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Medizinische Hefe – Faex medicinalis

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 24.11.2014
Medizinische Hefe – Faex medicinalis

Lindert Akne, schützt vor Bakterien und behebt Vitamin-B-Mangel

Hefen sind eigenständige und einzellige Lebewesen. Medizinisch werden zwei verschiedene Hefe-Arten unterschieden: die medizinische Hefe und Trockenhefen. Die Wirkungen beider Hefen-Arten sind zwar ähnlich, aber nicht identisch. Medizinische Hefe wird entweder aus den frischen oder getrockneten Zellen des Hefestammes Saccharomyces cerevisiae MEYEN – und/ oder Candida utilis (HENNEBERG) gewonnen.

Der Wirkstoff ist reich an B-Vitaminen. Er schafft nachweislich eine Stimulierung des Immunsystems und nützt gegen krankheitserregende Bakterien. Medizinische Hefe wird bei Appetitlosigkeit und in der Begleittherapie bei chronischer Akne und entzündeter Haut mit Haarbalg (Furunkeln) eingesetzt.

Auf einen Blick

Medizinische Hefe

  • Wirkt: gegen Bakterien, stimulierend auf das Immunsystem
  • Kann eingesetzt werden: bei Appetitlosigkeit, zur Linderung von Akne und Furunkulose

Inhaltsstoffe der medizinischen Hefe

Medizinische Hefe ist besonders reich an B-Vitaminen, die voranging als wirksamkeitsbestimmend gelten. Zusätzlich sollen komplexe Zuckerverbindungen (Mannane und Glucane) sowie Phytosterole an den Wirkungen der medizinischen Hefe beteiligt sein.

Am besten lässt sich aber die Wirkung der medizinischen Hefe als Gesamtkomplex erklären.

Manche krankheitserzeugende Bakterien verfügen auf ihrer Oberfläche über sogenannte Fimbrien. Fimbrien sind lange, schlanke Stränge, die dazu dienen, sich an Gewebeoberflächen festzuhaken. Ist das Bakterium mit dem Gewebe vernetzt, z.B. der Haut, Darmschleimhaut, kann es sich vermehren und seine für den Menschen schädliche Wirkung entfalten. Medizinische Hefen verhindern diesen Prozess jedoch nachweisbar, indem sie die Fimbrien binden. Sie verkleben sozusagen und können sich nicht mehr anheften.

Zusätzlich ist medizinische Hefe besonders reich an den B-Vitaminen Thiamin, Riboflavin, Nikotinsäureamid, Biotin, Folsäure, Vitamin B12 und weiteren, die alle eine Gemeinsamkeit besitzen: sie wirken fördernd auf den menschlichen Stoffwechsel und damit auf die Haut, allerdings auch auf speziellere Bereiche, wie Stimulierung der Blutbildung (Vitamin B12).

Anwendung bei Appetitlosigkeit

Appetitregulierend durch ein gesundes Verdauungssystem

Medizinische Hefen sind wahrscheinlich der einzige naturbelassene Wirkstoff, der durch eine allgemeine Stärkung des Verdauungssystems eine appetitanregende Wirkung erzielen kann.

Anders als die meisten pflanzlichen Extrakte, deren appetitfördernde Wirkung durch Bitterstoffe hervorgerufen wird, beruht die Eigenschaft der medizinischen Hefe Appetit zu erzeugen darauf, dass sie eine nachweisliche Abwehrfunktion gegen Krankheitserreger hervorrufen kann. So zeigten Untersuchungen eindeutig, dass es durch die Anwendung von medizinischen Hefen zu einer Steigerung der sogenannten sekretorischen Immunglobuline kommt. Diese Immunglobuline sind es, die den Magen-Darmtrakt vor schädlichen Krankheitserregern schützen. Aber warum ist diese Eigenschaft so bedeutsam für die Behandlung von Appetitlosigkeit?

Bei schweren, entzündlichen oder chronischen Darmerkrankungen (Morbus Crohn), Antibiotika-Therapien oder HIV-Infektionen (auch bei weniger schweren Erkrankungen), kann es infolge der extremen Belastung für den gesamten Verdauungsapparat zu Verdauungsveränderungen kommen. Appetitlosigkeit kann einem unangenehmen Begleiteffet darstellen. Durch die immunsteigernde, schützende, gleichzeitig antibakterielle Eigenschaft der medizinischen Hefe, werden die Verdauungsorgane zurück ins Gleichgewicht gebracht.

Bei Durchfall hilft medizinische Hefe aber leider nicht. Bei dieser Form von Verdauungsbeschwerden kommen Trockenhefen zum Einsatz.

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Unterstützende Anwendung bei Akne und Furunkulose

Antientzündlich und balancierend bei chronischen Hauterkrankungen

Akne, entzündete Haarbalge mit umliegender Haut (Furunkulose) mehrere Dinge gemeinsam: sie können durch Bakterien ausgelöst werden und sind oft langwierig was ihre Behandlung sowie Heilung betrifft. Zwar wirkt medizinische Hefe nachweislich gegen Bakterien. Die antibakterielle Eigenschaft beschränkt sich aber vorrangig auf Erreger die im Darm oder in den Harnwegen aktiv sind. Nichts desto trotz kann der Wirkstoff auch bakterienhemmende Eigenschaften auf vereinzelte Keime erzielen, die auf die Haut wirken und dort Entzündungen auslösen.

Es ist jedoch anzunehmen, dass die nachgewiesene immunstimulierende Eigenschaft der medizinischen Hefe sowie der hohe Vitamin-B-Gehalt einen höheren Anteil bei der Linderung von Akne und Furunkulose einnimmt.

Medizinische Hefe stimuliert nachweisbar das Immunsystem, speziell die sogenannten Fresszellen. Fresszellen verfügen über die Funktion Krankheitserreger erkennen zu können, sie anzugreifen und zu verdauen. Teilweise präsentieren diese Zellen Bruchstücke des Erregers sogar auf ihrer Oberfläche, z.B. Bakterien die Akne auslösen, sodass wiederum andere Blutzellen Antikörper gegen diese Keime bilden können. Tritt das Bakterium wieder in den Körper ein, reagiert das Immunsystem sofort und bekämpft es.

B-Vitamine stellen eine größere Gruppe von Vitaminen dar, die alle eine mehr oder weniger ausgeprägte Wirkung auf die Haut, besonders auf den Stoffwechsel haben. Fehlt dem Körper beispielsweise Biotin, das in medizinischer Hefe reichlich vorhanden ist, kommt es nachweislich zu Hautentzündungen oder Schleimhautveränderungen. Insgesamt helfen die B-Vitamine der medizinischen Hefe vor allem dabei, dass Auf-, Um- und Abbauprozesse in den Zellen reibungslos funktionieren und unterstützen damit auch eine gesunde Haut. Zu beachten ist jedoch, dass der Effekt der medizinischen Hefe nicht binnen weniger Tage eintritt. Bis sich alle Hautzellen erneuert haben, vergehen mehrere Wochen. Zusätzlich benötigt der Stoffwechsel ebenfalls Zeit für seine Umstellung.

Medizinische Hefen

Darreichungsform und Dosierung der medizinischen Hefen

Medizinische Hefen werden häufig in Form von Bierhefetabletten (Nahrungsergänzungsmittel) angeboten, die anders als frische Hefen nicht gärfähig sind. Diese Eigenschaft ist wichtig, da es bei der Einnahme von gärfähiger Hefe zu Blähungen und Darmbeschwerden kommen kann.

Medizinische Hefen

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis: 6 g, bei Vitamin-B-Mangel: 10 bis 20 g) der medizinischen Hefen nicht bekannt.

In Einzelfällen wurden bei empfindlichen Personen migräneartige Kopfschmerzen beobachtet. Bei der Einnahme von gärfähiger medizinischer Hefe traten zudem Blähungen auf. Zusätzlich ist eine Blutdruckerhöhung bei gleichzeitiger Einnahme von sogenannten Monooxydase-Hemmern.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Medizinische Hefen sind als standardisiertes Fertigarzneimittel bislang nicht erhältlich.

Medizinische Hefen werden bei Appetitlosigkeit und in der Begleittherapie bei Akne und Entzündungen des Haarbalgs und der umliegenden Haut (Furunkel) therapeutisch eingesetzt. Die Wirksamkeit der medizinischen Hefen beruht auf der nachweislich antibakteriellen Eigenschaft und der Stimulierung des Immunsystems.

In der Volksmedizin werden medizinische Hefen bei Verstopfung, juckender Haut und eitrigen Hautentzündungen eingesetzt.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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