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Hamamelisrinde – Hamamelidis cortex

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Geschrieben von 2011-02-07
Zuletzt aktualisiert am 2014-11-0707.11.2014
Hamamelisrinde – Hamamelidis cortex

Wirksam bei vielen Hauterkrankungen

Die Hamamelis oder Zaubernuss verfügt als Heilpflanze über drei Wirkstoffe: Die Rinde, Hamamelisblätter und das Hamameliswasser. Alle Pflanzenteile und Zubereitungen aus dem Hamamelisstrauch sind in ihrer Wirkung offiziell anerkannt und ähneln sich stark hinsichtlich ihrer Wirkungen.

Hamamelisrinde wurde lange Zeit nur äußerlich eingesetzt. Heute findet sie auch innerlich beispielsweise bei Krampfadern und Hämorrhoiden Anwendung. Außerdem ist die Rinde bei Hautreizungen sowie bei Haut- und Schleimhautentzündungen hilfreich.

Auf einen Blick:

Hamamelisrinde

  • Wirkt: zusammenziehend, entzündungshemmend, örtlich blutungsstillend, stabilisierend auf die Gefäßwände, gewebeverdichtend, örtlich schmerzlindernd, juckreizstillend, wundheilungsfördernd
  • Kann innerlich eingesetzt werden: bei Krampfadern und Hämorrhoiden
  • Kann äußerlich eingesetzt werden: bei Hautverletzungen, Haut- und Schleimhautentzündungen, Krampfadern, Hämorrhoiden, Prellungen, Blutergüssen, Symptomen der Neurodermitis

Inhaltsstoffe der Hamamelisrinde

Der Hamamelisstrauch ist eine Gerbstoffpflanze. Diese Inhaltsstoffgruppe ist in der Rinde des Strauches reichlich enthalten, wobei es sich vor allem um Gallotannine (Hauptkomponenten β- und γ-Hamamelitannin) handelt. Daneben sind andere Gerbstoffe, Flavonoide und ätherische Öle zwischen 0,1 bis 0,5% enthalten.

Für die medizinischen Wirkungen der Hamamelisrinde sind vor allem die Gerbstoffe verantwortlich. Zusätzlich werden sie durch die Flavonoide unterstützt. Ganz allgemein wirken Gerbstoffe zusammenziehend, weil sie die Struktur von Eiweißen verändern und diese dadurch unwirksam werden (denaturieren). Sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet wirkt sich dieser Effekt abdichtend aus. Aus diesem Grund wird die Mundschleimhaut beim Trinken eines Hamamalisrindentees trocken.

Anwendung bei Hautverletzungen

Gefäßabdichtend bei kleinen Hautverletzungen

Die Haut ist unser größtes Organ und kann eine Oberfläche von 1,5 bis 2 Quadratmetern erreichen. Bei kleinen oberflächlichen Verletzungen kann sich die Haut schnell regenerieren, bei tieferen (Schnitt-)Wunden dauert dieser Prozess viel länger und kann zur Bildung von Narben führen, außerdem besteht hier die Gefahr einer Entzündung durch Bakterien oder Pilze.

Vor allem bei kleineren oberflächlichen Verletzungen wie Schnittwunden kann Hamamelisrinde der Wundheilung förderlich sein. Ihre wirksamen Inhaltsstoffe dichten verletzte Blutgefäße und Gewebe ab und bilden einen Schutzfilm. Dadurch werden kleine Blutungen gestillt und Wunden verheilen schneller. Zusätzlich besitzt die Rinde der Zaubernuss nachweislich antientzündliche Wirkungen. Sie entzieht Bakterien und Pilzen den Nährboden, sodass diese ihre schädlichen Wirkungen nicht entfalten können.

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Anwendung bei Haut- und Schleimhautentzündungen

Antientzündliche Wirkung auf die Haut und die Schleimhäute

Kalte Temperaturen, natürliche Hautalterung oder kleine Hautverletzungen können Entzündungen der Haut und Schleimhäute Vorschub leisten. Eine Entzündung äußert sich in der Regel durch eine schmerzhafte und geschwollene, manchmal auch rissige Haut, die einfach nicht verheilen will.

Hamamelisrinde ist besonders reich an Gerbstoffen. Die Wirkungen dieser Substanzen werden im Allgemeinen als „zusammenziehend“ beschrieben. Ein Adjektiv, das ihrem Wirkpotenzial nicht annähernd gerecht wird.

Ist die Haut oder Schleimhaut entzündet, so legen sich die schützenden Gerbstoffe über diese Stelle und dichten sie zunächst ab. Dies ist der Grund warum Hamamelisrinde z.B. als Tee angewendet, das Gefühl im Mund hinterlässt, dass die Schleimhaut ausgetrocknet und rau ist. Tatsächlich wirken die Gerbstoffe nachweislich gefäßabdichtend, weswegen Krankheitserreger wie Pilze oder Bakterien abgewehrt werden. Krankheitserregern wird der Nährboden entzogen und beschädigte Haut- und Schleimhautstellen heilen in der Folge schneller ab.

Anwendung bei Krampfadern

Stabilisierend auf die Gefäßwände

Krampfadern sind ein weit verbreitetes Phänomen, von dem überwiegend Frauen betroffen sind.

Frauen haben von Natur aus ein schwächeres Bindegewebe als Männer. Erbliche Vorbelastungen und regelmäßiges langes Stehen oder Sitzen führen fast unvermeidlich zur Bildung von Krampfadern. 

Krampfadern entstehen durch geschwächte, nicht richtig schließende Venen. Venen sind Blutgefäße, die Blut zurück zum Herzen transportieren. Die Besonderheit der Venen liegt darin, dass sie im Inneren kleinste Klappen haben, die sich mit dem Blutfluss öffnen und schließen. Da die Beine am weitesten vom Herzen entfernt liegen und das Blut von dort aus den längsten Weg zurück zum Herzen hat, treten Krampfadern an den Knöcheln und an den Waden besonders häufig auf.

Ist das Bindegewebe geschwächt oder muss stundenlang an einem Ort im Stehen verweilt werden, erhöht sich der Druck auf die Venen sehr stark. Venen sind keine statischen Gefäße. Sie sind elastisch und haben Wände, die mit anderen Geweben vernetzt sind. Ist nun der Druck auf die Venenwände sehr hoch, weil die Venenklappen es nicht mehr schaffen, sich ganz zu schließen, kann es zur Erweiterung der Blutgefäße kommen und sogar zum Durchtritt von Blutflüssigkeit in andere Gewebe. Wassereinlagerungen entstehen.

Hamamelisrinde kann bei Krampfadern einen unterstützenden Effekt leisten. Anderes als bei anderen Mitteln der Naturheilkunde wie rotes Weinlaub oder Rosskastaniensamen wirken hier die enthaltenen Gerbstoffe. Unterstützt werden sie hierbei durch Flavonoide.

Gerbstoffe, und im geringeren Maße auch Flavonoide, wirken zusammenziehend auf Oberflächen, egal ob innerlich oder äußerlich angewendet. Sie bewirken eine Abdichtung der Gefäße und tragen zur Stabilisierung der Venen bei. Die Zaubernuss eignet sich daher innerlich wie äußerlich zur Vorbeugung und Behandlung lästiger Krampfadern.

Anwendung bei Hämorrhoiden

Lindernd bei juckenden und nässenden Hämorrhoiden

Hämorrhoiden sind weit verbreitet und können durch Bewegungsmangel, einseitige und ballaststoffarme Ernährung, Bindegewebsschwäche oder den häufigen Gebrauch von Abführmitteln entstehen. Besonders häufig sind Darmkrebspatienten betroffen. Auch eine genetische Veranlagung kommt in Betracht. Hämorrhoiden sollten auch deshalb nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Genau genommen sind Hämorrhoiden knotige Erweiterungen der Blutgefäße (Arterien und Venen). Die Blutgefäße bringen das Blut zu den sogenannten Schwellkörpern, deren Aufgabe es ist, den Anus gasdicht zu verschließen.

Bei Hämorriden ist dieser Blutfluss erschwert, unangenehm für die Betroffenen und oftmals schmerzhaft. Denn kennzeichnend für Hämorrhoiden sind Juckreiz am After, Nässen, Brennen, Schmerzen und hellrote Blutungen im Stuhl.

Neben einer Ernährungsumstellung und viel Bewegung eignet sich Hamamelis als pflanzlicher Wirkstoff sehr gut zur Hämorrhoidenbehandlung, weil der Wirkstoff gleichzeitig die Venenfunktion unterstützt.

Die Hamamelisrinde ist reich an Gerbstoffen, die durch die Veränderung von Eiweißen, die die Oberfläche von Geweben, z.B. Haut, Schleimhaut, aber auch Blutgefäße abdichten. Es bildet sich eine Art Schutzschicht, die die Haut unempfindlicher macht. Andererseits werden Krankheitserregernern der Nährboden entzogen. Diese Effekte führen dazu, dass sowohl Schmerzen oder Juckreiz abnehmen und gleichzeitig mögliche Entzündungen nachlassen können. Zusätzlich können kleine Blutungen gestillt werden.

Hamamelisrinde

Darreichungsform und Dosierung der Hamamelisrinde

Vollbad

Bei Krampfadern, Hämorrhoiden oder Hautproblemen ist ein Vollbad mit Hamamelisrinde ein gutes pflanzliches Therapeutikum. Geben Sie hierzu 20 g Rinde auf 1 Liter Wasser kochen sie auf. Lassen die Mischung 20 Minuten lang köcheln. Anschließend wird der Wirkstoff gesiebt und der Aufguss ins Vollbad gegeben.

Anwendung

Die Badetemperatur sollte 35 bis 38°C betragen und die Badezeit sollte 15 Minuten nicht überschreiten.

Nach dem Bad sollte auf eine ausreichende Ruhezeit von mindestens einer ½ Stunde geachtet werden.

Hamamelisrinde

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen der Hamamelisrinde nicht bekannt.

Da es sich jedoch um eine Gerbstoffpflanze handelt, kann es bei innerlicher Langzeitanwendung zu Verdauungsstörungen und Leberschäden kommen.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Hamamelisrinde ist als Fertigarzneimittel in Form von Salben und Zäpfchen erhältlich. Weiterhin sind sie auch in Kombination mit anderen Heilpflanzen als Salbe verfügbar. Außerdem erhalten Sie die Rinde in getrockneter Form in Ihrer Apotheke.

Hamamelisrinde besitzt nachweisbar zahlreiche schützende und reparierende Wirkungen auf die Haut und Schleimhaut sowie auf Gefäße. Äußerlich können sie bei kleinen Hautverletzungen, Haut- und Schleimhautentzündungen, Krampfadern und bei Hämorriden eingesetzt werden. Der innerliche Gebrauch der Hamamelisrinde bei Krampfadern und Hämorriden zeigt ebenfalls nachweislich positive Wirkungen.

In der Volksmedizin wird die Hamamelisrinde bei akutem Durchfall und bei Regelbeschwerden eingesetzt.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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