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Engelwurz / Angelika – Angelica archangelica

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Geschrieben von Redaktion
Zuletzt aktualisiert am 18.11.2012
Engelwurz / Angelika – Angelica archangelica

Uralte Heilpflanze der nordischen Völker

Die Angelika, die meistens Engelwurz genannt wird, taucht in den Schriften der Heilkundigen der Antike nicht auf. Das hat einen einfachen Grund: Die Pflanze gedieh seinerzeit ausschließlich im hohen Norden Europas. In Skandinavien und auf Grönland und Island. In der Volksmedizin der nordischen Völker war die Engelwurz aber eine sehr geschätzte Heilpflanze.

Die Heilkraft der Engelwurz

Während die Engelwurz in früherer Zeit die Aura eines Allheilmittels besaß, das bis hin zur Beulenpest bei vielen Krankheiten Verwendung fand, beschränkt sich die moderne Naturheilkunde vor allem auf ihre Anwendung bei allen Arten von Magen-Darmbeschwerden und Appetitlosigkeit

Die Pflanze ist reich an Bitterstoffen, die anregend auf die Verdauungssäfte wirken. So wird die Produktion der Säfte des Magens, der Bauchspeicheldrüse und der Galle angeregt. Diese Vorgänge helfen dabei, die aufgenommene Nahrung schneller und effektiver zu verarbeiten und Blähungen und Völlegefühl zu lindern. Außerdem regt Engelwurz die Speichelproduktion an: Wir bekommen Hunger.

In der Apotheke ist der Wirkstoff der Engelwurz in Form von Tropfen gegen Verdauungsbeschwerden erhältlich. Außerdem bekommen Sie dort getrocknete Angelikawurzel, mit der sich hilfreiche Hausmittel wie Engelwurztee herstellen lassen

Bestätigte Wirkung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung der Angelikawurzel „zur Therapie bei Appetitlosigkeit, dyspeptischen Beschwerden wie leichte Magen-Darm-Krämpfe, Völlegefühl und Blähungen.“

Detailliertere Infos und Rezepte finden Sie in unserem Wirkstoffartikel zur Angelikawurzel.

Wissenswertes über der Engelwurz

Wahrscheinlich waren es die Wikinger, die die Engelwurz im frühen Mittelalter nach Mitteleuropa brachten. Seither ist sie auch aus der Naturapotheke südlicherer Gefilde nicht mehr wegzudenken. Man verehrte die Pflanze als Sinnbild des Heiligen Geistes, was erklärt, warum sie unter den Heilkundigen Mitteleuropas lange Zeit als DAS Allheilmittel schlechthin galt. Dazu gehörten auch die klösterlichen Gelehrten in Deutschland.

Seit etwa dem 14. Jahrhundert wurde die Engelwurz in Klostergärten kultiviert. Die Mönche brauten „himmlische“ Schnäpse aus der Wurzel, den Früchten und dem Kraut der Pflanze. Der Bedarf war groß, galt die Engelwurz doch als eine wirksame Medizin gegen die Pest. Außerdem trugen die Menschen das Gewächs als Schutz gegen Teufel, Dämonen und Hexen in Form von Kränzen an ihrem Leib. Diese abergläubische Nachfrage für Engelwurz führte beinahe zu ihrer Ausrottung.

Heute haben sich ihre Bestände wieder erholt und die Pflanze kommt wildwachsend an der Nord- und Ostseeküste bis in die nördlichen Regionen Skandinaviens vor. Zusätzlich wird sie für Arzneizwecke angebaut.

Wohl weil die Menschen früher eine enge Verbindung zwischen der Angelikawurzel und dem Erlöser gesehen haben, erhielt die Pflanze viele Namen religiöser Färbung. Zu ihnen zählen Brustwurz, Gartenangelika, Giftwurz, Glückenwurzel, Heiligenbitter, Heiligengeistwurzel und Zahnwurzel.

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Botanik der Engelwurz

Die Angelika (Engelwurz) wächst zwischen 50 cm und 2,5 Metern hoch und gehört zu der Familie der Doldenblütengewächse (Apiacae). Sie hat einen kurzen Wurzelstock, der sehr kräftig und von fleischigen, langen Faserwurzeln durchzogen ist. Der oft bis zu 30 cm dicke, aufrechte und stielrunde Stängel ist mit breiten Rillen durchzogen, innen hohl und verbreitet sich nach oben hin ästig.

Die unteren Blätter können eine Länge von fast 1 Meter erreichen, sind gefiedert und sind wie der Stängel innen hohl. Nach oben hin werden die Blätter deutlich kleiner.

Aus 20 bis 40 Dolden kann sich die Blüte der Engelwurz zusammensetzten, wobei Hüllen und Hüllchen fehlen. Selbst die Früchte erreichen eine für die meisten Pflanzen riesige Größe. Sie können fast 1 cm lang und bis zu 0,5 cm breit werden.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe 

Die Angelika hat insgesamt vier medizinische Wirkstoffe, von denen aber nur ein einziger offiziell anerkannt ist – die Wurzel (Angelicae radix). Für alle übrigen Wirkstoffe zu denen Angelikaöl, Angelikafrüchte und Angelikakraut gehören, gibt es keine offizielle Empfehlung. Die Qualität der Angelikawurzel ist durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Sie enthält ätherisches Öl mit den Hauptkomponenten α- Phellandren, β-Phellandren und α-Pinen. Zusätzlich verfügt die Angelikawurzel über Bitterstoffe und Cumarine.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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   Präparate mit dieser Heilpflanze:
* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Studien zu Engelwurz / Angelika – Angelica archangelica

Studientitel
Effect of ferulic acid and Angelica archangelica extract on behavioral and psychological symptoms of dementia in frontotemporal lobar degeneration and dementia with Lewy bodies. (und weitere 4 Studien)
Jahr
2011, 2010, 2007, 2005, 2005
Kurzinfo
Die meisten der heute vermuteten Wirkungen beruhen allein auf den über die Generationen erworbenen Erfahrungen der einfachen Volksmedizin. Welche dieser Effekte können durch aktuelle wissenschaftliche  Mehr...Studien bestätigt werden und welchen Stellenwert besitzt die Echte Engelwurz eigentlich in der Wissenschaft?