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Bärentraube - Arctostaphylos uva-ursi

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Geschrieben von 2011-02-10
Zuletzt aktualisiert am 2014-08-2626.08.2014
Bärentraube - Arctostaphylos uva-ursi

Nordischer Strauch mit heilsamen Blättern

Am Körper getragen, sollen die Zweige der Bärentraube Gespenster und böse Geister abwehren, so heißt es in mittelalterlichen Schriften. Kein Wunder also, dass die Menschen vor allem in den hohen nordischen Ländern Europas den Halbstrauch hoch schätzten.

Wogegen hilft die Bärentraube?

Bärentraubenblätter haben sehr gute harndesinfizierende Eigenschaften und können einen Vielzahl von krankheitsauslösenden Bakterien abtöten. Der Wirkstoff eignet sich daher gut zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege (z.B. Nierenbecken, Harnleiter), solange noch kein Antibiotikum erforderlich ist.

Bestätigte Wirkung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) befürworten die Anwendung von Bärentraubenblätter-Extrakten „bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege.“

Detailliertere Infos über die Wirkung der Heilpflanze und praktische Hausmittel finden Sie im Artikel über die Blätter der Bärentraube.

Wissenswertes über die Bärentraube

Das Verbreitungsgebiet der Bärentraube erstreckt sich von der Iberischen Halbinsel über Mitteleuropa und Skandinavien, Sibirien, dem Altai- und Himalajagebirge bis nach Nordamerika. Fast überall wurde die Pflanze medizinisch genutzt – und zwar sehr ähnlich. Die Yanomami-Indiander, die in Amerika leben, setzen die Pflanze seit Urzeiten volksmedizinisch bei Problemen mit den Nieren, Blase und den ableitenden Harnwegen ein. Ähnlich wurde die Pflanze auch im bereits im mittelalterlichen Europa eingesetzt. Dort wurde die Bärentraube erstmals in einem englischen Kräuterbuch im 13. Jahrhundert erwähnt. Neben dem Gebrauch bei Harnwegserkrankungen, Gallen- und Nierensteinen, glaubten die Menschen damals, dass speziell die Blätter gegen Bettnässen hilfreich seien.

Bis heute findet man den Bärentraubenstrauch in Deutschland zerstreut auf sonnigen Heideböden im Hoch- und Mittelgebirge an windgeschützten Stellen. Wildwachsend steht die Art bei uns unter Naturschutz, darf also nicht aus Wildbeständen gesammelt werden. Der private Anbau ist natürlich erlaubt. Dabei ist zu beachten, dass die Bärentraube trockene, lockere Böden in sonniger aber windgeschützter Lage mag. Am besten und einfachsten vermehrt man die Pflanze an Ort und Stelle, indem man die jungen Triebe umbiegt und mit Erde bedeckt, damit sie sich bewurzeln.

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Botanik der Bärentraube

Die Bärentraube ist ein kleiner bis zu 1,5 Meter langer immergrüner Zwergstrauch aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Er verfügt über kriechende, rotbraune, an der Spitze aufwärts gebogene Zweige. Die wintergrünen Blätter sind klein und ledrig. Sie erreichen gerade mal eine Länge von bis zu 30 mm und eine Breite von maximal 15 mm. Seine rosafarbenden, oft weißen Blütenglöckchen, stehen in nickenden Trauben (3 bis 12). Der Strauch blüht im April und Mai. Die Frucht ist eine beerenähnliche, dunkelrote Steinfrucht mit fünf Kernen.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe der Bärentraube

Medizinische Wirkstoffe der Bärentraube sind die Blätter. Bärentraubenblätter werden in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache als Uvae ursi folium bezeichnet.

Die Qualität des Wirkstoffes ist durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) festgelegt. Dieses schreibt beispielsweise einen Mindestgehalt von bestimmten Inhaltsstoffen vor. Dieses sind in den Bärentraubenblättern 6% Hydrochinonglykoside und darin mindestens 7% wasserfreies Arbutin.

Weitere Inhaltstoffe der Bärentraubenblätter sind Gerbstoffe und Flavonoide.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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