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Heilerde - Löß

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 13.01.2016
Heilerde - Löß

Gesteinspulver mit heilenden Eigenschaften für Haut und Magen

Besitzt die Erde in meinem Garten auch heilende Wirkungen? Die Antwort lautet: Auf das Ausgangsgestein kommt es an. Also auf das Gestein, aus dem die Erde entstanden ist. Adolf Just, der die Heilerde in die Naturheilkunde einführte, verwendete feines Löss aus dem Harz. Heilerde wird nämlich aus Löss gewonnen, einem Sedimentgestein. Sie gehört ebenso wie Fango, Schlamm, Torf, Lehm und Schlick zu den so genannten Peloiden (griech. Pelos = Schlamm). Peloide sind Substanzen, die zu therapeutischen Zwecken genutzt werden.

Medizinische Wirkung der Heilerde

Heilerde ist ein uraltes traditionelles Arzneimittel, das innerlich wie äußerlich angewendet werden kann. Bei innerlicher Anwendung kann es bei Magen-Darmbeschwerden wie Sodbrennen und Durchfall wirksam sein. Äußerlich angewandt kann es eine Vielzahl von Beschwerden lindern. Dazu gehören die Anwendungen auf der Haut (Pickel/Akne, allergische Reaktionen, Entzündungen, Ausschläge, Insektenstiche etc.) sowie Muskelschmerzen und Gelenkbeschwerden

Heilerde spendet jede Menge Mineralien und Elektrolyte, darum macht sich ein kleiner Vorrat an Heilerde gut in der Reiseapotheke. Gerade in Ländern, in denen zweifelhafte Hygiene-Bedingungen herrschen, kann sie Körper und Immunsystem gute Dienste leisten.

In der Apotheke ist Heilerde in verschiedenen Darreichungsformen und Feinheitsgraden als Pulver, Granulat oder Kapseln erhältlich.

Wie schmeckt Heilerde?

Nimmt man Heilerde als Pulver ein, also in Wasser verrührt, schmeckt sie naturgemäß leicht „erdig“, aber keineswegs unangenehm. Am besten trinkt man sie schnell, damit die verbliebenen Pulverkörnchen nicht zwischen den Zähnen hängen bleiben. Löst man die Heilerde in Kaffee oder Tees, verschwindet ihr Geschmack weitgehend. Mit Fruchtsäften oder kohlensäurehaltigem Mineralwasser verträgt sie sich hingegen nicht, da in sauren Getränken ihre Säurebindungsfähigkeit und damit ihre Wirksamkeit aufgehoben wird. 

Tipp: Wenn man den erdigen Geschmack gar nicht verträgt, kann man auf Kapseln oder Granulat ausweichen.  

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Weiteres Wissenswertes über die Heilerde

Heilende Erde ist den Menschen schon seit Jahrtausenden bekannt. Schon in der Zeit um 3000 v. Chr. verwendeten heilkundige Priester Heilerde, um Tote zu mumifizieren, das belegen Aufzeichnungen auf Papyrus und Tontafeln. Natürlich wusste auch die berühmte Heilkundige des Mittelalters – Hildegard von Bingen (1098 – 1179) – um die Wirkungen heilender Erde auf die Gesundheit.

In der Neuzeit erlebte die Heilerde eine Renaissance. Eine Vielzahl namhafter Heilkundiger setzte sich mit der naturheilkundlichen Anwendung der Heilerde auseinander. So zum Beispiel der berühmte Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 – 1897), der auf ihre Wirkung bei der Behandlung von Hautausschlägen, Wunden und Geschwüren vertraute. Andere Heilkundige wie Adolf Just (1856 – 1932), der die Heilerde als „das beste Heilmittel der Natur“ betrachtete, und „Lehmpastor“ Emanuel Felke (1856 – 1926) empfahlen sie auch zu innerlichen Anwendung.

Heilerde ist ein traditionelles Arzneimittel, das seine Wirkungen der Eigenschaft verdankt, Säure, Giftstoffe und Bakterien zu binden und aus dem Körper auszuleiten. Dank der schier unendlichen Geschichte in der naturheilundlichen Praxis verfügt die Medizin über einen Erfahrungsschatz, der die gute Verträglichkeit der in der fein gemahlenen Heilerde vereinten Mineralien bestätigt. Hauterkrankungen, Muskel- und Gelenkbeschwerden oder Störungen der Magen-Darmharmonie – das sind die bekannten Anwendungsgebiete, bei denen die Erde lindernden Einfluss nehmen kann. Wie weit diese Effekte reichen und bis zu welchem Grad einer Erkrankung die Heilerde tatsächlich eingesetzt werden sollte, ist im Zweifelsfall allerdings besser mit dem behandelnden Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker abzuklären. Ein medizinisches Wunderpulver ist die Heilerde nämlich nicht.

Da der Wirkstoff so gut wie frei von Nebenwirkungen ist, bieten Spas und Kurbetriebe entsprechende Behandlungen oder ähnliche Schlammpackungen an. Die bekanntesten darunter sind neben Heilerdeanwendungen Fango, Moor oder Torf- sowie Schlickpackungen.

Herkunft der Heilerde

Heilerde besteht aus naturreinem Löss und wird unter der Erdoberfläche aus eiszeitlichen Ablagerungen gewonnen. Sie ist ein reines Naturprodukt und besteht überwiegend aus dem Erdausgangsmaterial Schluff. Schluffböden, zu denen auch Lössböden zählen, gehören zu den wertvollsten Bodenbestandteilen überhaupt, da sie üblicherweise die beste Porenverteilung aufweisen. Damit besitzen sie eine hohe Bodenfruchtbarkeit und hohe Bodenwertzahlen.

Inhaltsstoffe der Heilerde

Das Arzneimittel Heilerde ist im Grunde nichts anderes als pulverisiertes, getrocknetes, gemahlenes und gesiebtes Gestein (Löss). Moderne Verarbeitungsmethoden sorgen Keimfreiheit und eine gleichbleibend feine Konsistenz, die für die Absorptionseigenschaft des Wirkstoffs wichtig ist. Die Zusammensetzung an natürlichen Mineralien und Spurenelementen in der Heilerde kann sich allerdings je nach Löss-Abbauregion unterscheiden. Üblicherweise lassen sich Mineralstoffe wie Silikat, Kalk- und Feldspat, Dolomit und Tonmineralien in ihr finden. Außerdem ist sie reich an Sauerstoff, Silizium, Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Natrium, Titan und Phosphor.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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