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Huflattichblätter – Farfarae folium

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 13.03.2017
Huflattichblätter – Farfarae folium

Filzige Blätter gegen Husten und Entzündungen

Der Wirkstoff des Huflattichs sind seine frischen oder getrockneten Laubblätter, die sich erst nach der Blüte entwickeln. Huflattichblätter verfügen über einhüllende und reizlindernde Eigenschaften und wirken nachweislich lindernd bei Husten und Heiserkeit. Zusätzlich hat der Wirkstoff eine entzündungshemmende Qualität. Darum können Huflattichblätter sehr gut bei Entzündungen der Luftwege und bei entzündeter Mund (Stomatitis und Zahnfleischentzündung)- und Rachschleimhaut eingesetzt werden.

In der Volksmedizin werden Huflattichblätter außerdem bei Bronchitis (akut und chronisch), Asthma, Grippe und Erkältungen und zur Raucherentwöhnung in Form von Huflattichzigaretten eingesetzt. 

Auf einen Blick:

Huflattichblätter

  • Wirken: reizlindernd, entzündungshemmend
  • Können eingesetzt werden: bei Entzündungen der Atemwege, Husten, Heiserkeit, gegen Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut

Inhaltsstoffe der Huflattichblätter

Medizinisch interessant sind vor allem die Schleimstoffe der Huflattichblätter, deren Anteil mit acht Prozent sehr zu beziffern ist. Schleimstoffe verfügen über die Eigenschaft, entzündete Stellen z.B. im Mund, Rachen oder in den Atemwegen einhüllen zu können. Sie schützen die Gewebe damit vor äußeren Einflüssen und wirken nachweislich reizmildernd und entzündungshemmend.

In manchen Huflatticharten wurden in der Vergangenheit Alkaloide vom Pyrrolizidin-Typ festgestellt (bis 0,015%). Pyrrolizidinalkaloide sollen giftig auf die Leber wirken. Ein direkter Zusammenhang zwischen Leberschäden und Huflattich konnte allerdings bislang nicht festgestellt werden.

Wirkung bei Atemwegserkrankungen

Reizlindernd bei Husten und Heiserkeit

Wenn es um die Bekämpfung von Husten und Heiserkeit geht, gehört Huflattich zu den pflanzlichen Arzneimitteln der ersten Wahl. Huflattich enthält von Natur aus im Schnitt 8 Prozent Schleimstoffe (saure Schleimpolysaccharide), die sich schützend über entzündete Stellen der Atemwege legen können und dadurch eine Schutzbarriere gegenüber Fremdstoffen bilden, wie Staub. Der große Vorteil der Huflattichblätter liegt darin, dass sich die enthaltenen Schleimstoffe bevorzugt über den Geweben des Rachens, der Kehle und der Luftröhre aber auch in den Bronchien ausbreiten.

Da sich vor allem im Rachen, der Kehle und der Luftröhre besonders empfindliche Hustenrezeptoren befinden, die nicht nur auf Staub oder andere aggressive Stoffe, sondern auch auf kalte Luft reagieren, ist dieser Bereich besonders empfänglich für entzündliche Erkrankungen der oberen Luftwege.

Der schützende Schleimstofffilm aus den Blättern des Huflattich hält die Reizwirkungen von der Schleimhaut fern. Dadurch kommt es zu einer natürlichen Hemmung des Hustenreizes. Gleichzeitig bewirken die schützenden Schleimstoffe, dass die Heiserkeit vermindert wird und tragen daher nicht nur zum Genesungsprozess bei, sondern können auch das persönliche Wohlbefinden fördern.

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Wirkung bei Mund- und Rachenschleimhautentzündungen

Antientzündlich bei gereizter Schleimhaut im Mund und Rachen

Besonders bei Erkältungskrankheiten ist die Schleimhaut im Mund- und Rachenbereich häufig gereizt und entzündet. Aber auch bakterielle oder Pilz-Infektionen können Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut auslösen.

Zu den wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffen von Huflattich gehört in erster Linie die Schleimstoffe. Schleimstoffe wirken besonders mild und angenehm auf entzündete Gewebestellen. Sie verfügen über einen einhüllenden Charakter und überziehen entzündete Stellen mit einem Schutzfilm, der äußere Reize wie kalte Luft oder Staub bis zu einem gewissen Grad abhalten kann. Die darunter liegende Schleimhaut im Mund oder Rachen kann sich leichter regenerieren und abheilen.

Huflattichblätter

Anwendung und Dosierung der Huflattichblätter

Huflattichtee

Bei akuten Infektionen der Luftwege mit Husten und Heiserkeit sowie bei leichten akuten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut ist ein Huflattichtee hilfreich und wirksam.

Überbrühen Sie 1 Teelöffel (1,5 g) der Huflattichblätter mit 1 Tasse (150) heißem Wasser, lassen den Tee 5 Minuten ziehen und seihen die Blätter dann ab.

Dosierung

Trinken Sie den Huflattichtee 2- bis 3-mal täglich über einen Zeitraum von maximal 4 bis 6 Wochen pro Jahr.

Tee-Kombination mit Huflattichblättern

Bei entzündlichen Atemwegserkrankungen mit Husten und Heiserkeit und bei Entzündungen im Mund und Rachen können Huflattichblätter gut mit anderen Heilpflanzen kombiniert werden, die sich untereinander in ihrer Wirkung begünstigen. Sie benötigen:

Übergießen Sie 1 Esslöffel der Teemischung mit 1 großen Tasse (250 ml) kochendem Wasser. Decken Sie den Tee 10 Minuten lang zu und sieben Sie die Heilpflanzenbestandteile anschließend ab.

Dosierung

Trinken Sie mehrmals täglich, etwa 2- bis 3-mal, eine Tasse der Teemischung.

Huflattichblätter

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tee: ca. 4,5 bis 6 g) der Huflattichblätter nicht bekannt. Risiken bestehen jedoch zu einem gewissen Grad aufgrund der möglicherweise enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide. Sie dürfen in Teemischungen nicht mehr als 1 Mikrogramm pro Tagesdosis betragen, weil sie die Leber schädigen können.

Inzwischen ist es jedoch gelungen pyrrolizidinalkaloidfreie Huflattich-Sorten zu züchten! Erkundigen Sie sich bitte in Ihrer Apotheke nach diesen Blättern.

Nicht angewendet werden sollen Huflattichblätter während der Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Huflattichblättern sind als standardisierte Fertigarzneimittel nicht verfügbar. Getrocknete Huflattichblätter erhalten Sie in Ihrer Apotheke. Darüber hinaus ist Huflattich in Form von Saft erhältlich.

Huflattichblätter enthalten reichlich reizlindernde Schleimstoffe, die bei entzündlichen Atemwegserkrankungen einhüllend wirken. Der Wirkstoff eignet sich daher sehr gut bei Husten und Heiserkeit. Außerdem nützen Huflattichblätter nachweisbar bei Schleimhautentzündungen im Mund und Rachen.

 

Quellen:
  • Jänicke CJ, Grünwald J, Brendler T: Handbuch Phytotherapie. Stuttgart 2003
  • Röder E: Pyrrolizidinhaltige Arzneimittel. In: Deutsche Apothekerzeitung 1992(132); 2427-2435

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.