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Indisches Flohsamenkraut – Plantago ovata

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 12.11.2014
Indisches Flohsamenkraut – Plantago ovata

Eine einzigartige Ressource

Kaum eine Pflanze vereint so viele regulierende Eigenschaften in sich wie das Indische Flohsamenkraut (Plantago ovata). Ob bei übermäßiger Verdauung (Durchfall) oder zu schwacher Verdauung (Verstopfungen) – Indisches Flohsamenkraut bringt die Magen-Darmfunktion zurück in Balance. Und selbst bei erhöhten Blutfettwerten oder Blutzuckerwerten kann die Pflanze eine echte Unterstützung in der Therapie darstellen.

Wogegen hilft Indischer Flohsamen?

Indische Flohsamen und ihre Flohsamenschalen verfügen nachweislich über verdauungsregulierende Eigenschaften. Bei schlechter Verdauung oder Verstopfung wirken sie dank ihrer Quelleigenschaften mild abführend ohne Gewöhnungseffekt. Bei Durchfall, zum Beispiel bei Reizdarm, sorgen sie hingegen für einen regelmäßigen Stuhlgang und eine verbesserte Stuhlkonsistenz. Indischer Flohsamen zählt neben Leinsamen zu den besten pflanzlichen Mitteln bei den genannten Verdauungsbeschwerden und eignet sich zur Langzeitanwendung.

Zusätzlich können Indische Flohsamenschalen bei leicht bis mäßig erhöhtem Cholesterinspiegel eingesetzt werden. Auch die blutzuckersenkende Wirkung wurde in verschiedenen Untersuchungen bestätigt.

Bestätigte Wirkung:
  • Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung von Indische Flohsamen und der Indischen Flohsamenschalen „bei habitueller Obstpation und Colon irritabile“.
  • Der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) empfiehlt die Anwendung von Indische Flohsamenschalen darüber hinaus „bei leicht bis moderat erhöhtem Cholesterinspiegel.“

Wissenswertes über das Indische Flohsamenkraut

In Indien wird das Flohsamenkraut seit Urzeiten in der Medizin eingesetzt. Die Anwendungsgebiete reichen von Magenschleimhautentzündung über trockenen Husten bis hin zu Harnzwang. Die meisten dieser Anwendungsbereiche sind in Deutschland allerdings noch nicht anerkannt, da die entsprechenden Studien fehlen.

Ein Schattendasein hat das Kraut aber ganz und gar nicht verdient. Untersuchungen zeigten nämlich, dass seine Wirkstoffe des (Samen und Samenschalen) neben regulierenden Eigenschaften auf die Verdauung sogar die Blutfettwerte und den Blutzuckerspiegel senken können.

Bislang sind nur sehr wenige Heilpflanzen bekannt, die einen positiven Einfluss auf einen erhöhten Cholesterin- und Blutzuckerspiegel entfalten können. Zugelassen und offiziell empfohlen wird sie bei der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) allerdings nicht, ihre Wirkung wurde aber in der Forschung indirekt bestätigt (s. Quellen). Bei erhöhtem Cholesterinspiegel hingegen wird die therapeutische Anwendung der Flohsamenschalen offiziell befürwortet.

Das Indische Flohsamenkraut wächst in warmen Klima und kommt - wie sein bereits Name verrät - aller Wahrscheinlichkeit nach aus Indien. Heute wächst es außerdem im Orient, Spanien, im südlichen Teil Nordamerikas sowie in Südbrasilien. Ein Verwandter der Pflanze ist auch in Mitteleuropa heimisch: Der Flohsamen-Wegerich. 

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Botanik des Indischen Flohsamenkrauts

Das einjährige Indische Flohsamenkraut ist eine niedrig wachsende Pflanze (ca. 50 cm), die zu der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) gehört. Sie ist annähernd stängellos und verfügt über eine Blattrosette aus flaumig-weiß behaarten Blättern, die von länglicher bis lanzettlicher Form sind. Meistens sind die Blätter ganzrandig, seltener leicht gezähnt. Die Blüten gucken kaum aus den Blättern heraus. Sie sind klein und stehen in Ähren von maximal 3,5 cm. Aus ihnen entwickelt sich der kleine Samen, der eine Größe von etwa 2,5 mm erreicht.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Indischen Flohsamenkrauts

Die medizinisch verwendeten Pflanzenteile des Indischen Flohsamenkrauts sind die reifen Samen der zierlichen Pflanze, die sich aus den Blüten entwickeln und die Schalen. Die Indische Flohsamenschale besteht aus den äußersten schleimhaltigen Schichten der Samenschale (Schalenepidermis) und den darunter liegenden Schichten dieser Schale.

In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache werden Indische Flohsamen Plantaginis ovatae semen genannt, Indische Flohsamenschalen Plantaginis ovatae testa (Synonym: Plantaginis ovatae seminis tegumentum).

Die Qualität beider Wirkstoffe ist durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Sowohl die Indischen Flohsamen als auch die Indischen Flohsamenschalen sind reich an Ballaststoffen. Sie enthalten vor allem Schleimstoffe (Arabinoxylane). Flohsamen enthalten zudem Iridoide, Proteine und fettes Öl. Flohsamen enthalten zudem Iridoide, Proteine und fettes Öl.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.
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