Anzeige
Anzeige
Sie kennen uns vielleicht auch aus:
Anzeige

Hefe

Anzeige
Geschrieben von 2013-09-03
Zuletzt aktualisiert am 2013-09-0404.09.2013
Hefe

Seit dem Altertum beliebt – in der Neuzeit bedeutsam für eine gesunde Verdauung und schöne Haut

Hefe schmeckt uns nicht nur in Bier und Backwerk, sie ist auch an der Gärung von Wein, und Cider beteiligt. Hefen sind natürlich keine Heilpflanzen im engeren Sinne. Es sind einzellige Pilze, die unserem leiblichen Wohl übrigens auch abseits von genüsslichem Speis und Trank gutes tun können. In der Medizin wird Hefe nämlich auch verwendet: Als Arzneimittel für die Verdauung und die Haut. Da stellt sich die Frage, ob sich denn ein leckeres Hefeweizen auch  positiv auf die Gesundheit auswirkt. Die Antwort lautet: Auf die Hefe und auf ihre Reinheit kommt es an.

Die Heilwirkung von Hefe

Medizinische Anwendung findet Hefe als medizinische Hefe oder als Trockenhefe. Medizinische Hefe hilft nachweisbar gegen Appetitlosigkeit und kann in der Begleittherapie bei Akne und entzündeten Haarbalgen mit umliegender Haut (Furunkulose) eingesetzt werden.

Trockenhefe nützt hingegen bei akutem Durchfall und auch zur Vorbeugung von Reisedurchfall. Außerdem können Trockenhefen unterstützend in der Aknetherapie eingesetzt werden.

Offiziell bestätigte Wirkung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt medizinische Hefe zur Anwendung „bei Appetitlosigkeit und adjuvant bei chronischen Formen bei Akne und Furunkulose.“ Trockenhefen befürwortet die Kommission E „zur symptomatischen Behandlung akuter Durchfallerkrankungen, zur vorbeugenden und symptomatischen Behandlung von Reisediarrhö und Diarrhö unter Sondenernährung sowie adjuvant bei chronischen Formen der Akne.“

Wissenswertes über Hefe

Met, Bier und Sauerteig – all diese Genuss- und Lebensmittel wurden bereits vor mehreren tausend Jahren durch Hefegärung hergestellt. Hefen waren beliebt. So wurden biertrinkende Menschen im alten Ägypten schon vor mehr als 3000 Jahren auf Steinplatten verewigt. Im Alten Testament wird konkret die Herstellung von Sauerteigbrot mit Hefen beschrieben. Bis heute profitieren Lebensmittelindustrie und Konsumenten gleichermaßen von den Eigenschaften der Hefen.

Medizinische Funktionen von Hefen waren zudem schon im Altertum bekannt. So behandelten die alten Ägypter Hautbeschwerden und Durchfall mit Hefen. Beide Anwendungsbereiche haben je nach Hefeart bis heute ihre Gültigkeit beibehalten. Unübersichtlich wird das Bild für Verbraucher, wenn es um den Einsatz medizinisch gebrauter Hefesorten geht. Vor allem im Internet werden Begrifflichkeiten oftmals falsch verwendet. Das betrifft insbesondere die Trockenhefe, die zwar hervorragende medizinische Eigenschaften besitzt, aber nicht als medizinische Hefe bezeichnet werden kann, weil medizinische Hefe eine andere Sorte darstellt.

Das bedeutet, es existiert medizinische Hefe, die ein eigenständiges Wirkprofil besitzt sowie Trockenhefe als ein anderer Wirkstoff. Daneben gibt es weitere Hefen, die zur Lebensmittelherstellung dienen. Durch ihr Gärverhalten (im Verdauungstrakt) sollten letztere Hefen nicht zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden.

Anzeige

Herkunft der Hefe

Hefen stammen aus Zuchtbetrieben. Bis heute ist man sich in der Wissenschaft nicht ganz einig darüber, ob Hefen Pflanzen oder Tiere sind. Sie verfügen über Merkmale von beiden Gruppen. Dabei stellen sie eine eigene Fraktion von Lebewesen dar, die aus einer einzigen Zelle bestehen.

Zum medizinischen Einsatz kommen zwei verschiedene Hefearten: die sogenannte medizinische Hefe (Saccharomyces cerevisiae MEYEN) und Trockenhefe (Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926). Während die medizinische Hefe im Umwandlungsprozess organischer Stoffe (Submersverfahren) gezüchtet wird, entstammt die Trockenhefe durch übliche Verfahren durch Vermehrung von Impfmaterial.

Verwendete Teile und Inhaltsstoffe der Hefe

Medizinisch eingesetzt werden zwei verschiedene Hefearten: die medizinische Hefe und Trockenhefe. Medizinische Hefe wird fachsprachlich Faex medicinalis genannt und wird aus den frischen oder getrockneten Zellen von Saccharomyes cerevisiae MEYEN und/ oder Candida utilis (HENNEBERG) hergestellt.

Die Qualität der medizinischen Hefe ist im Deutschen Arzneibuch (DAB) geregelt. Trockenhefe besteht aus der Art Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926 (Synonym: Saccharomyces boulardii). Sie ist medizinisch nachweisbar effektiv, aber qualitativ in keinem Arzneibuch geregelt. Sowohl die medizinische Hefe als auch die Trockenhefe sind Probiotika. Unter Probiotika versteht man Substanzen, die von Kleinstlebewesen (Mikroorganismen) ausgeschieden werden und das Wachstum von anderen Lebewesen fördern. Damit sind Probiotika Arzneimittel, die lebende Zellen enthalten und eine positive Wirkung auf die Gesundheit in einem anderen Organismus, z.B. im Darm des Menschen, auslösen.

Die medizinische Hefe besteht vorrangig aus B-Vitaminen, Polysaccariden, Eiweißen und Steroiden. Trockenhefen bestehen aus den lebenden Zellen. Sie müssen mindestens 1,8 x 10 hoch 10 lebensfähige Hefezellen in 1 g Lyophilisat (Trocknungsverfahren) aufweisen.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.