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Heublumen – Poaceae

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 07.11.2014
Heublumen – Poaceae

Gräsergemisch für gesunde Gelenke

Wer weiß ob zu Zeiten, als die gemähten Gräser und Blumen in Kornspeichern gelagert wurden und so mancher Bestandteil durch die Ritzen der Bretter fiel, die Menschen bereits die Blüten der Pflanzen aufsammelten und bei schmerzhaften Gelenken brauchten. Der berühmte bayrische Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 – 1897) schien jedenfalls schon damals von den antientzündlichen Wirkungen der Gräser- und Blumenblüten überzeugt gewesen sein. Er gilt als Entdecker der medizinischen Wirkungen der Heublumen.

Wobei helfen Heublumen?

Heublumenblüten helfen bei äußerlicher Anwendung nachweislich bei schmerzhaft entzündeten Muskeln und Gelenken. Besonders empfehlenswert ist ihre Anwendung bei rheumatischen Beschwerden, zu denen auch Gelenkentzündungen (Arthritis), Gelenkverschleiß (Arthrose) und Muskelschmerzen (Myalgien) gehören können.

Anerkannte medizinische Anwendung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung von Heublumenblüten „bei degenerativen Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises in Form einer lokalen Wärmetherapie.“

Wissenswertes über die Heublumen

Eine Heublume im Sinne einer einzelnen Pflanzengattung oder Spezies wie die Pfefferminze oder die Melisse gibt es nicht. Vielmehr handelt es sich bei Heublumen um ein Gemisch verschiedener Gräser und Blüten von Wiesenpflanzen. Damit erfüllen die Heublumen eine Art Sonderstellung in der Phytotherapie. Außerdem werden sie erst seit gut 100 Jahren medizinisch eingesetzt.

Aus diesem Grund gibt es so gut wie keine geschichtlichen Aufzeichnungen über das Blütengemisch. Verglichen mit anderen Heilpflanzen, die eine Jahrtausend lange Tradition haben, handelt es sich bei den Heublumen also um einen sehr „jungen“ Wirkstoff, obwohl die Gräser und Blumen möglicherweise schon seit vielen Hundert oder gar Tausend Jahren vorkommen. Ihre Wirkung blieb nur lange Zeit unentdeckt.

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Zusammensetzung und Herkunft der Heublumen

Heublumen setzten sich hauptsächlich aus verschiedenen Gräsern, die zu der Familie der Süßgräser (Poaceae) gehören, zusammen. Dazu zählen in erster Linie Wiesengräser wie die Quecke, das Gemeine Rachgras, Wiesen-Schwingel, Lieschgras, Fuchsschwanzgras und Trespen.

Daneben können die Heublumen anteilig auch verschiedene Kleearten aus der Familie Hülsenfrüchtler (Leguminosae) enthalten, sowie andere Blumen, die auf Wiesen wachsen.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe der Heublumen

Durch das Absieben von Heu, hauptsächlich Bergheu, bleiben die Blüten und Früchte dieser Pflanzen zurück. Sie werden als Heublumen bezeichnet, womit ein Gemisch aus getrockneten Gräser-, Klee- und anderen Blumenblüten gemeint ist.

Heublumenblüten werden in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Graminis flos genannt. Ihre Qualität ist durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Die Zusammensetzung der Heublumen variiert in vielerlei Hinsicht, weil diese von der Art der Gewinnung, Erntezeitpunkt und Herkunft sehr unterschiedlich sein kann.

Deshalb lässt sich auch die inhaltsstoffliche Komposition der Heublumenblüten eher allgemein formulieren. Sie enthalten ätherische Öle, Cumarine, Flavonoide und Gerbstoffe. Speziell der Cumaringehalt ist von dem Kleeanteil der Heublumenblüten abhängig, weil Klee besonders reich an Cumarinen sein kann.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.