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Efeublätter – Hederae helicis folium

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Geschrieben von 2011-02-07
Zuletzt aktualisiert am 2018-07-2424.07.2018
Efeublätter – Hederae helicis folium

Wirkungsvolle Blätter bei festsitzendem Husten

Der medizinische Wirkstoff des Efeu (Hedera helix) als Heilpflanze sind seine Blätter. Ihre Inhaltsstoffe lösen nachweislich fest sitzendes Sekret in den Bronchien, das sich nur schwer abhusten lässt. Durch die Verflüssigung des Bronchialschleims lässt sich dieser leichter abhusten und der lästige Husten lässt nach. Gleichzeitig können die Extrakte aus den Blättern des Efeu eine leicht entkrampfende Wirkung entfalten, was zur Entspannung der Atemwege beiträgt.

Parallel helfen die Inhaltsstoffe der Pflanze erwiesenermaßen bei Entzündungen der Schleimhäute in den Atemwegen. Sie sind dazu in der Lage, Bakterien oder Pilze abtöten, die Entzündungsreaktionen auslösen können.

In der Volksmedizin werden sie innerlich bei Leber-, Milz und Gallenbeschwerden sowie bei Rheuma, Gicht und bei Halsdrüsengeschwüren (Skrofulose) eingesetzt. Äußerlich sind Cellulitis, Geschwüre, Entzündungen, Wunden, Nervenschmerzen und Venenentzündungen und Rheuma volksmedizinische Anwendungsgebiete.

Auf einen Blick:

Efeublätter

  • Wirken: auswurffördernd, krampflösend, haut- und schleimhautreizend, sekrektlösend, gegen Bakterien und Pilze
  • Können eingesetzt werden bei: entzündeten Schleimhäuten der Luftwege, chronischen und entzündlichen Bronchialerkrankungen

Inhaltsstoffe der Efeublätter

Für die Wirkungen des Efeus sind mehrere Inhaltsstoffe verantwortlich, vor allem aber sind es die sogenannten Saponine. Unter den Saponinen ist der wichtigste Inhaltsstoff und gleichzeitig die Hauptkomponente das Hederasaponin C, das sich in weitere Untergruppen einteilen lässt: Hederacoid C, das leicht in α-Hederin übergeht, und Hederagenin.

Vor allem die Komponenten des Hederasaponin C, die im Zusammenspiel mit anderen Inhaltsstoffen, den Flavonoiden, können Krämpfe in den Atemwegen lindern. Diese Eigenschaften machen die Blätter des Efeu daher vor allem durch ihre Wechselbeziehung zu einem wertvollen und wirksamen pflanzlichen Arzneimittel.

Wirkung bei Husten, Bronchitis

Saponine versus Husten

Die aktiven Inhaltsstoffe in den Efeublättern sind die Saponine: Hederasaponin C, Hederagenin, Oleanolsäure und Bayongin.

Zusammen können diese Saponine ihre auswurffördernde und schleimlösende Wirkung in den Atemwegen voll entfalten. Sie sind es auch, die gegen Bakterien und Pilze wirksam sind. In hohen Dosen sind alle Saponine brechreizauslösend. Diese Eigenschaft kann in kleinen Dosen jedoch sehr nützlich sein.

Durch die leicht irritierende Wirkung auf den oberen Magen-Darmbereich kann vermehrt dünnflüssiges Sekret durch spezialisierte Lungenzellen (Becherzellen) und in den Bronchialdrüsen produziert werden.

Durch diese Vorgänge kommt es, etwa nach der Einnahme von Hustensaft, zum leichteren Auswurf des Sekrets. Bakterien und andere unerwünschte Stoffe werden gleichzeitig abgetötet und mit dem Schleim abgehustet. Denn zusätzlich reduzieren die Saponine die Festigkeit des Bronchialschleims, weil sie die Oberflächenspannung des Sekrets vermindern. Dadurch erklärt sich auch die haut- und schleimhautreizende Reaktion.

Linderung bei chronischen Atemwegserkrankungen

Zusätzlich ist aber eine andere Inhaltsstoffgruppe für die Wirkung der Heilpflanze von Bedeutung: die Flavonoide. Zusammen mit den Saponinen wirken die Flavonoide in erster Linie entkrampfend. Das zeigen auch die Ergebnisse zahlreicher Studien von Patienten mit Reizhusten (Quellen zu diesen Studien: Gulyas, Lämmlein 1992; Lässig et al. 1996; Leskow 1996). Deshalb können die Efeublätter vor allem bei wiederkehrendem und chronischem Husten sowie Reizhusten lindernd und wohltuend wirken.

Efeublätter

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Anwendung und Dosierung der Efeublätter

Die mittlere Tagesdosis bei der Anwendung mit Efeu liegt bei nur 0,3 g. Deshalb ist die Einnahme von Efeutee nicht sinnvoll. Bewährt haben sich jedoch standardisierte Fertigarzneimittel, die wegen der geringen Dosierung besser eingenommen werden können.
Efeuauflage

Zur Behandlung von Hühneraugen ist eine Auflage mit Efeublättern ein bewährtes Hausmittel. Legen Sie hierzu frische und gewaschene Efeublätter in Essig ein, bis die Blätter vollständig bedeckt sind. Nehmen Sie die Blätter nach zwei Tagen aus dem Essig heraus und legen diese über die Hühneraugen. Befestigen Sie die Blätter anschließend mit einer sauberen Auflage.

Dosierung

Wenden Sie die Efeublätterauflage zweimal täglich (morgens und abends) an. Wiederholen Sie die Anwendung täglich, bis die Hühneraugen vergangen sind.

Efeublätter

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis: 0,3 g) nicht bekannt. Vor allem bei höherer Dosierung kann es jedoch in Einzelfällen zu örtlichen Schleimhautreizungen, Benommenheit, rasendem Herzschlag, Kopfschmerzen, Übelkeit bis Erbrechen und Durchfall kommen.

Bei äußerer Anwendung mit frischen Efeublättern kann es darüber hinaus zu allergischen Erscheinungen wie Juckreiz und Rötungen auf der Haut kommen. Vorsicht! Die Früchte des Efeus sind giftig. Vergiftungssymptome sind: Erbrechen, Durchfall und Hautausschlag. Im Falle von Vergiftungserscheinungen kontaktieren Sie in jedem Fall sofort einen Arzt oder Sie wenden sich an die nächste Giftrufnotzentrale.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Der Wirkstoff ist als Fertigarzneimittel in Form von Hustensaft, Tropfen, Brausetabletten, Tabletten, Zäpfchen (Suppositorien), Lutschpastillen, als Tinktur und als homöopathische Urtinktur erhältlich.

Efeublätter wirken nachweislich bei entzündeten Schleimhäuten in den Luftwegen und eigenen sich erwiesenermaßen zur Behandlung von chronischen und entzündlichen Erkrankungen der Bronchien. Diese Wirkungen erklären sich durch ihre schleimlösenden und auswurffördernden Effekte, die gleichzeitig hilfreich bei bakteriellen Infektionen sind und krampflösende Eigenschaften besitzen können.

Studienquellen:
  • Gulyas A, Lämmlein MM: Zur Behandlung von Kindern mit chronisch-obstruktiver Bronchitis. In: Sozialpädiatrie; 1992, 14: 632-644
  • Lässig W, Generlich H, Heydolph F, Paditz E: Wirksamkeit und Verträglichkeit eufeuhaltiger Hustenmittel. TW Pädiatrie; 1996, 9: 489-491
  • Leskow P: Behandlung bronchialer Erkrankungen mit dem Phytotherapeutikum Prospan. Zeitschrift für Phytotherapie; 1988, 2: 54-61

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.