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Grindelie – Grindelia robusta / Grindelia squarrosa

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 07.11.2014
Grindelie – Grindelia robusta / Grindelia squarrosa

In Deutschland fast unbekanntes Kraut

Haben Sie den Namen Grindelie noch nie gehört? Nein?! So dürfte es vielen Menschen in Deutschland gehen, und das hat durchaus Gründe. Die Heimat der Grindelie liegt im Südwesten der USA und in Mexiko. Dort bekleidet die Heilpflanze zwar einen nicht verachtenswerten Stellenwert in der Volksheilkunde. Zu großen Ruhm hat es der Korbblütler allerdings (noch) nicht gebracht – dass allerdings zu unrecht.

Wobei kann Grindelie helfen?

Das Grindeliakraut eignet sich zum therapeutischen Einsatz besonders gut bei hartnäckigem, festsitzendem Husten. Es hilft nachweislich bei Entzündungen der oberen Luftwege.

Für die therapeutischen Anwendung „bei Katarrhen der oberen Luftwege“, hat die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte das Grindeliakraut positiv bewertet.

Wissenswertes über die Grindelie

Die Indianer im Süden Nordamerikas und in Mexico schrieben der Grindelie entgiftende Eigenschaften, z.B. gegen Pfeilgifte zu, und setzten sie zur Wundheilungsförderung ein.

Der Gattungsname Grindelia geht übrigens auf einen deutschen Botaniker, Arzt und Apotheker D. H. von Grindel zurück, der die Pflanze in der „Neuen Welt“ wahrscheinlich als Erster botanisch beschrieb.

Genau genommen können jedoch zwei verschiedene Grindelia-Arten medizinisch verwendet werden. Dazu gehören die am häufigsten eingesetzte Grindelia robusta und/ oder die Grindelia squarrosa. Beide Pflanzen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Botanik kaum. Was jedoch für ihren Einsatz als pflanzliches Arzneimittel entscheidend ist, ist der Gehalt an wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffen. Verbraucher müssen sich jedoch keine Sorgen machen, denn in Deutschland sind die Anforderungen an Qualität und Höhe der Inhaltsstoffe der allermeisten offiziell anerkannten Heilpflanzen in Arzneibüchern geregelt. Dies ist auch bei der Grindelie der Fall.

Wer die hübsch blühende Grindelie im heimischen Kräutergarten anbauen möchte, sollte einige Besonderheiten beachten. Die Heilpflanze bevorzugt warme und vollsonnige Standorte. Im Schatten verkümmert sie leicht. Außerdem mag sie trockene, nährstoffarme Böden lieber als sehr Feuchte.

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Botanik der Grindelie

Die Grindelie ist eine aufrecht wachsende zwei- bis mehrjährige Heilpflanze, die bis zu 1 Meter hoch wachsen kann und aus der Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae) stammt. Ihre Blätter sind wechselständig angeordnet und können eine Länge von bis zu 7 cm erreichen. Sie sind von lineal-lanzettlicher Form, können aber auch eiförmig oder lang-eiförmig vorkommen. Am Stängelende sitzen üblicherweise mehrere, einzelne Blütenköpfchen, die einen Durchmesser von bis zu 3 cm haben. Die äußeren Kelchblätter sind sehr klebrig. An diesen Blütenkelchen bilden sich Harze. Die darüber liegenden Strahlenblüten hingegen sind von leuchtend gelber Farbe und können bis zu 1,5 cm groß werden. Im Herbst entwickeln sich aus den Blüten die Samen, die zur Fortpflanzung der Pflanze dienen.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe der Grindelie

Zu medizinischen Zwecken wird das getrocknete Kraut der Grindelie verwendet. Es wird während der Blütezeit geerntet und setzt sich aus den Stängelspitzen, Blüten und Blättern von Grindelia robusta und/ oder Grindelia squarrosa zusammen. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißt das Grindeliakraut Grindeliae herba. Anforderungen an die Qualität des Wirkstoffes sind im Deutschen Arzneibuch (DAB) festgelegt.

Das Grindeliakraut ist eine der wenigen krautigen Heilpflanzen, die einen hohen Harzanteil besitzen. Dieser liegt zwischen 10 und 20%, wobei die harzartige Diterpensäure (Grindeliasäure) den höchsten Anteil an Harzsäuren einnimmt. Daneben enthält das Grindeliakraut wertvolle Phenolcarbonsäuren, ätherische Öle, Triterpensäuren, Bitterstoffe und Gerbstoffe.

Foto: Wikipedia©Miwasatoshi

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.