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Eisenkraut – Verbena officinalis

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 17.11.2014
Eisenkraut – Verbena officinalis

Antikes Heilmittel gegen viele Gebrechen

Schon im alten Ägypten genoss das Eisenkraut als hohes Ansehen, aber auch über die folgenden Jahrtausende hatte es in der Naturheilkunde vieler Kulturen seinen festen Platz als Heilpflanze gegen Wunden und Verletzungen. Heute ist es ein bisschen still geworden um die buschige Pflanze, lediglich in TV-Vampir-Serien feiert das Eisenkraut als natürlicher Blutsaugerschutz eine kleine Renaissance. In der Schulmedizin findet die Pflanze kaum Anwendung, da ihre Wirkungen bis heute nicht vollständig bewiesen sind. Die Erfahrungsmedizin vertraut unter anderem auf die innerlichen Wirkungen von Eisenkraut bei Verdauungsstörungen, nervöser Anspannung und Erkältungen.

Wobei hilft Eisenkraut?

Die Beweislage zu den medizinischen Wirkungen des Eisenkrauts ist etwas undurchsichtig. Einerseits soll das Kraut zusammen mit anderen Heilpflanzen (Enzianwurzel, Primelblüten, Sauerampferkraut und Holunderblüten) nachweislich gegen Nasennebenhöhlenentzündungen wirksam sein. Bei alleinigem Einsatz fallen die Anwendungsbereiche in den traditionellen Bereich, da die Wirkungen (teilweise) noch nicht eindeutig belegt werden konnten.

Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt die Anwendung von Eisenkraut als alleinige Heilpflanze nicht, sondern nur in einer fixen Kombination mit anderen (oben genannten) Arzneipflanzen. Diese Empfehlung dient dem Schutz der Verbraucher.

Detailliertere Informationen zur Wirkung und Anwendung der Pflanze finden Sie in unserem Wirkstoffartikel zum Eisenkraut

Wissenswertes über das Eisenkraut

Bei Wunden und Geschwüren setzten die Menschen in der Antike das Eisenkraut ein. Es war bereits zu der Zeit um Christi Geburt in Ägypten, Persien, Griechenland und im Römischen Reich bekannt. Auch die germanischen Völker kannten das Kraut. Zu dieser Zeit wurde es jedoch ausschließlich äußerlich eingesetzt.

Das sollte sich erst im Mittelalter, etwa um die Zeit des 10. und 11. Jahrhunderts, ändern. Die bekannte Äbtissin Hildegard von Bingen und später Odo Magdunensis empfahlen das Kraut bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Aber auch während dieser Zeitspanne verwendeten die Heilkundigen das Eisenkraut bei fauligen Wunden und Geschwüren. Zusätzlich wurde Eisenkraut auch bei Opferzeremonien und mystischen Bräuchen eingesetzt.

Viele der überlieferten Namen des Eisenkrauts verweisen auf seine einstige rituelle Bedeutung: Druidenkraut, Eisenbart, Heiligkraut, Katzenblutkraut, Sagenkraut, Taubenkraut und Wundkraut sind einige von ihnen.

Die Heimat des Eisenkrautes ist vermutlich Nordafrika und das Mittelmeergebiet. Von dort aus verbreitete sich die Pflanze bis nach Asien und Europa. Später wurde es in andere Erdteile eingeschleppt. Das Eisenkraut ist kein anspruchsvolles Gewächs. Es wächst auf Bergweiden, an Wegrändern und auf Schuttplätzen. Allein eisige Kälte verträgt es nicht.

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Botanik des Eisenkrauts

Das buschige und winterharte Eisenkraut erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 80 cm und gehört zu der Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae). Seine weiße Wurzel verzweigt sich im Erdreich spindelförmig, während sein vierkantiger Stängel im unteren Teil noch verholzt ist und sich nach oben hin immer mehr verzweigt. Die Blätter des Eisenkrauts sind gegenständig und rau behaart. Die unteren Blätter sind relativ klein, die Mittleren hingegen von etwas größerer Form und dreispaltig. Nach oben hin werden die Blätter wieder kleiner und von ganzrandiger Gestalt.

Die kleinen blau-lila Blüten des Eisenkrauts stehen in end- und achselständigen, vielblütigen, drüsig-behaarten Ähren, die oben stets weiter wachsen und neue Blüten bilden. Die unteren blühen hingegen ab.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Eisenkrauts

Medizinisch verwendet werden die Kraut-Extrakte der Pflanze. Eisenkraut wird in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache als Verbenae herba bezeichnet. Seine Qualität wird durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) festgelegt.

Eisenkraut ist reich an Iridoiden, vor allem an dem wirksamen Verbenalin, Hastatosid und Dihydrocornis. Außerdem enthält das Eisenkraut Kaffesäurederivate, die möglichweise ebenfalls an der Wirkung des Krautes beteilig sein können, ätherische Öle, Flavonoide und Gerbstoffe.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.