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Echinacea pallida - Ernte und Verarbeitung

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 16.05.2014
Echinacea pallida - Ernte und Verarbeitung

Sowohl der Anbau als auch die Ernte und Herstellungsverfahren unterscheiden sich beim Blassfarbenen Sonnenhut (Echinaceae pallida) und beim Purpurfarbenen Sonnenhut (Echninacea purpurea) kaum. Wichtig ist, dass während des gesamten Bearbeitungsprozesses die Qualitätsstandards eingehalten werden, um letztendlich ein hochwertiges Arzneiprodukt zu erzielen.

Ernte des Echinacea

Das blühende Kraut wird meistens per Hand, aber auch mechanisch geerntet. Die Ernte erfolgt erst dann, wenn an den Hauptblütenständen mindestens ein Röhrenblütenkranz geöffnet ist. Der Blassfarbene Sonnenhut blüht im ersten Jahr kaum und im zweiten Jahr meistens ab Juli. Der Purpursonnenhut blüht schon im ersten Jahr – meistens im Oktober. Wird nach der Ernte nicht das frische Kraut verwendet, so muss es gehäckselt und anschließend bei 40 – 45°C getrocknet werden. Die Trocknung erfolgt per Lufttrocknung.

Die Wurzeln werden im späten Herbst nach Entfernung des Laubes in kleinen Mengen händisch und bei großen Mengen mit Kartoffel- oder Zuckerrübenvollernter gerodet. Die Wurzeln werden anschließend in 5 bis 10 cm große Stücke zerteilt, gründlich gewaschen und bei 45°C getrocknet. Sie müssen so lange getrocknet werden, bis sich die Wurzeln leicht durchbrechen lassen. Dieser Prozess dauert zwischen 20 bis 40 Stunden. Die Wurzelerträge liegen bei dem Blassfarbenen Sonnenhut in der Regel etwas niedriger als beim Purpursonnenhut.

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Herstellung von Echinacea-Extrakten

Alleine auf dem deutschen Markt gibt es inzwischen mehr als 300 verschiedene Präparate, die Echinacea-Wirkstoffe enthalten. Damit gehört der Sonnenhut zu den bedeutsamsten pflanzlichen Arzneimitteln, die zur Stärkung des Immunsystems und zur unterstützenden Behandlung von grippalen Infekten in der Humanmedizin eingesetzt werden.

Die entsprechenden Qualitätsanforderungen an die sind im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt. Für die Herstellung von Sonnenhut-Extrakten aus der Wurzel oder dem Kraut wird im ersten Schritt eine Identitätsprüfung und anschließend eine Gehaltprüfung durchgeführt. Dies betrifft vor allem den Gehalt von Kaffeesäurederivaten (Cichoriensäure), Alkamiden, Polysacchriden, Glykoproteinen und Glycin-Betain durch HPLC (quantitative Bestimmungsmethode). Auch die verwendeten Materialien und Hilfsmittel sind durch das PhEur geregelt. Zu ihnen gehören beispielsweise Kieselgel, Kieselgelplatten und Ferulasäure.

Nach der Identitäts- und Gehaltsprüfung erfolgt die Herstellung der Extrakte aus den medizinischen Wirkstoffen (Wurzel oder Kraut). Als Auszugmittel dient zumeist Ethanol (50 %) zur Herstellung von Tinkturen. Bei übrigen Extrakten die zur Herstellung von Fertigarzneimittel dienen, dienen als Auszugsmittel Ethanol (30 %) oder Methanol (30 %). Sie finden beispielsweise in Säften, Dragees, Tabletten oder Injektionen Einsatz.

Quellen:
  • Bauer R, Wagner H: Echinacea – Drogen – Who is who? In: Zeitschrift für Phytotherapie 1988; 9: 191
  • Hurni S, Kellenberger M: Die 20 besten Heilkräuter. In: Natürlich Gesund, Natur, Gesellschaft, 2008; 9: 47-49
  • Kubelka W, Länger R: Phytokodex – Pflanzliche Arzneispezialitäten in Österreich. Gabliz 2001
  • Hänsel R, Sticher O: Pharmakognosie – Phytopharmazie. Heidelberg 2007
  • Heilpflanzen-Welt: Echinaceae pallidae radix (Echinaceae-pallida-Wurzel). http://buecher.heilpflanzen-welt.de/BGA-Kommission-E-Monographien/echinaceae-pallidae-radix-echinacea-pallida-wurzel.htm

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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