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Bärentraubenblätter - Uvae ursi folium

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 04.07.2014
Bärentraubenblätter - Uvae ursi folium

Bärenstarke Blätter bei Harnwegserkrankungen

Der medizinisch wirksame Pflanzenteil der Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi) sind ihre Blätter. Bärentraubenblätter enthalten Inhaltsstoffe, die den Harn hervorragend desinfizieren und gegen eine Vielzahl von Bakterien wirken können. Der Wirkstoff eignet sich daher sehr gut zur kurzfristigen einwöchigen Anwendung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, das heißt bei Nierenbecken- und Blasenentzündung.

Bärentraubenblätter sind eine traditionelle Pflanzenarznei. Basierend auf langjähriger Erfahrung können Sie bei Symptomen wiederkehrender Blasenentzündung (Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang) eingenommen werden, wenn ernsthafte Ursachen vom Arzt ausgeschlossen wurden. In der Volksmedizin bei allen Unterleibs- und Harnwegserkrankungen sowie Gallenwegsbeschwerden eingesetzt.

Auf einen Blick:

Bärentraubenblätter

  • Wirken: harndesinfizierend, gegen Bakterien
  • Können eingesetzt werden: bei Entzündungen der ableitenden Harnwege

Inhaltsstoffe der Bärentraubenblätter

Zu den wichtigsten wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffen der Bärentraubenblätter gehören Hydrochinonglykoside (mind. 6%) mit ihren Hauptbestandteilen, Arbutin und Methylarbutin. Sie wirken effektiv gegen viele (gramnegative) Bakterien. Damit speziell das Arbutin seine volle Wirkung entfalten kann, sollte der Harn allerdings alkalisch sein. Das bedeutet, der Harn muss einen pH-Wert über 7,0, besser 8,0 aufweisen. Ist der Harn sauer (pH <7,0), kann das Arubtin nicht (richtig) wirken. Angemerkt sei, dass manche Forscher der Meinung sind, dass der pH-Wert keine Rolle bei der Wirksamkeit der Bärentraubenblätter spielt.

Weiterhin befinden sich in den Blättern der Bärentraube wertvolle Gerbstoffe. Diese verhindern, dass sich Bakterien an der Blasenschleimhaut anhaften können. Durch diesen Effekt kann der Schwere (Virulenz) der durch die schädlichen Bakterien ausgelösten Erkrankung verringert werden.

Wirkung bei Harnwegserkrankungen

Antientzündlich bei Erkrankungen der ableitenden Harnwege

Die Wirkung der Bärentraubenblätter geht in erster Linie auf die bakterienabtötenden Eigenschaften der Hydrochinonglykoside (Arbutin und Methylarbtin) zurück. Aber auch die enthaltenen Gerbstoffe des Wirkstoffes leisten einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Harnwegserkrankungen. Sie können verhindern, dass sich Bakterien an der Schleimhaut der Blase ansiedeln können. Stattdessen werden sie einfach mit den Urin ausgeschieden.

Der wichtigste Inhaltsstoff, der für die Wirkung der Bärentraubenblätter verantwortlich ist, ist jedoch das Hydrochinonglykosid Arbutin. das im Körper in Hydrochinon umgewandelt wird. Hydrochinon wirkt nachweislich antibakteriell und bekämpft häufige Erreger einer Blasenentzündung wie Escherichia coli, Klebsiellen oder Enterokokken. Dazu passiert das Arbutin zunächst den Darm und wird von dort aus in die Leber geleitet. Erst hier, in der Leber, wird der Stoff zu Hydrochinon umgewandelt, das wiederum über die Niere und den ableitenden Harnwegen (z.B. Harnleiter) ausgeschieden wird. Befinden sich krankheitserregende Bakterien im Harn, so nimmt das Hydrochinon diese Bakterien auf, und tötet sie ab.

Bärentraubenblätter
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Anwendung und Dosierung der Bärentraubenblätter

Bärentraubenblättertee

Bärentraubenblätter eigenen sich sehr gut zur Behandlung von Harnwegserkrankungen. Für die Teeherstellung setzten Sie bitte 1 gehäuften Teelöffel (ca. 3 g) der Bärentraubenblätter mit 1 Tasse kaltem (150 ml) Wasser an. Durch das kalte Wasser werden weniger Gerbstoffe gelöst.

Lassen Sie den Tee 6 bis 12 Stunden (z.B. über Nacht) ziehen bevor Sie die Blätter absieben.

Dosierung

Trinken Sie den Bärentraubenblättertee über einen Zeitraum von maximal einer Woche bis zu dreimal täglich.

Tipp! Der Bärentraubenblättertee eignet sich sehr gut zur Kombination mit Goldrutenkraut.

Bärentraubenblätter

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßer Dosierung (Tagesdosis 10 g) nicht bekannt.

Da die Pflanze jedoch einen relativ hohen Gerbstoffgehalt aufweist, kann es bei Personen mit empfindlichem Magen zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Bei längerer Anwendung ist zudem eine Verstopfung denkbar.

Bei Selbstanwendung sollten Bärentraubenblätter nicht länger als 1 Woche am Stück und maximal 5-mal pro Jahr angewendet werden. Es fehlen Erkenntnisse zur Langzeitanwendung. Sollte ein längerer Gebrauch angestrebt werden, wird eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt empfohlen.

Nicht angewendet werden dürfen Bärentraubenblätter während der Schwangerschaft, Stillzeit und von Kindern im Alter unter 12 Jahren.

Zwar sind bisher keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bei den Bärentraubenblättern bekannt. Bärentraube sollten jedoch nicht in Kombination mit Arzneimitteln angewendet werden, die den Harn in einen sauren pH-Bereich bringen (pH <7,0), weil die Inhaltstoffe des Wirkstoffs nur im alkalischen (basischen) Harn wirken.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Bärentraubenblättern sind als Fertigarzneimittel in Form von Tabletten, Filmtabletten, Dragees und Tropfen erhältlich (Mittel gegen Harnwegsinfekte). In Kombination mit anderen Heilpflanzen sind sie als Flüssigkeit zum Einnehmen verfügbar. Außerdem erhalten Sie die Blätter in getrockneter Form in Ihrer Apotheke.

Bärentraubenblätter besitzen ausgefeilte harndesinfizierende und antibakterielle Eigenschaften. Sie sind nachweislich bei entzündlichen Erkrankungen der Harnwege wirksam.

 

Quellen:

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

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