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Harongabaum – Harungana madagascariensis

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Geschrieben von 2011-02-11
Zuletzt aktualisiert am 2014-11-0707.11.2014

Tropischer Baum mit beeindruckender Wirkung

Das der Harongabaum in Deutschland trotz seiner vielfältigen Wirkungen so wenig bekannt ist, wird dem Gewächs nicht gerecht. Der relativ kleine Baum besitzt nämlich nahezu einzigartige Eigenschaften auf die Verdauung und ist der einzige pflanzliche Wirkstoff der von medizinischer Seite offiziell bei Verdauungsproblemen, die von der Bauchspeicheldrüse herrühren, anerkannt ist.

Wobei hilft Haronga?

Die Harongarinde und –blätter gehören zu den sehr seltenen pflanzlichen Wirkstoffen, der eine Wirkung auf den Teil der Bauchspeicheldrüse nachgewiesen werden konnte, die Verdauungsenzyme bilden (Enzym = Eiweißstoff der andere Substanzen verändert oder spaltet). Zusätzlich regt der Wirkstoff die Produktion von Magensäften und Galle an, weswegen die Extrakte gute verdauungsfördernde Eigenschaften besitzen.

Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung der Harongarinde und –blätter „bei dyspeptischen Beschwerden und bei leichter exokriner Pankreasinsuffizienz.“

Wissenswertes über den Harongabaum

Es ist noch nicht lange her, dass deutsche Forscher, die auf Madagaskar ihre Untersuchungen durchführten, die nützlichen Eigenschaften des Harongabaums beobachteten. In den 1930iger Jahren wunderten sie sich über die madagassische Bevölkerung, die scheinbar die fettreichsten Mahlzeiten ohne das geringste Bauchkneifen zu verspüren, vertrugen. Als Nachspeise nach solch opulenten Mahlzeiten servierten die Madagassen stets ein Stück von einer Rinde, auf der gekaut wurde. Wohl im Eigenversuch stellten die Forscher fest, dass die Rinde hervorragende regulierende Eigenschaften auf die Verdauung besaß. Daraufhin begannen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zu der Wirkung der geheimnisvollen Rinde. Tatsächlich ließen sich die beobachteten Effekte nachweisen, sodass die Extrakte aus dem wertvollen Baum heute als pflanzliches Arzneimittel zugelassen sind.

Es werden jedoch noch weitere Wirkungen des Harongabaums diskutiert. Botanisch betrachtet gehört der Harongabaum zu der gleichen Familie wie das Johanniskraut (Johanniskrautgewächse). Darüber hinaus enthalten die Blätter des Baumes sogar ähnliche Inhaltstoffe. Manche Behandler setzten die Extrakte des Baums daher gerne bei Verdauungsproblemen in Kombination mit depressiven Verstimmungen ein. Dieser Effekt ist theoretisch möglich, wissenschaftlich jedoch bisher nicht bewiesen.

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Botanik des Harongabaums

Der immergrüne Harongabaum ist mit seiner Wuchshöhe mit bis zu 8 Metern ein eher kleinwüchsiger Baum, der zu der Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae) gehört. Seine stark verzweigte Baumkrone setzt sich aus vielen eiförmigen oder herzförmigen bis abgerundeten Blättern zusammen, die mit schwarzen Tüpfeln übersät sind. Oberseitig sind die Blätter dunkelgrün, unterseitig sind sie mit rotbraunen Haaren besetzt. Die kleinen, weißen Blüten sind doldenartig angeordnet und können einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen. Aus ihnen entwickeln sich nach der Blüte runde und rötliche Steinfrüchte.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltstoffe des Harongabaums

Die medizinisch verwendeten Extrakte des Harongabaums sind seine Rinde und Blätter. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache wird der Wirkstoff Harunganae madagascariensis cortex et folium genannt, was zu Deutsch Harongarinde und –blätter bedeutet. Die Qualität wurde nach derzeitigem Kenntnisstand in keinem Arzneibuch festgelegt, wohl aber die Tagesdosen der Extrakte aus dem Wirkstoff (z.B. wässrig-alkoholischer Trocken-Extrakt 7,5 bis 15 mg).

Der Harongabaum ist besonders reich an Dihydroxyanthracenderivaten. In der Rinde finden sich überwiegend die Komponenten Harunganin und Madagascin, in den Blättern Hypericin und Pseudohypericin.

Zusätzlich enthält der Wirkstoff ätherische Öle, Gerbstoffe, oligomere Procyanide und Flavonoide.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.