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Dillöl – Anethi aetheroleum

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 18.09.2014
Dillöl – Anethi aetheroleum

Geheimtipp bei Verdauungsbeschwerden

Der Dill ist eine alte und wertvolle Heil- und Gewürzpflanze, die zwei medizinische Wirkstoffe liefert. Dazu gehören das Dillöl und die Dillfrüchte. Dillöl wird durch Wasserdampfdestillation aus den reifen Dillfrüchten gewonnen.

Es gehört zu den eher selten eingesetzten pflanzlichen Wirkstoffen wird aber in dem Pflanzenportrait der Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte ausdrücklich als effektiver pflanzlicher Wirkstoff gegen Verdauungsbeschwerden genannt.

Dillöl setzt sich aus ätherischen Ölen zusammen. Es wirkt nachweislich krampflösend auf den Magen-Darmtrakt und fördert die Verdauung. Ein weiterer Vorteil des Dillöls liegt in der risikoarmen Anwendung. Bislang wurden weder Neben- noch Wechselwirkungen mit dem Wirkstoff berichtet.

Auf einen Blick:

Dillöl

  • Wirkt: entkrampfend, verdauungsfördernd, gegen Bakterien
  • Kann eingesetzt werden: gegen krampfartige Verdauungsbeschwerden

Inhaltsstoffe des Dillöls

Von therapeutischem Interesse ist ein ätherisches Öl in dem Dillöl, welches Carvon heißt. Der Anteil des Carvons liegt bei ungefähr 50% in dem Dillöl und kommt darüber hinaus in Kümmelfrüchten und Kümmelöl vor. Durch seine nachweisbar krampflösenden Eigenschaften auf die Muskeln im Magen-Darmbereich, ist Dillöl aufgrund des hohen Carvongehaltes gut bei Verdauungsbeschwerden geeignet.

Anwendung bei Verdauungsbeschwerden

Entkrampft die Muskeln des Magen-Darmtrakts und fördert die Verdauung

Gelangt das Dillöl in den Magen-Darmtrakt entfaltet es dort seine Wirkungen auf die Schleimhäute. Sie werden durch die ätherischen Öle des Dillöls besser durchblutet, was gleichzeitig krampflösend auf die Muskulatur des Magens und des Darms wirkt. Dieser Effekt zieht weitere positive Wirkungen nach sich.

Durch den entkrampfenden Mechanismus kommt es zu einem Druckausgleich zwischen Speiseröhre, Magen und Darm. Dieser Ausgleich bewirkt nachfolgend, dass der Druck auf den Darm nachlässt und sich die Muskulatur der Verdauungsorgane entspannen kann.

Darüber hinaus regt das Dillöl die Magensaftbildung an. Auch dieser Prozess zieht einige positive Ergebnisse nach sich. Durch die verbesserte Produktion von Verdauungssäften werden Speisen und Getränke schneller in ihre Einzelteile „zerlegt“ und können so leichter verdaut werden. Auch der Appetit wird leicht angeregt, was u.a. wichtig für die Produktion von Verdauungssäften ist, zu denen auch Speichel gehört.

Sind zusätzlich Bakterien beteiligt, die Magen-Darmprobleme auslösen, kann das Dillöl zudem einen Beitrag zur Bekämpfung dieser Mikroorganismen leisten. Es wirkt nachweislich hemmend auf das Wachstum von Bakterien.

Dillöl

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Darreichungsform und Dosierung des Dillöls

Ätherisches Öl

Bei Blähungen und krampfartigen Verdauungsbeschwerden hat sich die Einnahme von reinem Dillöl bewährt. Geben sie hierzu 2-4 Tropfen auf ein Stück Würfelzucker und lassen diesen im Mund zergehen.

Dosierung

Das ätherische Öl mit Zucker kann bis zu 2-mal täglich angewandt werden.

Dillöl

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis: 0,1 – 0,3 g) des Dillöls nicht bekannt.

Wie alle ätherischen Öle darf auch Dillöl unverdünnt nicht bei Säuglingen und Kleinkindern im Bereich des Gesichtes, speziell der Nase angewendet werden. Es kann zu einem Kehlkopfkrampf, Atemnot mit anschließendem Atemstillstand kommen.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Dillöl wird bislang nicht in standardisiertes Fertigarzneimittel eingesetzt.

Dillöl ist ein ätherisches Öl, das durch den hohen Anteil der Komponente Carvon krampflösend wirkt und die Verdauung fördert. Der Wirkstoff hilft daher beweisend bei Magen-Darmbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl.

In der Volksmedizin wird das Dillöl wie Dillfrüchte eingesetzt.

Quellen:
  • Ammon HPT (Hrsg): Hunnius – Pharmazeutisches Wörterbuch. 9. Auflage, Berlin 2004
  • Bäumler, S: Heilpflanzen Praxis Heute. München 2007
  • Jänicke CJ, Grünwald J, Brendler T: Handbuch Phytotherapie. Stuttgart 2003

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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