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Hamameliswasser – Hamamelidis aqua

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 03.03.2016
Hamameliswasser – Hamamelidis aqua

Wirksames Pflanzendestillat gegen Hautprobleme

Hamameliswasser wird durch Wasserdampfdestillation aus den frischen Blättern oder Zweigen des Strauches gewonnen. Seine Wirkungen beruhen auf den enthaltenen ätherischen Ölen, die bei äußerer Anwendung nachweislich bei verschiedenen Hautproblemen wie Sonnenbrand, Insektenstichen und Hämorrhoiden im Anfangsstadium hilfreich sind. Daneben kann das Hamameliswasser auch bei Prellungen und Blutergüssen sowie bei leichten Haut- und Schleimhautentzündungen eingesetzt werden.

Auf einen Blick:

Hamameliswasser

  • Wirkt: entzündungshemmend, schmerzstillend, heilungsfördernd
  • Kann eingesetzt werden: bei Prellungen, Hautreizungen, Insektenbissen, Hämorrhoiden, Entzündungen der Haut und Schleimhaut

Inhaltsstoffe von Hamameliswasser

Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe des Hamameliswassers sind ätherische Öle. Da es durch Wasserdampfdestillation gewonnen wird, ist es frei von Gerbstoffen. Je nachdem, welche Pflanzenteile (Blätter, Zweige oder beides) zur Gewinnung des Wassers verwendet werden, variiert die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe.

Frische Hamamelisblätter sind reich an Alkanen und Terpenen wie Linalool. Außerdem statten sie das Hamameliswasser mit Fettsäuren und Fettsäureeester aus. Die frisch geernteten Zweige sind ebenfalls reich an ätherischen Ölen. Wie die Blätter, enthalten auch die Hamameliszweige vorrangig Alkane, Sesquiterpene und Phenylpropanderivate.

Ein einzelnes wirksamkeitsbestimmendes ätherisches Öl hat Hamameliswasser nicht. Wahrscheinlich ist es das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten, die die entzündungshemmenden und schmerzstillenden Wirkungen hervorrufen.

Wirkung bei Hautproblemen

Entzündungshemmend, heilungsfördernd und schmerzlindernd bei Hautbeschwerden

Kaum ein pflanzlicher Wirkstoff hat so weitreichende effektive Anwendungsbereiche bei Hautproblemen wie das Hamameliswasser. Es gilt wissenschaftlich als gut untersucht und seine Wirkungen als belegt.

Unabhängig davon, ob es aus den Blättern, den Zweigen oder beidem gewonnen wurde, hat es generell drei nachgewiesene Wirkungen:

  • Entzündungshemmung
  • Heilungsförderung
  • Schmerzlinderung

Anders als bei den meisten Pflanzen wurden die Wirkungen des Hamameliswassers fast ausschließlich durch Untersuchungen am Menschen ermittelt und nicht im Labor. Aus diesem Grund kann mit Gewissheit gesagt werden, dass Hamameliswasser beispielsweise bei Hautreizungen und Insektenstichen wirksam ist. Der Wirkmechanismus hingegen lässt sich nur andeutungsweise erklären.

Bei Entzündungen sind immer körpereigene Stoffe beteiligt, z.B. Hormone, die von innen heraus an bestimmten Körperstellen ihre unerwünschte Wirkung entfalten. Genährt werden sie oft durch Bakterien oder Pilze. Dies führt oft zu schmerzhaft geröteter, auch juckender Haut.

Je nach Ausprägung der Entzündung kann Hamameliswasser eine gute Alternative zur Schulmedizin darstellen. Wendet man Hamameliswasser beispielsweise bei einem Sonnenbrand an, können die schmerzhaft geröteten Hautstellen nach 7 bis 48 Stunden deutlich abklingen.

Geprüft wurde aber beispielsweise auch die Wirkung des Hamameliswassers im Vergleich mit einem Kortison-Präparat bei entzündeter Haut. Die Untersuchung ergab, dass das Kortison-Mittel zwar stärker als das Hamameliswasser wirksam war, der pflanzliche Wirkstoff jedoch gute, wenn auch schwächere Effekte zeigte.

Möglicherweise kann mit der antientzündlichen Wirkung des Hamameliswassers auch die schmerzlindernde und wundheilungsfördernde Auswirkung erläutert werden.

Dadurch, dass Entzündungen oft Schmerzen nach sich ziehen (oder umgekehrt) oder Entzündungen den Körper daran hindern können, Wunden schnell heilen zu lassen, kann das Hamameliswasser genau in diesen Prozess eingreifen.

Schmerzen und Wunden, die beispielsweise durch Prellungen und andere äußere Einflussfaktoren verursacht werden, können nach dem Abklingen einer Entzündung dadurch nachlassen. Mit anderen Worten: erst muss die Entzündung bekämpft werden, dann kann sich der Körper auf Schmerzen und auf die Wundheilung konzentrieren.

Hamameliswasser
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Anwendung und Dosierung des Hamameliswassers

Kompresse

Hamameliswasser eignet sich, als Kompresse angewendet, bei vielen Hautbeschwerden wie Prellungen, Blutergüssen, Insektenstichen, Hautreizungen (auch Neurodermitis) sowie bei entzündeter Haut und Schleimhaut.

Angewendet werden kann Hamameliswasser (Arzneimittelqualität aus der Apotheke) unverdünnt oder 1:3 mit Wasser verdünnt.

Tränken Sie eine sauber Kompresse mit dem Hamameliswasser und befestigen Sie die diese beispielsweise mit einer Mullbinde an der entsprechenden Hautstelle.

Dosierung

Die Hamameliswasserkompresse kann nach Bedarf gewechselt werden.

Hamameliswasser

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen des Hamameliswassers nicht bekannt.

In sehr seltenen Fällen kann es jedoch zu allergischen Reaktionen gegenüber den ätherischen Ölen kommen.

Untersuchungen zur Unbedenklichkeit während der Schwangerschaft und der Stillzeit liegen nicht vor. Bitte halten Sie vor der Anwendung mit Hamameliswasser Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Hamameliswasser ist derzeit nicht als Fertigarzneimittel erhältlich.

Hamameliswasser ist nachweislich bei vielen Hauterkrankungen wie Hautrötungen, Prellungen, Insektenstichen aber auch bei entzündeter Haut und Schleimhaut wirksam. Die enthaltenden ätherischen Öle des Hamameliswassers bewirken durch ihre entzündungshemmenden, schmerzlindernden und wundheilungsfördernden Effekte eine Verbesserung der Hautprobleme.

In der Volksmedizin bei Akne als Hautwasser eingesetzt.

Quellen:
  • ESCOP: ESCOP Monographs. 2nd edition, Exeter, Stuttgart, New York 2003
  • Jänicke CJ, Grünwald J, Brendler T: Handbuch Phytotherapie. Stuttgart 2003
 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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