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Walnussbaum – Juglans regia

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 18.09.2014
Walnussbaum – Juglans regia

Ein Nussbaum für gesunde Haut

Wenn es um Zellschutz geht, steht die Walnuss ganz oben in der Liste der hilfreichen Pflanzen. Sie liefert fast doppelt so viele Antioxidantien wie andere Nüsse. Sieben Walnüsse pro Tag sollen reichen, um einen gesundheitlichen Nutzen zu erzielen. Die moderne Pflanzenheilkunde setzt allerdings vor allem auf die Wirkungen der Blätter des Walnussbaums.

Wobei hilft die Walnuss?

Der Walnussbaum ist eine wirkungsvolle Arzneipflanze bei Hauterkrankungen. Seine leckeren Nüsse sind zwar sehr gesund und reich an ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen, in der Pflanzenheilkunde kommen jedoch vor allem die Blätter des Walnussbaums zum Einsatz. Diese nützen nachweislich bei oberflächlichen Hautentzündungen sowie bei übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrosis).

Anerkannte medizinische Anwendung:
  • Das Herbal Medicinal Product Committee (HMPC) hat die Anwendung von Walnussblättern als traditionelles Arzneimittel anerkannt.
  • Die Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel befürwortet Walnussblätter bei leichten oberflächlichlichen Entzündungen der Haut sowie bei bei übermäßiger Schweißabsonderung, z.B. der Hände und Füße.

Der Walnuss als Lebensmittel werden heute indes auch die vielseitigsten Gesundheitswirkungen zugeschrieben. Sie enthält zwar viel fett, doch vor allem gesunde Omega-3-Fettsäuren. Dick macht sie also nicht, die Walnuss, das konnte im Rahmen einer Studie nachgewiesen werden. Untersuchungen an Tieren legen nahe, dass die Walnuss das Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit im Alter bremsen kann. Außerdem soll sie den Cholesterinhaushalt günstig beeinflussen und dadurch Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen können. Auch in Bezug auf das Tumorwachstum bei Brustkrebs wird die Walnuss derzeit erforscht.

Wissenswertes über den Walnussbaum

Die Walnuss ist gesund, das weiß man, denn sie versorgt den Körper mit Vitaminen, ungesättigten Fettsäuren, ist aber auch reich an Kalorien. Darüber, wie man die Nuss gezielt medizinisch gebrauchen kann, wird gerade noch intensiv geforscht. Die Wirkungen der Walnussblätter sind demgegenüber schon lange anerkannt.

Wahrscheinlich zählt die Walnuss zu den ältesten Lebensmitteln der Menschheitsgeschichte. Im persischen Raum (Iran) fanden Archäologen versteinerte Walnussschalen, die bis zu 9.000 Jahre alt sein können. Dort, im mittleren Osten, ist der Walnussbaum zuhause. Heute befinden sich die größten Anbaugebiete der Walnuss im sonnigen Kalifornien. Sonnige Standorte und nährstoffreiche Böden erlauben es, Walnussbäume im großen Stil anzubauen. Zwar wachsen Walnussbäume auch in Deutschland, die Erträge sind jedoch gering, sodass sich ein großer kommerzieller Anbau kaum lohnt.

Vor allem in ihren Jugendjahren sind Walnussbäume empfindlich gegenüber Frost. Als „ausgewachsener“ Baum tolerieren sie hingegen Temperaturen bis -28°C. Insgesamt ist der Baum jedoch sehr wärme- und lichtbedürftig, eignet sich aber auch zum Anbau in Städten.

Als besonders wertvoll gilt das Holz des Walnussbaums. Es ist hart, dauerhaft, hat eine schöne Maserung und lässt sich gut polieren. Daher gehört der Walnussbaum zu den besten Möbelhölzern.

Der Name Walnuss lässt sich aufs Germanische zurückverfolgen, auf das Wort „Welschnuss“. Die Nuss der Welschen war den Germanen unbekannt, bis man den alten Römern begegnete. 

Botanik des Walnussbaums

Der Walnussbaum ist ein mittelgroßer bis großer, stattlicher, rundkroniger Baum, der eine Höhe von bis zu 30 Metern und eine Breite von maximal 20 Metern erreichen kann und gehört zur Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae). Der Baum ist mit starken, malerisch geschwungenen Hauptästen ausgestattet, die weit auslandend sind. Der walzige Stamm ist bei uns in Deutschland meist kurz. Seine Krone ist im Alter meist hochgewölbt. Die Rinde und die Triebe des Walnussbaums sind dick, rundlich, mattglänzend und von olivgrüner Farbe. Die Knospen sind wechselständig ausgestaltet, wobei die Endknospen kugelig bis eiförmig sind. Walnussbaumblätter sind wechselständig angeordnet, unpaarig gefiedert und bis zu 35 cm lang. Sie sind ganzrandig oder undeutlich gezähnt und dunkelgrün. Im Herbst verliert der Baum seine Blätter. Die eihäusige Walnussbaumblüte findet ab Mai statt. Seine gelbgrünen männlichen Blüten erscheinen als Kätzchen aus den Achselknospen am zweijährigen Trieb. Die weiblichen Blüten sind grün und kugelig. Aus den Blüten entwickeln sich die essbaren Früchte (Walnüsse) mit ihrer dicken, glatten Schale, erkennbar an den zwei wulstigen Kanten.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe 

Medizinischer Wirkstoff des Walnussbaums sind seine getrockneten Blätter. Walnussblätter werden im Sommer (Juni) geerntet. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache werden Walnussblätter Juglandis folium genannt. Die Qualität des Wirkstoffes ist durch den Deutschen Arznei Codex (DAC) geregelt. Walnussblätter gehören zu den gerbstoffhaltigen Wirkstoffen. Der Gerbstoffanteil in den Walnussblättern variiert zwischen 9 bis 11%. Daneben enthält der Wirkstoff Naphthalenderivate und Flavonoide.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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