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Fichte – Picea abies

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 11.09.2014
Fichte – Picea abies

Die Fichte: Ein Symbol der Kraft und Lebensfülle

Die Fichte (Picea abies) gehört seit vielen Jahrhunderten zu unserem ökologischen Bestandsschatz und ist in nahezu jedem Nadelwald anzutreffen. Die Wirkstoffe des Baumes können bei Atemwegserkrankungen, Rheuma, Muskel- und Nervenschmerzen sehr hilfreich sein.

Die Heilkraft der Fichte

Fichtenspitzen und Fichtennadelöl, das sind die wirksamen Pflanzenteile der Fichte, haben eine ähnliche inhaltsstoffliche Zusammensetzung und können daher bei den gleichen Anwendungsgebieten zum Einsatz kommen. Beide Wirkstoffe helfen nachweislich gegen entzündliche Beschwerden der Atemwege

Außerdem können Fichtenspitzen und Fichtennadelöl sehr gut bei Muskelschmerzen eingesetzt werden. Fichtenspitzen und Fichtennadelöl helfen erwiesenermaßen bei rheumatischen Beschwerden und Nervenschmerzen.

Anerkannte medizinische Anwendung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung beider Wirkstoffe. Sie empfiehlt Fichtenspitzen und Fichtennadelöl „innerlich bei Katarrhen des Respirationstraktes und äußerlich bei leichten rheumatischen oder neuralgischen Schmerzzuständen.“

Wissenswertes über die Fichte

Bei den Nordgermanen galt die Fichte als Symbol für Kraft, Lebensfülle und Hoffnung. Im 16. und 17. Jahrhundert kam die Fichte schließlich wie die Tanne auch als Zimmerpflanze in Mode. Der Tannenbaum erfüllte seinerzeit allerdings ganz pragmatische Gründe: Er wurde zur Verbesserung der Raumluft und vielleicht auch aufgrund seiner (damals noch unentdeckten) Wirkung gegen Krankheitserreger ins Haus geholt. Der Weihnachtsbaumschmuck kam erst sehr viel später hinzu.

Die Fichte wächst heute in ganz Nord- und Mitteleuropa sowie in Russland und dient neben der Verwendung als Heilpflanze auch als schnell nachwachsendes Baumaterial oder zur Papierherstellung. Manchmal wird sie auch als Rotfichte oder fälschlicherweise als Rottanne bezeichnet. Ihr botanischer Name (Picea) leitet sich von „harzhaltig“ ab.

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Botanik der Fichte

Die Fichte kann eine erstaunliche Höhe von 30 bis 60 Metern erreichen und gehört zu der Familie der Kieferngewächse (Gymnospermae). Der Stamm der Fichte kann einen Durchmesser von bis zu zwei Metern erreichen. Seine Rinde oder Borke ist braunrot, im Alter auch schuppig und rissig. Oft beginnt sich der Stamm schon am Boden zu verzweigen. An ihm entspringen beinahe im rechen Winkel die Äste. Die jungen Triebe haben eine rötliche Farbe, die älteren eine bräunliche.

An den Ästen entwickeln sich männliche und weibliche Blüten. Die männlichen sind rot und erscheinen als kurz gestielte Kätzchen. Die weiblichen Blüten (Zapfen) sind walzen- und eiförmig. Sie stehen an den Trieben des Vorjahres und fallen später ganz ab. In ihnen befinden sich die kleinen Samen, die sich unter etwas größeren Flügeln verstecken.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe der Fichte

Die medizinisch verwendeten Wirkstoffe sind (frische) Fichtenspitzen und Fichtennadelöl. Letzteres wird durch Wasserdampfdestillation aus den frischen Nadeln, Zweigspitzen und Ästen der Fichte gewonnen. Fichtenspitzen heißen in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Piceae turiones recentes, Fichtennadelöl wird als Piceae aetheroleum bezeichnet. Die Qualität der Fichtenspitzen ist durch kein Arzneibuch geregelt. Das des Fichtennadelöls durch das Deutsche Arzneibuch (DAB). Die Wirkstoffe der Fichte sind reich an ätherischen Ölen. Die wichtigsten Komponenten heißen Bornylacetat und Borneol. Daneben enthalten die Fichtenspitzen auch Flavonoide und Vitamin C.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.