Anzeige
Anzeige
Sie kennen uns vielleicht auch aus:
Anzeige

Isländisches Moos – Cetraria islandica

Anzeige
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 26.01.2012
Isländisches Moos – Cetraria islandica

Symbiotische Verbindung für gesunde Atemwege und gesunden Appetit

Die karge Vegetation und die Beobachtungsgabe der Menschen in Island und in Norwegen waren es wohl, die das Isländische Moos schon seit frühen Zeiten auf ihren Speiseplan brachte. Aber auch im Medizinschrank der Völker hatte das Isländische Moos einen festen Platz.

Wobei hilft Isländisches Moos?

Isländisch Moos ist ein hervorragendes pflanzliches Arzneimittel bei gereizter Schleimhaut im Mund- und Rachenbereich. Es lindert nachweislich trockenen Reizhusten und kann Appetitlosigkeit entgegen wirken.

Anerkannte medizinische Wirkungen:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt die Anwendung von Isländisch Moos „bei Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum, trockenem Reizhusten und gegen Appetitlosigkeit.“
  • Der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) befürwortet diese Anwendungsgebiete ebenfalls und empfiehlt das Isländisch Moos zusätzlich „bei Magen-Darmbeschwerden.“

Wissenswertes über Isländisch Moos

Die äußere Gestalt des Isländischen Moos trügt. Es ist nämlich gar kein Moos, sondern eine symbiotische Verbindung aus einem Pilz und einer Grünalge oder einem Bakterium (Cyanobakterium). Die Organismen begünstigen sich in ihrer Entstehung also untereinander. Das Endprodukt ist eine Flechte – das Isländisch Moos.

Anzutreffen ist die Flechte überwiegend auf der nördlichen Halbkugel, vor allem in alpinen und arktischen Regionen. Dort trifft man die Pflanze an Waldrändern und Lichtungen, Wiesen mit mageren Böden, in Mooren, Gräben und an buschigen Berghängen.

Gesammelt wird die Pflanze bei trockenem Wetter im Spätsommer und im Herbst, weil sie zu dieser Zeit besonders reich an ihren wertvollen Inhaltstoffen ist. Anschließend wird die Flechte langsam und an einem dunklen Ort getrocknet.

Speziell während Dürreperioden und schlechten Ernteerträgen verwendeten die Menschen in Island die Pflanze als Getreideersatz. Medizinisch setzten sie das Isländisch Moos innerlich gegen Atemwegserkrankungen und äußerlich zur Wundheilungsförderung ein.

Isländisch Moos hat viele sinnverwandte Namen, die oftmals auf seine Herkunft und Gebrauch hindeuten: Rentierflechte, Bergraupen, Brockenmoos, Fiebermoos, Isländische Flechte, Lungenflechte oder Lungenmoos sind einige dieser Namen.

Anzeige

Botanik des Isländischen Moos

Das Isländisch Moos ist eine Flechte, die bis zu 10 cm lang bzw. hoch werden kann und zu der Familie der Flechten (Lichenes/ Parmeliaceae) gehört. Es wächst auf der Erde und hat einen meist halbgeteilten (dichotomen) und/ oder ungleichmäßig geteilten Körper (Vegetationsköper/ Thallus), der von lappenähnlicher Gestalt ist. Diese „Lappen“ sind wiederum von unterschiedlicher Form und Farbe. Unterseitig variieren die Farben zwischen braun, grau bis beige. Oberseits ist die Flechte meist dunkelbraun und kann matt oder glänzend auftreten. An der Basis ist der Vegetationskörper oft rötlich, glatt oder leicht gerillt. Der Rand der Lappen ist übersät mit winzigen Warzen, die 0,5 mm groß sind und der Vermehrung der Flechte dienen.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Isländischen Moos

Das medizinisch verwendete Pflanzenteil des Isländisch Moos ist sein Vegetationskörper (Thallus). In der Medizin und Pharmazie wird dieser Wirkstoff als Lichen islandicus bezeichnet, was wörtlich übersetzt isländische Flechte heißt.

Die Qualität des Isländisch Moos ist durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Isländisch Moos ist reich an wasserlöslichen Schleimstoffen (ca. 50%). Darüber hinaus enthält es verschiedene bitter schmeckende Flechtensäuren wie Fumarprotocetrarsäure, Protocetrarsäure und Cetrarsäure, Usninsäure, das Spurenelement Jod und die Vitamine A, B1 und B12.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

Anzeige
   Präparate mit dieser Heilpflanze:
* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.