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Flohkraut – Plantago psyllium und Plantago indica

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Geschrieben von 2013-10-16
Zuletzt aktualisiert am 2013-11-0404.11.2013
Flohkraut – Plantago psyllium und Plantago indica

Natürliche Ballaststoffe für einen gesunden Darm

Flöhe haben nichts mit Pflanzen zu tun – warum also dieser eigentümliche Name: Flohkraut? Tatsächlich hat das Flohkraut nichts mit den kleinen, unbeliebten und beißenden Tierchen zu tun. Es ist schließlich eine Pflanze. Die Gestalt ihrer Samen erinnert allerdings an kleine Flöhe.

Wogegen hilft Flohkraut?

Die medizinischen Wirkungen der Flohsamen konzentrieren sich auf den Darm und entfalten dort ihre regulierenden Eigenschaften. Flohsamen wirken nachweisbar gegen chronische Verstopfung und können zur Erleichterung des Stuhlabgangs auch während der Schwangerschaft eingesetzt werden. Sie sind zur Daueranwendung geeignet. Gleichzeitig nützt der Wirkstoff bei Durchfall und insbesondere dann, wenn der Darm gereizt ist. Aus diesem Grund können Flohsamen hervorragend beim Reizdarm-Syndrom verwendet werden.

Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung der Flohsamen „bei habitueller Obstipation und Colon irritabile“. Der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) empfiehlt diese Anwendung ebenso.

Wissenswertes über das Flohkraut

Um sich Inhalte oder Gegenstände merken zu können, haben Menschen schon immer gerne Versinnbildlichungen, Visualisierungen, Gerüche und Reime als „Eselsbrücken“ gebraucht. Aus solchen „Eselsbrücken“ resultiert wahrscheinlich auch der Name des Flohkrauts das schon seit der Antike in Europa bekannt ist. Seinen Weg nach Deutschland hat die Pflanze wahrscheinlich im frühen Mittelalter gefunden. Das floh-ähnlich aussendende Samenkorn kann also auf eine lange Tradition zurückblicken.

Bei der Durchsicht von Geschichtsbüchern über Heilpflanzen wird man jedoch eher selten über die Pflanze fündig. Auch heute gehört das Flohkraut zu den weniger bekannten Heilpflanzen, obwohl es ganz und gar nicht unbedeutend ist.

Über die Gründe seines „Schattendaseins“ lässt sich nur spekulieren.

Die kleinen Samen der Heilpflanze sind besonders reich an Ballaststoffen und Schleimstoffen. Im Mittelalter ernährten sich die Menschen anders als sie dies heute tun. Pflanzliche Nahrung stand früher für den überwiegenden Teil der Bevölkerung im Vordergrund und sie verzehrten dadurch ausreichend Ballaststoffe. Heute ernähren sich viele Menschen ballaststoffarm, was beispielsweise zu einer gestörten Darmfunktion führen kann, und das Flohkraut als ballaststoffreiche Heilpflanze in der heutigen Zeit interessanter für die Menschen macht als vor 100 Jahren.

In der Tat kann die zarte Heilpflanze einen wertvollen Beitrag für eine gesunde Ernährung leisten. Ihre Samen machen lange satt und verfügen darüber hinaus über vielfältige positive Eigenschaften für die Gesundheit.

Nicht zu verwechseln ist das Flohkraut mit seinem indischen Verwandten, das Indisches Flohsamenkraut heißt. Beide Pflanzen haben vergleichbare Eigenschaften aber es handelt sich um 2 unterschiedliche Arten.

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Botanik des Flohkrauts

In Europa gibt es zwei Flohkraut-Arten, die beide als Arzneipflanze zugelassen sind und ähnlich aussehen. Dazu gehören die Sorten Plantago psyllium (Synonym: P. afra) und Plantago indica (Synonym: P. arenaria).

Unabhängig von der Sorte ist das Flohkraut eine kleine strauchartige Pflanze, die eine Wuchshöhe bis zu 50 cm erreicht. Es gehört zu der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Das nahezu stängellose Kraut wächst meist in mehreren Rosetten. Seine geraden oder lanzettigen Blätter sind wollig behaart und zahlreich. Die Blüten des Flohkrauts sind länger als die Blätter und befinden sich in zylindrischen Schäften. Aus ihnen entwickeln sich zahlreiche Ähren in denen sich viele 2 mm große Samen befinden.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Flohkrauts

Die therapeutisch eingesetzten Pflanzenteile des Flohkrauts sind seine getrockneten und reifen Samen. Sie werden Flohsamen genannt, sind zudem in mancher Literatur unter den Namen Psyllium oder Wegerichsamen zu finden. Der wissenschaftliche Name der Flohsamen lautet Psyllii semen, aber auch hier trifft man manchmal auf einen anderen Namen, wie z.B. Psyllium.

Nicht zu verwechseln sind die Flohsamen mit den Indischen Flohsamen. Deren wissenschaftliche Bezeichnung lautet: Plantaginis ovatae semen.

Die Qualität der Flohsamen ist durch das Europäische Arzneibuch (Ph. Eur.) geregelt. Flohsamen zeichnen sich durch ihren hohen Ballaststoffgehalt aus, die in medizinischer Literatur zumeist als Quellstoffe und als Schleimstoffe benannt werden.

Darüber hinaus enthalten die Flohsamen Iridoide, Pyridinalkaloide, Proteine und fettes Öl.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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