart hat eine weiße bis weißviolette, bisweilen blaue Lippenblüte mit vier langen Staubblättern, die genauso lang wie der Griffel ist. Diese quirlig angeordneten Blüten kommen zu 6, manchmal auch zu 10 in einem Quirl vor. Aus ihnen entwickeln sich die kleinen Früchte, die in eiförmige Nüsschen zerfallen.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Katzenbarts

Medizinischer Wirkstoff des Katzenbarts sind die sogenannten Orthosiphonblätter. Orthosiphonblätter bestehen aus den getrockneten Laubblättern und Stängelspitzen des Katzenbarts, die kurz vor der Blüte geerntet werden.

Der Wirkstoff wird in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Orthosiphonis folium genannt. Anforderung an die Qualität der Orthosiphonblätter ist im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt. Dieses fordert beispielsweise einen Mindestgehalt von 0,05% des Inhaltsstoffes Sinensetin.

Insgesamt ist die inhaltsstoffliche Zusammensetzung der Orthosiphonblätter sehr verschiedenartig. Sie enthalten bis zu 0,7% Flavonoide (Flavone), ätherische Öle, bis zu 1% Kaffeesäurederivate, etwa 3% Kaliumsalze und Triterpensaponine.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

Anzeige
   Präparate mit dieser Heilpflanze:
* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.