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Echinacea pallida - Anbau

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 16.05.2014
Echinacea pallida - Anbau

Anbautechnik und Vermehrung ist bei allen Echinacea-Arten gleich. Sowohl der Blassfarbene (Echinacea pallida) als auch der Purpurfarbene Sonnenhut (Echinacea purpurea) sind eher anspruchslose Gewächse und gleichzeitig Pflanzen von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Der Heilpflanzenmarkt hat große Zuwachsraten. Ein Trend, der nicht nur auf die USA beschränkt ist. Vor allem bei der Therapie von Erkältungskrankheiten greift die Humanmedizin gern auf Heilpflanzenpräparate zurück.

Ob in Privatgärten für den eigenen Gebrauch oder in großen Mengen, Sonnenhüte lassen sich sehr einfach vermehren. Die Pflanze kann entweder im Frühling geteilt oder ausgesät werden, oder im Winter durch Wurzelstecklinge vermehrt werden. Außerdem haben die Pflanzen noch einen weiteren Vorteil: Sie sind nur wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Stockteilung des Echinacea

Sowohl beim Blassfarbenen Sonnenhut als auch beim Purpurfarbenen Sonnenhut handelt es sich um Stauden. Die leichteste Methode zur Vermehrung dieser Pflanzen ist die Stockteilung. Sie ist die am weitesten verbreitete Methode – vor allem unter Gärtnern – um alte Pflanzen zu verjüngen.
Die Stauden sollten ungefähr alle zwei bis vier Jahre geteilt werden, damit sie gesund und kräftig bleiben. Die beste Jahreszeit für die Teilung eines Sonnenhuts ist der Frühling. 

Vor der Stockteilung sollte der Boden vorbereitet werden, um seine Qualität zu verbessern. Organische Stoffe wie Gartenkompost oder Lauberde können eingearbeitet werden, während die Pflanzen bereits ausgehoben sind. Wenn man sie am gleichen Ort wieder einpflanzt, fügt man etwas langsam freisetzenden Dünger wie Hornspäne hinzu, um den neuen Pflanzen einen guten Start zu ermöglichen. Pflanzt man sie an einen anderen Platz, dann hilft diese Methode, ihre Vitalität zu erhalten und gegen Schädlinge und Krankheiten im Boden zu schützen.

Die Pflanze wird am besten geteilt, wenn im Frühling das neue Wachstum beginnt. Sie wird dabei mit einer Gabel angehoben, dies aber ein Stück von der Pflanze entfernt, um die Wurzeln nicht zu beschädigen. Nachdem die Pflanze ausgehoben wurde, wird die Erde aus den Wurzeln geschüttelt. Jetzt werden die Stauden in kleinere Stücke geteilt, indem das holzige Zentrum mit einem Spaten durchgetrennt wird. Dabei ist es wichtig, dass die frischen jungen Triebe am Rand der Pflanze nicht beschädigt werden. Die Teile werden nun mit beiden Händen in kleinere Stücke gezogen, wobei darauf geachtet werden muss, dass jedes Stück ein gutes Wurzelsystem besitzt und eigene neue Triebe. Alte hölzerne Triebe können weggeworfen werden. Im letzten Schritt pflanzt man die geteilten Stücke in der gleichen Tiefe wieder ein. Zwischen den neuen Pflanzen sollte Platz gelassen werden, damit sie wachsen können (Abstand circa 30 x 40 cm). Nun werden die Stauden festgedrückt und gut gewässert.

Aussaat des Echinacea

Die Aufzucht von Echinacea Pflanzen mit Samen ist eine einfache und kostengünstige Möglichkeit, um viele Stauden zu züchten. Die beste Jahreszeit um eine Aussaat durchzuführen, ist das Frühjahr. Grundsätzlich können die Samen jedoch zwischen November und März ausgesät werden.

Hierzu werden Blumentöpfe mit möglichst feuchter Topferde gefüllt. Die Erde wird in dem Behälter leicht angepresst. Dann werden die Samen dünn und gleichmäßig aus der Packung oder einem Stück Papier ausgesät. Mit einer dünnen Schicht lockerer Erde, werden die Samen jetzt abgedeckt und der Blumentopf wird mit dem Namen der Pflanze und Aussaatdatum beschriftet. Jetzt wird der Topf ins Wasser gestellt, bis sich die Oberfläche der Erde dunkel färbt. Dann wird der Topf wieder abgetropft und nachfolgend beispielsweise mit Frischhaltefolie bedeckt, damit keine Flüssigkeit verloren geht und an einen geschützten, warmen Ort gestellt. Nachdem sich Sämlinge mit mindestens zwei Keimblättern entwickelt haben, werden sie in einzelne Töpfe umgetopft. Sobald die Pflanzen ein gutes Wurzelwerk haben, pflanzt man sie ins Freiland oder in einen größeren Blumentopf bzw. Kübel.

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Wurzelstecklinge

Vor allem im Winter eignet sich die Methode der Stecklingsvermehrung sehr gut, weil die Wurzel dann ruht. Dabei wird die Pflanze zunächst ausgehoben. Die Wurzeln werden gewaschen, bis sie frei von Erde sind. Für die Vermehrung eignen sich am besten Wurzeln, die kräftig sind. Sie werden so dicht wie möglich am Spross von der Mutterpflanze abgetrennt. Wichtig ist hierbei allerdings, dass nicht mehr als 1/3 des Wurzelmaterials der Mutterpflanze für die Vermehrung abgenommen wird.
Nun werden die einzelnen Wurzeln in 5 bis 10 cm lange Teile geschnitten (schräg), wobei dünnere Wurzeln länger sein sollten als kräftigere.

Anschließend werden in vorbereiteten Blumentöpfen mit feuchter Stecklingserde mit einem Stab Löcher in diese Erde gestochen, in die die Stecklinge anschließend eingesetzt werden. Die Löcher sind so lang wie die Stecklinge, sodass nur noch die obere Kante aus der Erde herausguckt, wenn sie senkrecht hineingesteckt wurden. Nun werden die Stecklinge mit einer dünnen Sicht (maximal 1 cm) groben Sand oder Kies bedeckt, beschriftet und an einen warmen Ort gestellt. Das Gießen erfolgt nur, um Austrocknung zu verhindern. Im Frühjahr zeigt sich der oberirdische Zuwachs, der zunächst in einzelne Blumentöpfe umgepflanzt wird und nach der Ausbildung von kräftigen Wurzeln ins Freiland (Abstand ca 40 x 30 cm) oder einen Blumenkübel gepflanzt werden kann.

Krankheiten und Schädlinge

Echinacea Arten sind relativ unempfindlich gegen über Krankheiten. Nur selten wurde der Befall mit Viren und Bakterien beobachtet. Eine Krankheit mit Viren macht sich durch Verdrehungen und Mosaikscheckung bemerkbar, bei Bakterien durch Absterben von Triebspitzen. Gegenmittel sind im Fachhandel erhältlich.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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