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Gelbwurz - Curcuma longa

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 18.09.2014
Gelbwurz - Curcuma longa

Aromatische Gewürzpflanze und Verdauungsmedizin

Die Gelbwurz (Curcuma longa) ist vor allem durch ihre Verwendung in Rezepten aus der indischen Küche bekannt. Es ist der gemahlene Wurzelstock der Pflanze, der Curry-Gewürzmischungen ihre typisch gelbe Farbe verleiht. Als Bestandteil dieser Mischung ist die Gelbwurz auch unter den Namen Curcuma oder Kurkuma bekannt. Der Farbstoff Kurkumin dient in der Lebensmittelindustrie auch zum Färben von Teigwaren und Marmeladen. Aber auch der Gesundheit kann die Gelbwurz sehr nützlich sein.

Auch die Javanische Gelbwurz (Curcuma xanthorrhiza) kommt aus Südostasien und besitzt einen gelben Wurzelstock, der an die Ingwerwurzel erinnert. Gelbwurz wird darum übrigens auch Gelber Ingwer genannt. Das ist kein Zufall, denn beide Pflanzen gehören botanisch gesehen den Ingwergewächsen an. In der Pflanzenheilkunde wird sie ganz genau wie ihre enge Verwandte Curcuma longa verwendet. 

Wobei hilft die Gelbwurz?

Kurkuma-Wurzel wirkt nachweislich positiv bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl, weil der Wirkstoff die Gallensaftproduktion und den Gallenfluss fördert und dadurch die Fettverdauung erleichtert. Das gilt für beide Gelbwurz-Arten gleichermaßen. Regelmäßig vor den Mahlzeiten als Tee genossen, bringt Curcuma die Verdauung in Schwung und hilft bei der beschwerdefreien Aufnahme opulenter und fettreicher Speisen. Möglicherweise verhindert Kurkuma auch das Entstehen von Gallensteinen.

Der Wurzelstock der Heilpflanze kann als Tee aufgekocht werden, es wird aber empfohlen, auf Fertigarzneimittel zurückzugreifen, da sich die wirksamen Inhaltsstoffe nur in schlecht in Wasser lösen. Alles zur Wirkung und Anwendung der Kurkuma-Wurzel können Sie hier nachlesen

Bestätigte Wirkung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) befürworten Einsatz des Curcumawurzelstocks und der Javanischen Gelbwurz bei „dyspeptischen Beschwerden.“

Wissenswertes über die Gelbwurz

Die Gelbwurz hat neben den Gebrauch als Gewürzpflanze einiges zu bieten. Sie ist ein Ingwergewächs und auch mit dem Galgant (Alpinia offizinalis) verwandt. Es bestehen somit durchaus gewisse Parallelen im Geschmack, im Aroma und besonders in der Wirkung auf die Verdauungsorgane. In den Pflanzenportrais (Monographien), die im Rahmen der Arzneimittelgesetzgebung für Heilpflanzen erstellt wurden, werden für die beiden Gelbwurz-Arten ebenso wie für Ingwer (Zingiber officinalis) und Galgant „dyspeptische Beschwerden“ als Anwendungsgebiet genannt, Verdauungsstörungen also. Bei der Gelbwurz ist diese Wirkung auf die Eigenschaft, positiv auf die Galle zu wirken, zurückzuführen.

Allein schon deshalb ist es überlegenswert, der Verwendung der Javanischen Gelbwurz in der Küche mehr Möglichkeiten zu eröffnen und dadurch das persönliche Wohlbefinden zu verbessern. Geschmacklich unterscheiden sich beide Wurzeln allerdings ein wenig. So ist Curcuma longa sehr viel bitterer als seine Javanische Verwandte.

Der Wurzelstock der Gelbwurz ist sehr stärkehaltig und dient deshalb in den Anbauländern wie Java, den Philippinen, Indien, China und in Südamerika oft der Gewinnung von Stärke. 

Die ursprüngliche Heimat beider Gelbwurz-Arten lassen sich nicht mehr lokalisieren, denn zu lange wird sie bereits kultiviert. Die Araber sollen es gewesen sein, die die Gelbwurz, wie so viele andere Gewürze und Heilkräuter im Mittelalter aus Südostasien nach Europa gebracht haben. Mitte des zwölften Jahrhunderts soll die Wurzel auch in Deutschland bekannt geworden sein.

Etwas überraschend ist, dass weder die Heilige Hildegard von Bingen noch andere Gelehrte und Mediziner wie Leonhart Fuchs die Gelbwurz in ihren Schriften erwähnten. Die Verwendung als Gewürz dürfte in der Vergangenheit dominiert haben.

Bemerkenswert ist eine botanische Eigenschaft der Javanischen Gelbwurz: Die Blätter der Pflanze sind bis zur Hälfte miteinander verwachsen und nach oben hin etwas eingerollt. In den sich dadurch herausbildenden Taschen sammelt sich Regenwasser. In diesem Wasser entwickeln sich die Blüten und vergehen. Auch die Früchte reifen im Wasser und werden am Ende des Prozesses vom Wasser so aufgeweicht, dass die Samen der inzwischen entstandenen gelartigen Masse leicht entgleiten können.

Der Name Curcuma bzw. Kurkuma lässt sich sprachhistorisch auf das altindische Wort kunkuman (Safran) zurückverfolgen. Als Gattungsname bezieht sich Kurkuma also auf das satte Safrangelb der Wurzel, das auch zum Färben von Lebensmitteln und Textilien genutzt werden kann. 

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Botanik der Gelbwurz

Die Gelbwurz ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Ihre aufrecht wachsenden Stängel mit Blättern können bis zu 1,2 Meter lang werden. Auf dem langen kräftigen Blattstiel entspringen die unten schmalen eiförmig-lanzettlichen Blätter, die ganzrandig und dünn sind. Der Hauptwurzelstock besteht aus zahlreichen dicken knolligen Wurzeln. Sie sind oftmals am Ende der Wurzel zusätzlich knollig verdickt. Nebenwurzelstöcke (Nebenrhizome) hingegen sind von länglicher, fingerförmiger Gestalt.

Direkt auf dem Wurzelstock befinden sich die zapfenartigen Blüten. Sie sitzen auf einem von Blattstielen umschlossenen Stängel und erreichen eine Länge von bis zu 15 cm. Die Blüte selbst bildet sich aus hellgrünen Hochblättern, die sich zu Taschen vereint haben und weißlich bis rötlichen Deckblättern. Die Einzelblüten hingegen sind meist gelb, seltener weißlich, bestehend aus einem dreilappigen Kelch und einer dreizipfeligen Krone. Aus ihr entwickeln sich die kugeligen Früchte der Gelbwurz.

Die Javanische Gelbwurz kann eine Höhe von bis zu 1,75 m erreichen. Die langen, dünnen Blätter der Pflanzen sind bis zur Hälfte miteinander verwachsen und nach oben hin etwas eingerollt. Sie sitzen auf dem Wurzelstock (Rhizom).

In den sich dadurch hausbildenden Taschen sammelt sich Regenwasser. In diesem Wasser entwickeln sich die Blüten und vergehen. Auch die Früchte reifen im Wasser und werden am Ende des Prozesses vom Wasser so aufgeweicht, dass die Samen der inzwischen entstandenen gallertartigen Masse leicht entgleiten können. Das knollige und dicke Rhizom ist von eiförmiger Gestalt und besitzt zahlreiche Wurzeln und viele dünne Nebenrhizome.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe der Gelbwurz

Zu medizinischen und pharmazeutischen Zwecken wird der getrocknete, geschnittene Wurzelstock (Rhizom) der Gelbwurz verwendet. Manche Autoren bezeichnen den Wirkstoff daher schlicht als „Gelbwurz“. In den meisten Fällen wird jedoch die deutsche Bezeichnung Curcumawurzelstock gewählt, die eine bessere Abgrenzung von der Javanischen Gelbwurz ermöglicht. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißt der Curcumawurzelstock Curcumae longae rhizoma. Die Qualität des Curcumawurzelstocks ist im Deutschen Arznei Codex (DAC) festgelegt.

Die gängige Bezeichnung der Javanischen Gelbwurzwurzel ist identisch mit dem Pflanzennamen. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißt sie Curcumae xhanthorrhizae rhizoma. Ihre Qualität ist im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt.

Die Curcuma-Wurzel ist reich an ätherische Ölen, Stärke und enthält Curcuminoide und Kaffeesäurederivate.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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