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Kalmus – Acorus calamus

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 16.11.2011
Kalmus – Acorus calamus

Der „Deutsche Ingwer“

Im Tiefland bis in mittlere Gebirgslagen gedeiht in Röhrichtsümpfen der Kalmus (Acorus calamus), eine aus Asien stammende Heil- und Gewürzpflanze. Der Kalmus ist vor allem in Norddeutschland zu finden. Dort findet man die manchmal mannshohe Pflanze auch in Großseggenbeständen, an Ufern, Altwässern und in Gräben stehender und langsam fließender Gewässer. Man trifft ihn also dort, wo die meisten Pflanzen oft keine Überlebenschance haben: an Orten mit Staunässe.

Heilwirkung von Kalmus

Extrakte aus dem Kalmuswurzelstock werden seit alters her gegen Magen-Darmbeschwerden eingesetzt. Heute liegen eindeutige Hinweise dafür vor, dass sich der Einsatz des Wirkstoffes gut bei Verdauungsbeschwerden, Magengeschwüren, Magenschleimhautentzündungen und bei Appetitlosigkeit eignet.

Von offizieller Seite wurde der Einsatz des Kalmuswurzelstocks noch nicht bewertet. Es wäre wünschenswert, dass der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) eine Monographie zum Kalmuswurzelstock verfasst.

Wissenswertes über den Kalmus

Die Anwendungsgeschichte des Kalmus beginnt bereits im 7. Jh. v. Chr. Seine Spur geht nach Indien zurück, wo die Pflanze heimisch sein soll. Römischen und griechischen Geschichtsschreibern zufolge wurde die Sumpfpflanze von dort aus in die arabischen Länder exportiert und gelangte wahrscheinlich erst im 16. Jh. n. Chr. nach Europa und nach Deutschland, wo sich die Pflanze schnell anpasste und ausbreitete. Andere exotische Pflanzen hingegen gelang es nicht, sich dem Klima und den Böden auf unseren Breiten anzupassen. Auch deshalb wird der Kalmus wahrscheinlich Deutscher Ingwer oder Deutscher Zitwer genannt. Andere gebräuchliche Synonyme lauten: Ackerwurz, Brustwurz, Magenwurz, Magenbrandwurzel oder Sabelwurzel.

Seit alters her wird der Kalmus für medizinische und kosmetische Zwecke verwendet. Er ist in allen drei großen asiatischen Medizinsystemen (Traditionelle Chinesische Medizin, Ayurveda, Tibetische Medizin) bis heute von herausragender Bedeutung, wenn es um die Behandlung von Magen-Darmbeschwerden geht. Auch in Deutschland hat sich die medizinische Anwendung des Kalmus bewährt, vor allem weil der hiesige Wurzelstock einen niedrigen Anteil an dem ätherischen Öl β-Asaron enthält (maximal 15%). Der indische Kalmus hingegen kann bis zu 80% von diesem flüchtigen Öl enthalten. Als Wissenschaftler die Wirkung des β-Asarons in derart hohen Dosen testeten, stellten sie fest, dass einige Tiere Krebs bekamen.

Kalmus, der in Deutschland in Apotheken erhältlich und zugelassen ist, ist hingegen garantiert ungefährlich und kann bedenkenlos angewendet werden.

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Botanik des Kalmus

Der Kalmus ist eine 90 bis 160 cm hoch wachsende Pflanze, die zu der Familie der Aronstabgewächse (Araceae) gehört. Sein bis zu 3 cm dicker Wurzelstock besitzt an der Unterseite viele Faserwurzeln. Aus diesem Rhizom treibt die Staude schmale, schilfähnlich Blätter. Ihr dreikantiger Blütenstängel ist den Laubblättern ähnlich. An seiner Seite bricht im Frühsommer ein gelbgrüner, bis zu 8 cm langer Blütenkolben hervor, der zahlreiche kleine, unscheinbare, gelbgrüne Blüten trägt. Die Kalmusblüte erfolgt zwischen Juni und Juli. In Mitteleuropa reifen die Früchte des Kalmus nicht aus. Seine Verbreitung erfolgt vegetativ, also über den Wurzelstock.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Kalmus

Das medizinisch eingesetzte Pflanzenteil des Kalmus ist sein Wurzelstock, der in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache auch Calami rhizoma genannt wird. Anforderungen an die Qualität sind im Deutschen Arznei Codex (DAC) festgelegt.

Die Inhaltsstoffe des Kalmuswurzelstocks sind Bitterstoffe mit der Hauptkomponente Acorin, ätherische Öle (Mono- und Sesquiterpene), Schleimstoffe und Gerbstoffe.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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