Anzeige
Anzeige

Sie kennen uns vielleicht auch aus:

Anzeige

Walnussblätter – Juglandis folium

Anzeige
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 18.09.2014
Walnussblätter – Juglandis folium

Die getrockneten Blätter des Walnussbaums werden offiziell zur äußeren Anwendung bei Hauterkrankungen empfohlen. Sie wirken zusammenziehend und helfen daher bei Entzündungen und Hautpilzen. Ihre interessanten Wirkeigenschaften machen Walnussblätter zu einem wirksamen pflanzlichen Arzneimittel bei leichten, oberflächlichen Hautentzündungen (Dermatosen), die die Behandlungsmöglichkeiten von chronischen Ekzemen einschließen und bei vermehrter Schweißneigung (Hyperhidrosis), vor allem an Händen und Füßen.

Auf einen Blick:

Walnussblätter

  • Wirken zusammenziehend, gegen Pilze, entzündungshemmend, schweißbildungshemmend, gewebeverdichtend, juckreizlindernd, leicht betäubend
  • Können äußerlich eingesetzt werden: bei leichten oberflächlichen Hautentzündungen, bei übermäßiger Schweißbildung (Hyperhidrosis)

Inhaltsstoffe der Walnussblätter

Der wichtigste und wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoff der Walnussblätter sind die bis zu 10% enthaltenen Gerbstoffe. Gerbstoffe wirken zusammenziehend (adstringierend), weil sie die Form von Eiweißen verändern können und diese dadurch ihre Gestalt verändern (denaturieren). Sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet wirkt sich dieser Effekt abdichtend und schützend auf Oberflächen wie die Haut aus.

Wirkung bei entzündeter Haut

Hilfreich bei Hautentzündungen

Walnussblätter eignen sich besonders gut bei kleineren entzündeten, oberflächlichen Verletzungen und zur Wundheilung. Dies können beispielsweise Entzündungen durch Schnittwunden sein, aber auch chronische Ekzeme. Oftmals handelt es sich hierbei um dauerhafte, juckende Entzündungen der oberen Hautschichten.

Die Gerbstoffe der Walnussblätter können verletzte Blutgefäße und Gewebe abdichten. Sie verbinden sich mit kleinen Eiweißen auf der Haut (Glucoproteine) und bilden durch die Veränderung dieser Proteine einen wirksamen Schutzfilm. Durch diesen Film können Krankheitserreger wie Bakterien und Pilze kaum noch hindurchdurchdringen. Ihnen wird der Nährboden entzogen. In der Folge können sie sich nicht mehr ausreichend vermehren und sterben schließlich ab. Juckende, entzündete Wunden (auch Ekzeme) können so schneller verheilen und die Haut kann sich regenerieren. Die entzündungshemmende, zusammenziehenden Effekte der Walnussblätter können auch zur unterstützenden Behandlung bei Akne oder Neurodermitis hilfreich sein.

Anzeige

Wirkung bei vermehrter Schweißbildung

Gefäßverdichtend bei Schweißhänden und -füßen

Mit feuchten Händen und Füßen reagiert der Körper normalerweise auf Angst, auch bei Fieber schwitzt er stark. Häufiges starkes Schwitzen kann auch ein Zeichen der Schilddrüsenüberfunktion sein, eines zu niedrigen Blutzuckerspiegels oder einer Fehlfunktion des Nervensystems.

Walnussblätter können die Schweißproduktion durch ihre Gerbstoffe eindämmen. Jede Schweißdrüse besitzt einen Ausführungsgang an der Oberfläche der Haut (Epidermis). Die Gerbstoffe bewirken ein Zusammenziehen der Haut, dadurch verdichten sie das Gewebe und hemmen die Schweißabgabe. Speziell die Schweißproduktion an Händen und Füßen wird eingedämmt, aber auch schwitzigen Achselhöhlen wirken sie entgegen.

Walnussblättertee zur Brustvergrößerung?

Hartnäckig hält sich der Mythos, die langfristige Anwendung von Walnussblättertee könne das weibliche Brustwachstum anregen. Um es klar zu sagen: Aller Wahrscheinlichkeit nach kann er das nicht. Für diese Anwendung findet sich in der Forschungsliteratur nicht der geringste Hinweis. Zwar finden sich vereinzelte Quellen, die einen Walnussblättertee erfahrungsheilkundlich auch zur inneren Anwendung empfehlen, doch dies allenfalls zur Behandlung von Durchfall oder Reizungen der Magen-Darmschleimhäute. 

Walnussblätter

Anwendung und Dosierung von Walnussblättern

Umschlag mit Walnussblättertee

Bei oberflächlich entzündeter Haut und Ekzemen oder übermäßigem Schwitzen können Sie es mit einem Walnussblättertee-Umschlag versuchen.

Überbrühen Sie 1 bis 2 gehäufte Teelöffel (2 bis 3 Gramm) Walnussblätter mit 100 ml kochendem Wasser. Nach 10 Minuten können die Blätter abgefiltert werden und der Auszug sollte abkühlen.

Anwendung

Tränken Sie ein kleines, sauberes Baumwoll- oder Leinenhandtuch in dem Walnussblättertee. Legen Sie auf die betroffene entzündete oder schwitzende Körperstelle das feuchte, ausgewrungene Tuch, über welches ein trockenes Tuch gelegt und befestigt werden sollte. Der Umschlag kann bis zu dreimal täglich eingesetzt werden und sollte etwa 15 bis 30 Minuten einwirken.

Tipp! Bei Zeitmangel können Sie den Auszug auch als Waschung z.B. mit einem Waschlappen anwenden.

Walnussblätter

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen der Walnussblätter nicht bekannt.

Allergische Reaktionen können bei dem Verzehr von Walnüssen vorkommen. Bei der Anwendung von Walnussblättern wurde bisher keine Überempfindlichkeitsreaktion bekannt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Walnussblätter und Extrakte aus Walnussblättern sind als Fertigarzneimittel in Form von Dragees (in Kombination mit anderen Heilpflanzen) erhältlich. In Ihrer Apotheke können Sie gtrocknete Walnusblätter erwerben. Weiterhin wird der Wirkstoff in einem Badezusatz verwendet.

Walnussblätter enthalten zusammenziehende und entzündungshemmende Gerbstoffe. Der Wirkstoffe hilft nachweislich bei leichten, oberflächlichen Entzündungen der Haut und übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrosis), z.B. an Händen und Füßen.

In der Volksmedizin werden Walnussblätter innerlich bei Magen-Darmbeschwerden und als Blutreinigungsmittel eingesetzt.

Quellen:
  • Brickell Ch (Hrsg.): Die Neue Garten Enzyklopädie. London, New York, München, Melboune, Delhi 2003
  • Sellerberg U: Walnuss – Nuss mit neu entdeckten Kräften. http://www.pta-forum.de/index.php?id=404, Zugriff am 16.02.2012

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

Anzeige
   Präparate mit dieser Heilpflanze:
* Hinweis
Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.