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Herzgespann – Leonurus cardiaca

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 07.11.2014
Herzgespann – Leonurus cardiaca

Das Herzgespann: Beruhigung für den Herzschlag

Herzgespann, damit wurden im Mittelalter schon Suppen, Eintöpfe und Biere gewürzt. Auch bekannt als Bärenschweif oder Löwenschwanz, fand die Pflanze bereits in einem der ersten deutschsprachigen Heilpflanzenbücher (Gart der gesuntheit) unter dem Namen Cordiaca im Jahr 1485 Erwähnung. 

Wobei hilft Herzgespann?

Das einheimische (Echte) Herzgespann wird aufgrund seiner beruhigenden Wirkung bereits seit dem Mittelalter bei Herzbeschwerden eingesetzt. Heute ist seine medizinische Wirkung offiziell bei nervös bedingten Herzbeschwerden anerkannt, die auch durch eine Schilddrüsenüberfunktion ausgelöst werden können.

Bestätigte Wirkung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) befürworten die Anwendung des Herzgespannkrauts „bei nervösen Herzbeschwerden“, wobei die Kommission E noch hinzufügt: „auch adjuvant im Rahmen einer Hyperthyreose.“

Wissenswertes über den Herzgespann

Schon im 15. Jahrhundert wurde das Herzgespann bei Herzbeschwerden und Magendrücken empfohlen. Heute ist der Einsatz der Heilpflanze bei (nervösen) Herzproblemen offiziell anerkannt.

Widersprüchlich sind die Angaben zur Giftigkeit der Pflanze, die man teilweise im Internet findet. Wichtig zu wissen ist dabei eines: Die moderne Pflanzenforschung geht, solange man nicht zuviel von ihm nimmt, nicht von einer giftigen Wirkung des Herzgespanns aus.

Ältere Literatur und manche Internetseiten verweisen jedoch auf eine mögliche Giftwirkung der Pflanze. Wichtig ist es, der offiziellen Empfehlung vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zu folgen, nach der eine Tagesdosis von 4,5 g des Herzgespannkrauts, z.B. als Tee zubereitet, unbedenklich ist. Sollten Fragen oder Unsicherheiten im Umgang mit der Heilpflanze aufkommen, sollte grundsätzlich ein Arzt konsultiert werden.

Das Herzgespannkraut gehört zu unseren einheimischen Pflanzen. Im Sommer trifft man den blühenden Lippenblütler vor allem als „Unkraut“ an Wegen und Zäunen, auf Schutt und Ödland. Diese Besiedelungsräume zeigen, wie anspruchslos das Herzgespann ist. Für einen Anbau im eigenen Garten eignen sich allerdings leicht humose Böden in sonniger Lage am besten. Das Kraut des Herzgespanns kann mehrmals im Jahr gesammelt werden: Man schneidet die jungen, weichen Teile ab und trocknet das Kraut bei etwa 35 °C in einem Raum mit geringer Luftfeuchte.

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Botanisches zum Herzgespann

Das Herzgespann ist eine mehrjährige 50 bis 120 cm hoch wachsende Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sein aufrechter, unverzweigter Stängel ist vierkantig, hohl, meist rau behaart und dunkelrot. Die Blätter des Herzgespanns sind herzförmig zugespitzt, die unteren fünf- bis siebenlappig, die oberen dreilappig bis einfach. Während der Blütezeit, von Juni bis September, entfalten sich die lippenförmigen, rosaroten und nektarreichen Blüten. Die Krone ist zottig behaart und länger als der Blütenkelch. Auch die Oberlippe ist behaart, vorrangig jedoch an der Außenseite. Selbst die Röhre, aus der die Staubblätter herausragen, hat einen inneren Haarring.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Herzgespanns

Medizinisch wird das während der Blütezeit gesammelte Kraut (Stängel, Blätter und Blüten) des Herzgespanns verwendet. In der Pharmazie und Medizin spricht man von Leonuri cardiacae herba, was in der Übersetzung Herzgespannkraut bedeutet. Die Qualität des Herzgespannkrauts wird durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Das Herzgespannkraut enthält Iridoide, z.B. Ajugosid und Ajugol, Bitterstoffe, Flavonoide wie Hyperosid und Rutin, Gerbstoffe, Diterpenen, Triterpene sowie in geringen Mengen ätherische Öle und Kaffeesäurederivate.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.