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Hamamelis – Hamamelis virginiana

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 08.03.2016
Hamamelis – Hamamelis virginiana

Mystische Indianerpflanze mit vielfältigen Heilwirkungen

Mit düsterem Gesang begleiteten die indianischen Schamanen die mysteriösen Schwingungen ihrer Wünschelruten, wenn sie auf der Suche nach guten oder schlechten Orten waren. Als Ruten dienten ihnen die Zweige der Hamamelis, auch Zaubernuss genannt. Die indianische Kultur war ursprünglich stark mit einem Götter- und Geisterglauben verknüpft. Deshalb wurden geeignete Rastplätze oder Jagdgründe oft mithilfe einer Wünschelrute ermittelt, im Glauben, die Ruhe von Geistern hierdurch nicht zu stören. In der Zaubernuss schlummern aber auch weltliche Kräfte. Als Heilpflanze wirkt sie gegen äußere Verletzungen und kann zur Hautpflege eingesetzt werden.

Wobei hilft Hamamelis?

Die verschiedenen Wirkstoffe der Hamamelis sind besonders bei entzündlichen Hauterkrankungen hilfreich. Die Blätter und Rinde der Pflanze nützen nachweislich bei Hautverletzungen, Haut- und Schleimhautentzündungen, bei Krampfaderleiden und gegen Hämorrhoiden.

Auch Hamameliswasser hilft bei Hauterkrankungen, gegen Krampfadern nützt es jedoch nicht.

Bestätigte Wirkung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt die äußere Anwendung von Hamamelisblättern und -rinde „bei leichten Hautverletzungen, lokalen Entzündungen der Haut- und Schleimhäute sowie bei Hämorrhoiden und Krampfaderbeschwerden.“
  • Der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) schließt sich dieser Bewertung an geht jedoch weiter. ESCOP befürwortet die innerliche Anwendung ebenfalls „zur symptomatischen Behandlung von Problemen bei Krampfadern sowie Hämorrhoiden.“ Zur äußerlichen Anwendung empfiehlt ESCOP die Wirkstoffe „bei Beulen, Verstauchungen, leichten Hautabschürfungen, lokalen Entzündungen der Haut und Schleimhaut sowie Hämorrhoiden und zur Linderung bei Symptomen von Neurodermitis atopica und bei schweren Beinen.“
  • Hamameliswasser wurde von der Kommission E nicht bewertet. ESCOP bewertet die äußerliche Anwendung „bei Prellungen, Hautrötungen, Sonnenbrand, Insektenstichen, Hämorrhoiden und leicht entzündeter Haut und Schleimhaut“ als positiv.

Wissenswertes über Hamamelis

Wohl wegen seiner mystischen Eigenschaften wird der Hamamelisstrauch nicht bloß (virginische) Zaubernuss genannt, sondern trägt auch die Namen Zauberstrauch, Hexenhaselstrauch oder Zauberhasel. Ganz unabhängig vom Götter- und Geisterglauben setzten die Indianer Nordamerikas den Hamamelisstrauch auch zur Behandlung körperlicher Leiden ein. Auf ihren Streifzügen gerieten sie des öfteren in blutige Auseinandersetzungen mit Mensch und Tier – in der Zaubernuss fanden sie ein wirkmächtiges Geschenk der Natur zur Wundbehandlung und Versorgung von entzündeter Haut, schmerzenden Beinen und sogar Hämorrhoiden. Was die Indianer seinerzeit auf mystische Kräfte zurückführten, gilt heute in der Medizin als wissenschaftlich belegt.

Der Hamamelisstrauch ist anpassungsfähig. Aus seiner nordamerikanischen Heimat fand er erst Mitte des 18. Jahrhunderts den Weg nach Europa und verbreitete sich dort schnell. Heute findet man die Zaubernuss in vielen Gärten und Parks in Europa. Für medizinische Zwecke wird er kultiviert – dies teilweise auch in subtropischen Ländern.

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Botanik der Hamamelis

Seine sommergrünen Blätter verliert der Hamamelisstrauch, der normalerweise 2 bis 3 Meter hoch wächst, im Herbst. Tatsächlich kann er aber auch baumhoch in die Höhe schießen und eine Größe von 10 Metern erreichen. Die Pflanze gehört zu der Familie der Zaubernussgewächse (Hamamelidaceae). An den Zweigen des Strauchs befinden sich wechselständige Blätter, manchmal auch Nebenblätter. Seine Blüten treten entweder zweigeschlechtlich (zwittrig) oder ein-geschlechtlich auf. Sie stehen in kurzgestielten Blütenbüscheln an den nicht belaubten Zweigen und sind von goldgelber Farbe. Die Hamamelisfrucht erinnert an die Haselnuss: Sie ist eine bis zu 1,5 cm lange Kapsel, die bei ihrer Reife aufspringt und unzählige dunkle Samen fortschleudert.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe von Hamamelis

Die medizinischen Wirkstoffe der Zaubernuss sind die Hamamelisblätter (Hamamelidis folium), Hamamelisrinde (Hamamelidis cortex) und das Hamameliswasser (Hamamelidis aqua). 

Die Qualität der Hamamelisblätter ist durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt, die der Hamamelisrinde durch den Deutschen Arznei Codex (DAC).

Die Regelungen des Hamameliswassers fallen sehr unterschiedlich aus und sind in Europa noch nicht eindeutig festgelegt. Dies ist auch der Fall, weil der Wirkstoff aus unterschiedlichen Pflanzenteilen gewonnen werden kann. 

Sowohl Hamamelisblätter als auch die Hamamelisrinde sind reich an Gerbstoffen. Zusätzlich enthalten sie Flavonoide und ätherische Öle.

Hamameliswasser wird durch Destillation gewonnen und enthält keine Gerbstoffe. Es setzt sich aus ätherischen Ölen zusammen.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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   Präparate mit dieser Heilpflanze:
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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.
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