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Eisenkraut – Verbenae herba

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Geschrieben von 2011-11-09
Zuletzt aktualisiert am 2014-11-1717.11.2014
Eisenkraut – Verbenae herba

Das heilende Kraut der Isis

Das Eisenkraut kennt man bereits seit dem Altertum. Seinen Namen erhielt es, weil es gern als Wundkraut nach Verletzungen mit Eisenwaffen eingesetzt wurde. Traditionell wird das recht bitter-aromatische Gewächs zur Stimulation der Verdauung eingesetzt, um bei Magenbeschwerden, Durchfall und Appetitlosigkeit zu helfen. Außerdem gilt es als immunstärkendes Kräftigungsmittel mit leicht antidepressiven Wirkungen. Außerdem soll es Milchfluss und Gebärmutter anregen können, weshalb es nie in der Schwangerschaft angewendet werden darf.

In der modernen Pflanzenmedizin gebraucht man die Pflanze primär bei Erkrankungen der Atemwege und Nasennebenhöhlenentzündungen. Studien konnten nachweisen, dass Eisenkraut entzündungshemmend wirkt. Bei allen anderen traditionellen Anwendungen ist die Beweislage nicht ganz eindeutig, dazu zählen beispielsweise die gebärmutterzusammenziehenden und immunstärkenden Effekte.

Auf einen Blick:

Eisenkraut

  • Wirkt: nachweislich entzündungshemmend, möglicherweise auswurffördernd, sekretbildend, immunstärkend, gegen Viren und Bakterien
  • Kann eingesetzt werden: bei Nasennebenhöhlenentzündung (in Kombination mit anderen Heilpflanzen)

So wirkt Eisenkraut

Eisenkraut enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Iridoidglykoside mit den Hauptkomponenten Verbenalin, Hastatosid und Dihydrocornin. Daneben enthält Eisenkraut Kaffeesäurederivate, ätherische Öle und Gerbstoffe. Für die sektretbildende, antientzündliche und antihusten Wirkungen ist vermutlich das Iridoid Verbenalin verantwortlich.

Wirkung bei Atemwegserkrankungen

Antientzündliche Kombination bei Erkrankungen der Nasennebenhöhlen

Schnupfensymptome verschwinden meist nach einigen Tagen wieder und geben Nase und Atemwege wieder frei. Unter bestimmten Bedingungen kann sich jedoch aus einem banalen Schupfen eine Nasennebenhöhlenentzündung entwickeln, vor allem dann, wenn dieser nicht richtig behandelt oder auskuriert wurde. Aber auch das Eindringen von Wasser in die Nasennebenhöhlen kann eine Entzündung auslösen und ihre Ausgänge verengen.

Solch eine Sinusitis, egal ob akut oder dauerhaft wiederkehrend (chronisch), ist nicht ungefährlich und kann von schweren Symptomen wie Kopfschmerzen, Druck in der Augenhöhle oder einer erschwerten Nasenatmung begleitet werden. Die Krankheit ist unbedingt behandlungsbedürftig, weil sie in die Augen- oder Schädelhöhle wandern und dort weitere Erkrankungen auslösen kann.

Die Wirksamkeit des Eisenkrauts zur Behandlung bei Nasennebenhöhlenentzündungen gilt als gesichert, wenn es in Kombination Enzianwurzeln, Primelblüten, Sauerampferkraut und Holunderblüten eingesetzt wird. In dieser fixen Kombination sollen sich die Wirkstoffe untereinander begünstigen.

Dass Eisenkraut gegen Entzündungen hilft, gilt als eindeutig bewiesen. Zusätzlich kommen bei der Sinusitis die immununterstützenden Eigenschaften des Krauts zum Tragen. Dadurch können schädliche Viren und Bakterien schneller unschädlich gemacht werden.

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Weitere Wirkungen

Möglicherweise schleimlösend bei Husten und milchbildend bei stillenden Müttern

Denkbar ist auch, dass Eisenkraut dank seines Inhaltsstoffes Verbenalin eine auswurffördernde Wirkung bei Husten und Bronchitis hat. Untersuchungen aus der Vergangenheit haben dieser Substanz eine hustenreizlösende Wirkung nachgewiesen. Direkt aufs Eisenkraut bezogen fehlen entsprechende Studien allerdings noch.

Das Gleiche gilt für die mögliche hormonbeeinflussende Wirkung. Zwar gibt es Hinweise dafür, dass bestimmte Inhaltsstoffkomponenten (Kaffeesäurederivate) die Zunahme von manchen Geschlechtshormonen (FSH und LH) und damit den Hormonhaushalt von Frauen verbessern kann. Komplett geklärt ist diese Wirkung jedoch noch nicht. 

Eisenkraut

Wie wird Eisenkraut eingenommen?

Eisenkraut kann auch alleinig eingesetzt werden. Die Wirkung ist jedoch nicht restlos geklärt und bestätigt.

Eisenkraut-Tee

Eisenkraut-Tee ist ein traditionelles pflanzliches Hausmittel bei Schnupfen und Husten.

Überbrühen Sie 1 Teelöffel (1,5 g) geschnittenes Eisenkraut mit 1 Tasse (150 ml) kochendem Wasser und lassen den Tee 5 bis 10 Minuten ruhen. Anschließend wird das Kraut abgesiebt.

Dosierung

Trinken Sie bis zu 3 Tassen Eisenkraut-Tee täglich.

Eisenkraut

Risiken und Nebenwirkungen

Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tee: ca. 5 bis 6 g) nicht bekannt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Eisenkraut sind als Fertigarzneimittel bisher nicht als Monopräparat verfügbar. In Kombination mit anderen Wirkstoffen werden sie in Form von Brausetabletten, Dragees, Sirup und Tropfen angeboten (Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und Entzündungen der Nasennebenhöhlen). Außerdem erhalten Sie das Kraut in getrockneter Form in Ihrer Apotheke.

Eisenkraut werden positive Eigenschaften bei Erkrankungen der Atemwege wie Husten und Nasennebenhöhlenentzündungen zugeschrieben, als Monopräparat ist es allerdings bislang nicht erhältlich. 

In der Volksmedizin wird Eisenkraut bei Problemen im Mund- und Rachenraum, z.B. Halsschmerzen, bei Beschwerden der Atemwege wie Husten, Asthma und Keuchhusten, bei Schmerzen bis hin zu Krämpfen, Erschöpfung, Nervosität, Verdauungsbeschwerden, Leberkrankheiten, Nieren- und Harnwegerkrankungen, bei Problemen während der Wechseljahre, Menstruationsbeschwerden, Stoffwechselerkrankungen und bei Rheuma eingesetzt. Äußerlich findet Eisenkraut zusätzlich bei Wunden und Geschwüren Einsatz.

Quellen:
  • Bäumler, S: Heilpflanzen Praxis Heute. München 2007
 

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.