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Kampferbaum – Cinnamomum camphora

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 08.03.2016
Kampferbaum – Cinnamomum camphora

Duftender Baum, wirksames Arzneimittel

Wer schon einmal in Indien war, dem mag der Kampferbaum (Cinnamomum camphora) schon begegnet sein. Kampfer, auch: Campher, ist eine der bedeutendsten Heilpflanzen Ostasiens. Aber nicht nur aus dem Arzneischatz Asiens, auch aus der europäischen Pflanzenheilkunde sind die ätherischen Öle der Pflanze nicht mehr wegzudenken.

Wissenswertes über den Kampferbaum

Nach Europa kam der Kampfer durch die Empfehlung arabischer Ärzte wahrscheinlich über Spanien im 9. oder 10. Jahrhundert. Deshalb war der er sogar schon der heilkundigen Äbtissin Hildegard von Bingen bekannt, die im 12. Jahrhundert lebte. Sie empfahl ihn vor allem bei Fieber: „Wer an täglichem Fieber leidet, nehme wilden Majoran, Kampfer und von der Tormentillwurzel mehr wie von beiden anderen, stoße dies zu Pulver, tue dies Pulver beim Beginn des Fieberanfalls in warmen Wein, trinke es so, lege sich ins Bett und schlafe.“ Zwar ist heute bekannt, dass der Campher nicht gegen Fieber wirkt, aber sehr wohl gegen Erkältungskrankheiten.

Erstmalig botanisch beschrieben hat den Kampferbaum und seinen Campher in Deutschland der Arzt und Forschungsreisende Engelbert Kämpfer, der im 17. Jahrhundert lebte.

Tatsächlich ist Campher heute ein international beliebtes pflanzliches Arzneimittel. Heimisch in Japan und im Himalaja, wächst der Kampferbaum dort bis in Höhenlagen von 1.500 Metern. Wegen seiner medizinischen Wirkungen wird der Baum in Asien kultiviert, kommt aber auch in Wildbeständen vor.

Botanik des Kampferbaumes

Der immergrüne Kampferbaum wächst je nach Standort bis zu 20 Meter hoch. Er gehört zu der zu der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Seine Blätter duften sehr aromatisch und sind elliptisch, ganzrandig, lang zulaufend mit drei parallel verlaufenden Blattadern. Die Blattoberseite ist hellgrün, die Unterseite grau-grün. Die winzigen Blüten besitzen eine unscheinbare grün-gelbe Farbe und breiten sich in Herden aus. Sie blühen zwischen April bis Mai. Der Stamm kann einen Umfang von bis zu fünf Metern erreichen, ist unten aufrecht, wird aber weiter oben knorrig und verzweigt sich dann mit vielen Ästen. Die Äste enthalten nur wenig von dem kostbaren Campher, weswegen vor allem der Stamm und die Wurzeln der 50 bis 60 Jahre alten Bäume besonders geschätzt werden.

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Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Kampferbaumes

Der medizinische Wirkstoff der Heilpflanze ist der Campher bzw. Kampfer. Er wird durch Wasserdampfdestillation aus dem Holz der mindestens 50 Jahre alten Bäume gewonnen. Sowohl in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache als auch in der Umgangssprache wird von Campher gesprochen. Die Qualität des Camphers ist in dem Deutschen Arzneibuch (DAB 6) geregelt.

Campher ist Extrakt und Inhaltsstoff in einem. Es ist ein ätherisches Öl, das als kristallines Pulver oder als farblose Substanz in seiner reinen Form vorkommt. Natürlicher Campher kann noch Spuren von anderen ätherischen Ölen enthalten.

Medizinische Wirkungen von Campher/Kampfer

Die Wirkungen von Kampfer sind vielfältig und werden schon seit über tausend Jahren geschätzt. Heute ist der Kampfer besonders bei entzündlichen Atemwegserkrankungen beliebt und wird innerlich und äußerlich angewandt. Aber auch bei niedrigem Blutdruck wirkt das ätherische Öl bei innerlicher Anwendung. Bei Herzbeschwerden und Muskel- und Gelenkschmerzen kommt der Campher äußerlich zur Anwendung. Die Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt Campher bei „Muskelrheumatismus, Herzbeschwerden, hypotone Kreislauferkrankungen und bei Katarrhen der Luftwege.“

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.