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Eiche (Stieleiche) – Quercus robur

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 16.02.2016
Eiche (Stieleiche) – Quercus robur

Heimische Baumart für gesunde Haut und Verdauung

Wenn Bäume sprechen könnten: Die Eiche ist ein Symbol der Ewigkeit, manche Exemplare überdauern ein ganzes Jahrtausend. Dank seiner außergewöhnlichen Beständigkeit  ist der mächtige und mythenumrankte Laubbaum fest in der europäischen Kultur verwurzelt. Griechen, Römern und Germanen – den Völkern der Antike war die Eiche heilig. Nach altgriechischer Vorstellung orakelte ihr Blätterrauschen die Zukunft, die Germanen versprachen sich von ihr Fruchtbarkeit und Potenz. In der modernen Phytotherapie wird die Rinde der Stieleiche genutzt. Eichenrinde kann bei oberflächlichen Wunden, Schleimhautentzündungen sowie bei Durchfall wirksam sein.

Wobei hilft die Eiche?

Der Wirkstoff der Eiche, die Eichenrinde, wirkt nachweisbar schützend auf Gewebeoberflächen (z.B. Haut, Schleimhaut). Äußerlich eingesetzt helfen Eichenrinden-Extrakte beweisbar bei entzündlichen Hauterkrankungen und Neurodermitis. Innerlich werden sie bei Durchfall eingesetzt sowie örtlich bei leichten Entzündungen im Bereich des Mundesdes Rachens, des Genital- und Analbereiches.

Anerkannte medizinische Anwendung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt die therapeutische Anwendung von Eichenrinden-Extrakten äußerlich „bei entzündlichen Hauterkrankungen“ und innerlich bei unspezifischen, akuten Durchfallerkrankungen sowie zur lokalen Behandlung von leichten Entzündungen im Mund- und Rachenbereich sowie im Genital- und Analbereich.“
  • Der europäische Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) hat Eichenrinde basierend auf langjähriger Erfahrung als traditionelles Arzneimittel anerkannt.

Wissenswertes über die Eiche

Die Eiche ist ein Baum, der mit Mythen und Kulten vieler Völker verbunden ist. So gab es im nordgriechischen Dodona einen heiligen Baum – eine Eiche – deren Blätterrauschen die Priester in die Zukunft blicken ließ.

Bei den Römern war die Eiche der Baum des Gottes Jupiter und auch den Germanen war die Pflanze heilig. Bis in die Neuzeit hinein stand der Baum für Fruchtbarkeit. So umtanzten frisch vermählte Brautpaare die Eiche, Männer mit Potenzproblemen brauten sich einen Trunk aus ihren Eicheln, um ihre Liebeskraft wiederzuerlangen. Außerdem hieß es, dass man durch das Anbohren der Rinde ihr seine Krankheiten übertragen konnte. Bereits seit 600 Jahre wurden Eichen vor allem zur Gewinnung von Eichenrinde zu Gerbzwecken verwendet. Dabei hat man wahrscheinlich nebenbei die medizinischen Wirkungen der Rinde entdeckt.

Die Besonderheiten der Bäume reichen jedoch noch weiter. Sie sind frosthart und gleichzeitig wärmeliebend. Auch stellen Eichen keine besonders hohen Anforderungen an die Luftfeuchtigkeit. Sommerliche Trockenzeiten, auch auf extremen Standorten (Böschungsflächen), übersteht die Eiche ohne Schäden. Zudem wächst sie im innerstädtischen Klima, toleriert Luftverschmutzung, Stauwasser und Überschwemmungen. Einzig auf eine Grundwasserabsenkung reagiert sie empfindlich. Anzumerken ist allerdings auch, dass der Schädlingsbefall an den Eichen in den letzten Jahren zugenommen hat.

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Botanik der Eiche

Die Stieleiche ist ein mächtiger Baum mit breiter, hochgewölbter, lockerer und lichter Krone und meist kurzem Stamm sowie starken Ästen, die unregelmäßig sind, weit auslanden und im Alter knorrig und malerisch gedreht sind. Sie gehört zu der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Eichen erreichen eine durchschnittliche Höhe zwischen 25 bis 35 Metern und können bis zu 20 Meter breit werden.

Bei Jahrestrieben ist die Eichenrinde zunächst oliv, später mehr bräunlich bis olivbraun. Ihre Blätter sind sommergrün, wechselständig, im Umriss verkehrt eiförmig, zum Grund keilig verschmälert und an der Blattspreite geöhrt. Sie sind fast sitzend. Eichenblüten sind von gelblich grüner Farbe und tauchen in Form von langgestielten Ähren auf. Aus ihnen entwickeln sich die allseits bekannten zwei bis drei Zentimeter langen Eicheln.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe der Eiche

Für medizinische Zwecke wird die im Frühjahr gesammelte und getrocknete Rinde von jungen Zweigen und Trieben der Eiche eingesetzt.

In der pharmazeutischen oder medizinischen Sprache heißt die Eichenrinde Quercus cortex, deren Qualität im Europäischen Arzneibuch (Ph.Eur.) festgelegt wurde.

Die Inhaltsstoffe der Eichenrinde sind vor allem Gerbstoffe (Catechingerbstoffe). Sie enthält jedoch auch Flavonoide und Triperpene.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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