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Curcuma-Wurzel

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 04.07.2014
Curcuma-Wurzel

Aromatische Wurzel für eine gute Fettverdauung

Der medizinische Wirkstoff der Gelbwurz und der Javanischen Gelbwurz ist ist der getrocknete Wurzelstock: Die Curcuma-Wurzel. Curcuma ist nachweislich bei Verdauungsbeschwerden (Dyspepsie) wirksam, die sich durch Unverträglichkeit von fettreichen Lebensmitteln, Blähungen und frühzeitiges Völlegefühl äußern.

Die Extrakte aus der Curcuma-Wurzel wirken nachweislich auf die Gallensaftproduktion und den Gallenfluss. Die Galle ist maßgeblich an der Fettverdauung beteiligt, daher eignet sich der Wirkstoff sehr gut zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden. Wegen seiner gelben Färbeeigenschaft und milden Wirkung auf die Verdauung ist Kurkuma in zahlreichen Curry-Gewürzmischungen enthalten.

In der Volksmedizin wird der Curcuma-Wurzel innerlich bei Oberbauchschmerzen, Durchfall, Wassersucht, Bronchitis, Erkältungen, Würmern, Lepra, Blasen- und Nierenentzündungen sowie bei Kopfschmerzen eingesetzt.

Äußerlich findet Curcuma bei entzündeten Wunden, eiternden Augenentzündungen, Prellungen und Entzündungen der Mundschleimhaut Einsatz.

Auf einen Blick:

Curcuma-Wurzel/Javanische Gelbwurzwurzel

  • Wirkt: galletreibend, fördernd auf die Gallenblasenentleerung, entzündungshemmend, gegen Bakterien und Viren, leberschützend, antioxidativ
  • Kann eingesetzt werden: bei Verdauungsbeschwerden

Inhaltsstoffe der Curcuma-Wurzel/Javanischen Gelbwurz

Die verdauungsfördernden Eigenschaften von Curcuma gehen vor allem auf zwei Inhaltsstoffe zurück. Zum einen Curcuminoide mit der wichtigen Komponente Curcumin und die ätherischen Öle, vor allem Tumeron. In ihrem Zusammenspiel wirken diese beiden Inhaltsstoffe in erster Linie auf die Gallenblase. Dort bewirken sie eine gesteigerte Gallensaftbildung und gleichzeitig eine schnellere Entleerung der Galle und unterstützen dadurch die Fettverdauung.

Darüber hinaus verfügen speziell die enthaltenen Curcuminoide über weitere wichtige Wirkungen. In Versuchen konnte beispielweise nachgewiesen werden, dass der Inhaltstoff Curcumin, dazu in der Lage sein kann, dass sich HI-Viren (HIV) langsamer vermehren. Diese Wirkung könnte in Zukunft von großer Bedeutung werden.

Allerdings wurde den Curcuminoiden auch eine Antikrebswirkung nachgewiesen. Untersuchungen zeigten, dass die Inhaltsstoffe verhindern können, dass sich krebsauslösende Substanzen an der Erbsubstanz (DNA) ablagern. Außerdem zeigten die Curcumionoide positive Effekte bei der Behandlung von Dickdarmkrebs.

Wirkung bei Verdauungsproblemen

Hilfreich für die Fettverdauung

Die Curcuma-Wurzel besitzt zahlreiche positive Wirkungen für die Gesundheit. Besonders effektiv ist aber ihr Nutzen gegen Verdauungsprobleme. Besonders dann, wenn es um die Verdauung fettreicher Speisen oder um Funktionsstörungen der Gallenblase geht. An dieser Wirkung Curcuminoide und ätherische Öle beteiligt. Sie wirken nachweislich auf die Leber, regen dort die Gallenblasentätigkeit an und fördern so den Gallenfluss.

Die Galle ist wiederum wichtig für die Fettverdauung. Gerade nach einer opulenten, fettreichen Mahlzeit kommt es häufig zu Blähungen und Völlegefühl.

Die Inhaltsstoffe von Curcuma bewirken einerseits, dass die Gallensaftbildung steigt und zudem, dass die Gallenblase schneller entleert wird. Die saure Galle wird anschließend vermehrt in den Darm transportiert und bewirkt dort, dass die Fette (Lipide) gespalten werden und sich so schneller im Darm verteilen. Dieser Vorgang bewirkt, dass der pH-Wert des Darms angehoben wird. Jetzt können kleine verdauungsfördernde Eiweißstoffe (Enzyme) ihre Wirkung voll entfalten und steigern die Darmaktivität.

Auf diese Weise fördert der Curcuma die körpereigene Verdauung und kann bei Menschen, die für Verdauungsbeschwerden anfällig sind, für eine verbesserte Lebensqualität sorgen.

Curcuma-Wurzel
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Darreichungsform und Dosierung der Curcuma-Wurzel

Kurkumatee

Curcuma-Wurzel kann bei Verdauungsproblemen wie Blähungen oder Völlegefühl ein hilfreiches pflanzliches Arzneimittel darstellen. Überbrühen Sie auf einen ½ Teelöffel (1 g) Curcumawurzelstock oder Javanische Gelbwurz mit 1 Tasse (150 ml) heißen Wassers. Lassen Sie den Tee 5 Minuten ziehen, bevor Sie die Wurzel durch ein Teesieb absieben.

Dosierung

Trinken Sie jeweils ½ Stunde vor den Mahlzeiten bis zu 3-mal täglich eine Tasse Kurkumatee.

Curcumawurzel

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (1,5 bis 3 g) nicht bekannt.

Bei Langzeitanwendung oder bei der Einnahme zu großer Mengen kann es allerdings zu Magen-Darmbeschwerden kommen.

Vorsicht ist ebenfalls geboten, wenn Sie an Leber- oder Gallenwegserkrankungen leiden. Bei Gallensteinen kann es zu Gallenkoliken kommen. In jedem Fall sollten Sie bei jeglichen Leber- und Gallenproblemen die Curcuma-Wurzel nur nach vorheriger Rücksprache mit ihrem Arzt anwendungen.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus dem Curcumawurzelstock sind als Fertigarzneimittel in Form von Hartkapseln oder als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

 

Quellen:
  • Jänicke CJ, Grünwald J, Brendler T: Handbuch Phytotherapie. Stuttgart 2003
  • Teuscher E, Melzig MF, Lindequist U: Biogene Arzneimittel. 6. Auflage, Stuttgart 2004

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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