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Grüner Tee – Camelia sinensis

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 07.11.2014
Grüner Tee – Camelia sinensis

Verzicht auf den Fermentierungsprozess und Schutz vor Zellschäden

Vor den Genuss hat die Natur auch beim Grünen Tee den Schweiß gesetzt: Die Mühe des Pflanzens und des Pflückens. Die Teesträucher werden so beschnitten und bepflückt, dass sie gleichmäßig etwa 1 bis 1,5 m hoch bleiben. Das Pflücken ist heute noch meist Handarbeit, denn es erfordert sehr viel Geschicklichkeit und muss sorgsam durchgeführt werden.

Medizinische Wirkungen des grünen Tees

Die wohl bekannteste (medizinische) Wirkung der Grünen Teeblätter ist ihr nachweislich anregender Effekt bei körperlicher und geistiger Ermüdung. Darüber hinaus sind Grüne Teeblätter bei DurchfallerkrankungenHarnsteinen und zur Vorbeugung vor Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) nützlich. Äußerlich können sie bei Hauterkrankungen wie Ekzemen und Neurodermitis sowie bei Verbrennungen hilfreich sein.

Wegen der vorrangigen Bedeutung als Lebensmittel wurden Grüne Teeblätter weder von der Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte noch vom europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) bewertet.

Wissenswertes über den Grünen Tee

Pro Tag kann von einer Person die Menge von etwa 18 bis 24 kg (Frischgewicht) Teeblätter geerntet werden. Die frischen Blätter sind noch geruchslos und die Güte des Tees, der aus ihnen gewonnen wird, hängt sehr wesentlich von der nun folgenden Aufbereitung ab.

Grüner Tee unterscheidet sich vom Schwarzen Tee hauptsächlich durch unterschiedliche Verarbeitungsprozesses bei der Teeherstellung. Auch ist die Spezies meist eine andere (Schwarzer Tee = Camellia sinensis). Da es sich bei Grünem Tee allerdings in erster Linie um ein Lebensmittel handelt, sind die Sorten eher zweitrangig. Grüner Tee kann also auch aus der Pflanze Camellia sinesis gewonnen werden. Entscheidend ist der Herstellungsprozess des Grünen Tees. Die frisch geernteten Blätter werden kurz gedämpft (entweder mit Wasserdampf oder aber in trockener Hitze), dann gerollt und getrocknet. So bleibt die grüne Farbe erhalten und kann durch Behandlung mit Kalk und Indigo noch verstärkt werden. Eine bekannte grüne Teesorte ist der auch in England beliebte „Gunpowder“, dessen Blätter zu kleinen Kugeln gerollt sind.

Manchmal wird der Grüne Tee „Camellia japonica“ auch Japanische Kamelie genannt. Dies hat den Hintergrund, dass die Pflanze zum Beginn des 18. Jahrhunderts nach Europa gelangt und schon bald danach einen sehr großen Bekanntheitsgrad erreichte. Sie wurde die Modeblume des 19. Jahrhunderts. Damals, als es noch keine doppelt verglasten Fenster und Zentralheizungen gab und die Räume kühler und luftfeuchter waren, gehörte die Japanische Kamelie zum festen Bestandteil der „Fensterflora“ und war sozusagen Charakterpflanze der Wintergärten.

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Botanik des Grünen Tees

Der Grüne Tee ist ein langlebiger, immergrüner dicht verzweigter Strauch oder kleiner Baum, der, wenn er nicht zurückgeschnitten wird, bis zu 10 m hoch wachsen kann. Der Grüne Tee gehört zu der Familie der Teestrauchgewächse (Theaceae). Seine Rinde ist an jungen Zweigen hellgrau und glatt, an älteren rotbraun. Die gestielten Blätter der Pflanze sind wechselständig angeordnet, elliptisch und mit einem gezähnten Rand versehen. Sie laufen spitz zu und sind lederig glänzend und von dunkelgrüner Farbe. Die meist rot blühenden nicht duftenden Blüten haben 5 Kelchblätter und bis zu 7 Kronblätter, die am Grund mit zahlreichen Staubblättern verwachsen sind. Aus diesen Blüten reifen im Herbst große, dunkelbraune Samen aus, die von harten Kapseln umgeben sind.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Grünen Tees

Grüne Teeblätter sind medizinischer Wirkstoff und Lebensmittel in einem. Sie werden nach der Ernte kurz gedämpft, dann gerollt, getrocknet und sortiert. Die Verwendung als Lebensmittel steht bei den Grünen Teeblätter unbestritten im Vordergrund. Dennoch verfügen sie zudem über arzneiliche Wirkungen und heißen deshalb in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache auch Theae viridis folium. Die Anforderungen an die Qualität sind allerdings nicht durch Arzneibücher geregelt.

Grüne Teeblätter enthalten reichlich Flavanole (10 bis 25%), Gerbstoffe, Coffein (bis 4,2%), Saponine, Kaffeesäurederivate, anorganische Ionen und ätherische Öle.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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