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Granatapfel – Punica granatum

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 07.11.2014
Granatapfel – Punica granatum

Vitaminreiches Lebensmittel und schützender Wirkstoff für Gefäße und Leber

Granatäpfel sind längst Stammgäste in hiesigen Supermärkten. Die süße Frucht ist (neben anderen Pflanzenteilen) bei vielfältigen Beschwerden ein beliebter Wirkstoff in der TCM und im Ayurveda, in der hiesigen Naturheilkunde steht der Granatapfel allerdings derzeit noch auf dem Prüfstand. Aber die Chancen stehen gut, dass der Granatapfel in naher Zukunft an medizinischer Bedeutung gewinnen wird. 

Wogegen hilft Granatapfel?

So bescheinigen jüngere Untersuchungen der Granatapfelfrucht eine vorbeugende Wirkung gegen Arterienverkalkung (Arteriosklerose) und einen Schutz vor Leber- und Herz-Kreislauferkrankungen.

Allerdings wurde der Granatapfel als medizinischer Wirkstoff bislang von keiner offiziellen medizinischen Institution zur Freigabe als Arzneimittel abgesegnet. Die Granatapfelfrucht gilt daher per Definition als Lebensmittel und kann daher als Zubereitung lediglich als Nahrungsergänzungsmittel bezogen werden.

Wissenswertes über den Granatapfel

Durchforstet man das Internet nach dem wissenschaftlichen Namen des Granatapfels oder präziser: seiner Früchte (Punicae granati fructus), stößt man unter den ersten Suchergebnissen auf allerlei chinesische Quellen. Warum ist das so?

In der Tat ist der Granatapfel in asiatischen Medizinsystemen als pflanzliche Arznei weitaus bekannter als in Deutschland und Europa. Der Granatapfel gehört in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), Ayurveda und der Tibetischen Medizin zu den ganz alten Heilmitteln. So wurde die Rinde des Granatapfelbaums wahrscheinlich schon vor mehreren tausend Jahren in der gegen Band- und Spülwürmer eingesetzt. Die Granatapfelschale setzen Heilkundige bis heute gerne gegen Durchfallerkrankungen ein. In der Tibetischen Medizin werden hingegen die Früchte verwendet und beispielsweise bei Magen- und Lebererkrankungen gebraucht.

Die eingesetzten Pflanzenteile des Granatapfels variieren damit um ihrer medizinischen Verwendung (Früchte, Rinde, Schale).

In der westlichen Pflanzenheilkunde kennt man diese Wirkstoffe und hat sie nach wissenschaftlichen Standards geprüft. Am besten untersucht sind die Granatapfelfrüchte und die Schale. Aber auch die Verwendung der Granatapfelrinde gegen Würmer, oder die traditionelle Anwendung der Granatapfelschale bei Durchfall erscheint wegen der enthaltenen Inhaltsstoffe durchaus plausibel. Zukünftige Untersuchungen könnten deren Wirksamkeit belegen.

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Botanik des Granatapfels

Der Granatapfel ist meist ein kleiner Baum, seltener ein Laubbusch, der eine Wuchshöhe von bis zu fünf Metern erreichen kann und sogar eine eigene Familie bildet: die Granatapfelgewächse (Punicaceae). Die Rinde des Granatapfelbaums ist dünn, glatt und grau-braun. Seine dünnen Äste und Zweige sind dicht beblättert und sind mit meist gegenständigen Laublättern versehen, die eine oval-längliche Form besitzen. An den Zweigendenden entfalten die eindrucksvollen, scharlachroten, knittrig aussehenden Blüten ihre Pracht in den Monaten April bis Mai/Juni. Aus ihren entstehen die orangenähnlich aussehenden Früchte, die in der Mitte des Blütenkelchs mit einer ledrigen Rinde überzogen ist. Schneidet man die Frucht auf, so gibt sie ihr rosig bis pinkfarbiges Fruchtfleisch frei.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe

Der in Europa medizinisch eingesetzte Pflanzenteil des Granatapfels ist die frische Frucht bzw. das Fruchtfleisch mit Schale, manchmal auch Granatapfelkerne genannt. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißt die Granatapfelfrucht Punicae granati fructus cum pericarpium. Manchmal wird der Wirkstoff zudem kurz Punicae granati fructus genannt.

Bislang wird die Qualität des Wirkstoffs noch nicht durch ein Arzneibuch geregelt.

Granatapfelfrüchte sind reich an B-Vitaminen, verfügen über Vitamin C, Polyketden, Aminosäuren, Fruchtsäuren, Gerbstoffen, Pektinen und enthalten Proteine.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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