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Heublumenblüten – Graminis flos

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Geschrieben von 2012-02-07
Zuletzt aktualisiert am 2016-02-2424.02.2016
Heublumenblüten – Graminis flos

Süßgräserblüten für schmerzfreie Gelenke und Muskeln

Bei Heublumen handelt es sich um die Blüten und Früchte verschiedener Gräser (Poaceaen), die während der Erntezeit blühen. Darunter befinden sich verschiedene Süßgräser wie Lieschgras, Fuchsschwanzgras, Gemeines Rauchgras sowie die Blüten verschiedener Kleearten und anderen blühenden Wiesenpflanzen. Heublumen ist also ein Sammelbegriff für verschiedene Pflanzen und bezeichnet als Begriff keine eigene Pflanzenart. Als Arzneiprodukt verwendet wirken Heublumenblüten leicht gewebereizend und dadurch durchblutungsfördernd. Außerdem können sie über die Haut Reflexe auslösen und damit verschiedene Organe beeinflussen.

Heublumen werden nach offizieller Empfehlung ausschließlich äußerlich angewendet und eignen sich zur örtlichen Wärmetherapie bei rheumatischen Erkrankungen wie Gelenkverschleiß (Arthrose) aber auch bei Muskelschmerzen (Myalgien).

In der Volksmedizin werden Heublumen noch weitere Wirkungen zugeschrieben. Schon Sebastian Kneipp war von ihren vielfältigen Heilkräften überzeugt. Sie gelten traditionell als wirksame Pflanzenmedizin vor allem zur Abwehrstärkung bei Erkältungen, aber auch zur Beruhigung und Entstpannung sowie zur Anwendung bei Hautleiden, Blasenerkrankungen und Wechseljahrsbeschwerden.  

Anwendung in der Schwangerschaft: Viele Hebammen empfehlen auch heute noch Heublumenbäder zur Geburtsvorbereitung ab der 38. Schwangerschaftswoche. Den Wirkstoffen im Heublumenbad werden lockernde Effekte auf die Muskulatur des Beckenbodens zugeschrieben. Vor allem bei Erstgebärenden sollen Heublumen die Geburt erleichtern können.

Auf einen Blick:

Heublumenblüten

  • Wirken: örtlich gewebereizend, durchblutungsfördernd, schmerzlindernd, entzündungshemmend
  • Können eingesetzt werden: bei rheumatischen Erkrankungen

Wirkung bei rheumatischen Erkrankungen

Aktivierend auf Muskeln und Gelenke

Heublumenblüten werden äußerlich und stets warm (ca. 42 °C) angewendet. Die wichtigste medizinische Wirkung der Heublumenblüten betrifft die Beeinflussung der inneren Organe über die Haut. Diese Effekte werden reflexiv ausgelöst und bewirken nachweislich, dass lokale Entzündungen gehemmt werden. Daher wird dieser Wirkmechanismus in der medizinischen Fachsprache auch kutiviszeraler Reflex genannt.

Von Bedeutung sind dieser kutiviszerale Reflex vor allem bei Gelenk - oder Muskelschmerzen, wenn diese mit einer Entzündung einhergehen. Besonders die Cumarine und ätherischen Öle der Heublumenblüten, aber auch die Flavonoide und Gerbstoffe können durch eine Gegenreizung an den entzündeten Gelenken und Geweben diesen antientzündlichen Effekt bewirken. Die Durchblutung der Gewebe/ Organe verbessert sich und die Elastizität der Gewebe aber auch ihre Stoffwechselaktivität nimmt zu.

Gleichzeitig wirken die Heublumenblüten durchblutungsfördernd und können speziell verspannte Muskeln lockern. Während diese Wirkungen ebenfalls auf das Inhaltsstoffgemisch der Blüten zurückgehen, unterstützt die Wärme der Heublumenblüten diese Effekte und kann außerdem eine Schmerzlinderung hervorrufen.

Die medizinische Empfehlung zur Anwendung von Heublumenblüten spricht im weiteren Sinne alle Veränderungen/ Abnutzungserscheinungen des Bewegungsapparates an, die als rheumatischer Formenkreis bezeichnet werden. Die Anwendungsempfehlung schließt somit die Behandlung von entzündeten Geweben und Gelenken, z.B. Arthritis, Gelenkverschleiß (Arthrose), Rückenschmerzen (Lumbago) und bei Muskelschmerzen (Myalgien) ein.

Heublumenblüten

Anwendung und Dosierung der Heublumenblüten

Heublumensack

Bei Muskel- und Gelenkentzündungen kann ein selbstgemachter Heublumensack schnelle Hilfe liefern. Gut geeignet sind verschließbare Leinen- oder Baumwollsäcke, die einen Durchmesser von ca. 35 cm haben. Sie können eckig, besser aber rund oder oval sein. Befüllen Sie das Säckchen mit etwa 300 bis 350 g getrockneten Heublumenblüten und verschließen Sie es anschließend.

Füllen Sie jetzt in einen großen Kochtopf oder Wok etwa 600 ml Wasser ein und setzten darauf einen Garaufsatz. Auf diesen Garaufsatz wird das Heublumensäckchen gelegt und der Topf mit einem Deckel abgedeckt. Dann wird das Wasser auf ca. 80°C erhitzt (kein kochendes Wasser verwenden!), sodass der Wasserdampf das Heublumensäckchen erhitzt. Nach 15 Minuten hat die feuchte Hitze die Heublumenblüten durchdrungen und die Wärmezufuhr wird abgeschaltet.

Bei der Entnahme des Heublumensäckchens achten Sie bitte unbedingt auf die Hitze! Entnehmen Sie den Sack am besten mit einer Zange und lassen Sie das feuchte Blütengemisch auf etwa 42°C abkühlen. Ansonsten kann es zu Verbrennungen auf der Haut kommen.

Anwendung

Legen Sie den abgekühlten Heublumensack auf die betroffene Körperstelle und lassen Sie den Wirkstoff etwa 40 Minuten lang einwirken.

Heublumenbad

Alternativ zu einem Heublumensack eignet sich auch die Anwendung der Heublumenblüten als Heublumenbad bei Muskel-, Gelenk- und Nervenschmerzen. Übergießen Sie hierzu 500 g von den getrockneten Heublumenblüten mit 4 Liter heißem Wasser und lassen die Mischung 10 Minuten lang ziehen. Anschließend werden die Blüten abgesiebt und der Aufguss wird in das Vollbad gegeben.

Anwendung

Die Badetemperatur sollte maximal 38°C betragen und die Badezeit sollte 15 Minuten nicht überschreiten.

Nach dem Vollbad sollte auf eine ausreichende Ruhezeit von mindestens einer ½ Stunde geachtet werden.

Heublumenblüten

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Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen der Heublumenblüten nicht bekannt.

In sehr seltenen Fällen kann es zu allergischen Hautreaktionen kommen.

Sollten Sie jedoch an einer Gräserpollenallergie leiden, ist von der Anwendung der Heublumenblüten abzuraten. Außerdem dürfen Heublumenblüten nicht bei offenen Verletzungen und akuten rheumatischen Schüben angewendet werden. Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Heublumenblüten sind als Fertigarzneimittel in Form von fertigen Säckchen und als medizinischer Badezusatz erhältlich.

Heublumenblüten wirken über die Haut entzündungshemmend und durchblutungsfördernd auf die inneren Gewebe/ Organe. Der Wirkstoff eignet sich daher hervorragend zur Anwendung von rheumatischen Beschwerden wie Gelenkentzündungen (Arthritis), Gelenkverschleiß (Arthrose) und Muskelschmerzen (Myalgien).

 

Quellen:
  • Schilcher H, Kammerer S, Wegener T: Leitfaden Phytotherapie. 4. Auflage, München 2010

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.