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Echinacea pallida - Traditionelle Anwendung

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 16.05.2014
Echinacea pallida - Traditionelle Anwendung

Einige der heute weltweit wichtigsten und am häufigsten eingesetzten Heilpflanzen gehören zum traditionellen medizinischen Erfahrungsschatz der nordamerikanischen Indianerstämme: die Echinacea Pflanzen – auch Sonnenhut genannt. Insgesamt drei Sonnenhut Arten sind in Deutschland medizinischem Interesse: Der Echinacea pallida (Blassfarbener Sonnenhut), der Echinacea purpurea (Purpurfarbener Sonnenhut) und der Echinacea angustifolia (Schmalblättriger Sonnenhut). Letzerer wird in Deutschland nur in der Volksheilkunde einsetzt, da seine Wirksamkeit medizinische nicht ausreichend belegt ist.

Traditionelle Anwendung bei den Indianern Nordamerikas

Zu pflanzlichen Heilmitteln gab es für die Indianer lange keine Alternative – wie auch bei anderen Völkern. In den Zeiten vor der Schulmedizin wurde in allen Kulturen das medizinische Angebot der Natur genutzt. So auch bei den Indianern, die die Sonnenhüte seit mehr als 400 Jahren traditionell gebrauchten. Vor allem für die Stämme der Cheyenne, Dakota, Fox, Kiowa, Crow, Omaha, Pawnee, Ponca, Winnebago, Delaware und Komanchen ist die Verwendung überliefert.

Der Sonnenhut galt als eine Art Allheilmittel und wurde von den Medizinmännern und -frauen der Indianer bei fast jeglichen Erkrankungen gebraucht und gehörte zu den wichtigsten Heilpflanzen überhaupt. Zu den äußeren medizinischen Einsatzgebieten zählten unter anderem Wundbehandlung, Verbrennungen, Lymphdrüsenschwellung und Insektenstiche. Innerlich wurde die Echinacea Pflanze bei Schmerzen, Magenkrämpfen, Husten, Erkältung und Masern eingesetzt. Aber auch bei Vergiftungen spielte die Pflanze eine bedeutsame Rolle – vor allem bei giftigen Schlangenbissen. Der Sonnenhut galt als Gegengift. Die Indianer kauten vor allem die Wurzel der Pflanze. Innerlich und äußerlich kam der Saft oder der Brei aus der Frischpflanze zum Einsatz.

Traditioneller Einsatz des Echinacea in Deutschland

Die weißen Siedler Nordamerikas übernahmen bereits Mitte des 18. Jahrhunderts die Anwendung des Sonnenhuts, der seit den Fünfzigerjahren in Deutschland angebaut wird. Zunächst interessierten sich vorwiegend Homöopathen für die Pflanze – erst Jahrzehnte später auch andere Heilpflanzenforscher. Die Wurzeln vom Echinacea pallida (Blassfarbener Sonnenhut) und Echinacea purpurea (Purpurfarbener Sonnenhut) sind heute mit ihren Wirkungen gegen Infektionen und Erkältungen, sowie zur Unterstützung des Immunsystems in Deutschland als pflanzliche Arzneimittel wissenschaftlich anerkannt. Nur das Kraut des Echinacea pallida (Blassfarbener Sonnenhut) und des Schmalblättrigen Sonnenhuts werden bis heute in der Volksheilkunde verwendet. Ihre Wirkungen sind nicht ausreichend belegt. Das Kraut des Echinacea pallida wird lediglich zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Dieses Volksmedizinsiche Anwendungsgebiet trifft auch auf das Kraut und die Wurzel des Schmalblättrigen Sonnenhuts zu. Die Schmalblättrige „Schwester“ wird zudem ähnlich wie bei den Indianern äußerlich bei schlecht heilenden Wunden und entzündlichen Hauterkrankungen angewendet.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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