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Jambulbaum – Syzygium cumini

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 26.11.2014
Jambulbaum – Syzygium cumini

Wirksame Hilfe gegen Entzündungen und Durchfall aus Indien

Abgesehen davon, dass der Jambulbaum auf eine Jahrtausend lange Tradition in Indien zurückblicken kann und er in fast allen großen asiatischen Medizinsystemen von Bedeutung ist, ist der Baum auch eine wichtige Ritualpflanze. Man findet ihn vor buddhistischen und hinduistischen Tempeln gleichermaßen.

Wogegen hilft der Jambulbaum?

In Indien gehört die Syzygiumrinde, der Wirkstoff des Jambulbaums, schon sehr lange zu den pflanzlichen Arzneimitteln. In Deutschland hingegen erst seit etwa 200 Jahren. Der Wirkstoff hilft nachweisbar gegen Durchfallerkrankungen, entzündete Schleimhäute im Mund- und Rachenraum (Mundschleimhautentzündung, Stomatitis;ZahnfleischentzündungHalsschmerzen) sowie bei leichten oberflächlichen Hautentzündungen.

Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung der Syzygiumrinde innerlich „bei unspezifischen, akuten Durchfallerkrankungen und leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut“ sowie äußerlich „gegen leichte, oberflächliche Entzündungen der Haut.“

Wissenswertes über den Jambulbaum

Sucht man heute in einer Internetsuchmaschine nach den Stichwörtern Syzygium + cumini + Ayurveda, landet man bei vielen Treffern zum Thema Diabetes. Zu dieser Stoffwechselerkrankung trauen die Inder dem Jambulbaum eine ganze Menge zu: er soll regulierende Effekte besitzen. Ob dies tatsächlich der Fall ist, bleibt abzuwarten, da Untersuchungsergebnisse in Deutschland kaum, bzw. nur im Tierexperiment vorliegen.

In der Tibetischen Medizin wird der Baum ganz anders gebraucht. Tibetische Ärzte vergleichen die Frucht des Jambulbaums mit einer erdfarbenden Vase, weswegen sie auf Tibetisch „sa`bras (sprich sadä) und wörtlich übersetzt „Erdfrucht“ heißt (sa = Erde; `bras = Frucht). Eingesetzt wird die Frucht gegen Nierenerkrankungen die mit einer Funktionsbeeinträchtigung einher geht. Dabei soll die Wärme der Jambulbaumfrucht die Nieren stärken und zusammen mit anderen Heilpflanzen kurieren.

Wiederum anders wird der tropische Baum in Nepal verwendet. Interessanterweise nutzen die Menschen die Rinde in der Volksmedizin innerlich als Mittel gegen starken Durchfall, was dem hiesig anerkannten Anwendungsgebiet (s. Medizinische Wirkungen) sehr nahe kommt. Außerdem nutzen die Nepalesen die eingekochte Rinde des Baumes äußerlich gegen Hautverletzungen und Schwellungen.

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Botanik des Jambulbaums

Der immergrüne Jambulbaum erreicht eine Höhe von bis zu 18 Metern und gehört zur Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Sein Stamm ist mit einer dicken Rinde überzogen, die glatt und hellgrau ist. Er hat eine dichte, schattenspendende, breit verzweigte Krone, an deren Ästen sich wechselständige Blätter befinden. Sie sind bis zu 15 cm lang, mit Drüsenpunkten versehen, lederig, glänzend und gestielt. Die Blüten des Jambulbaums sind klein, grünlich-weiß, angenehm duftend und ungestielt. Sie blühen zwischen März und Mai, sind rispenförmig und stehen meist paarweise unter den Blättern. Aus ihnen entwickeln sie die Früchte, die in ihrem inneren je einen Samen tragen, der 1 bis 2 cm groß sein kann und wie die Frucht von rundlich-ovaler Form ist.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Jambulbaums

Das medizinisch eingesetzte Pflanzenteil des Jambulbaums ist seine getrocknete Rinde, die von den Stämmen des Baums gewonnen wird. Allerdings heißt die Rinde des Jambulbaums zu Deutsch nicht Jambulbaumrinde, sondern Syzygiumrinde, was wahrscheinlich von der botanischen Bezeichnung des Baums (Syzygium cumini) herrührt. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißt die Syzygiumrinde wiederum Syzygii cumini cortex. Anforderungen an die Qualität der Rinde sind ausschließlich im homöopathischen Arzneibuch (HAB) zu finden. Im HAB gelten allerdings andere Anforderungen an die Beschaffenheit als beispielweise im Europäischen Arzneibuch (PhEur) und darf nicht mit diesem gleich gesetzt werden. Die Syzygiumrinde ist ein Gerbstoff-Wirkstoff. Sie enthält Gerbstoffe vor allem vom Gallusäuretyp und Ellagitannine. Außerdem sind in der Syzygiumrinde Triterpene und Flavonoide nachweisbar.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.