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Chinarindenbaum – Cinchona pubescens

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 17.11.2014
Chinarindenbaum – Cinchona pubescens

Früher Malariamittel – heute bei Appetitlosigkeit

Zwar ist der Chinarindenbaum in Europa nicht beheimatet. Trotzdem dürften viele Menschen von der medizinischen Wirkung des Baumes schon einmal gehört haben, dessen Heimat Südamerika ist. In zahlreichen älteren Spielfilmen, die auf dem afrikanischen Kontinent oder in Indien gedreht wurden, spielte der Baum in Zusammenhang mit einer Krankheit stets eine Rolle: Malaria.

Wogegen hilft Chinarindenbaum?

Den Chinarinden-Extrakte konnten zahlreiche medizinische Wirkungen nachgewiesen werden. Heute ist bekannt, dass die Rinde nachweislich gegen Symptome des Reizmagen-Syndroms und gegen Appetitlosigkeit wirksam ist.

Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung der Chinarinde „bei Appetitlosigkeit und Dyspepsie.“

Wissenswertes über den Chinarindenbaum

Die Rinde des Chinarindenbaumes galt lange als ein wirksames Mittel gegen Malaria. Und auch heute noch wird die Chinarinde in der Volksmedizin, vor allem in Indien und in China, als Arznei gegen die tödliche Krankheit eingesetzt. Da die Chinarinde lange Zeit DAS Mittel gegen Malaria und Tropenfieber war, wird der Baum manchmal auch Fieberrinde genannt. Wissenschaftlich bewiesen werden konnten die Wirkungen der Rinde gegen Malaria bis heute jedoch noch nicht.

Aber die Forscher beobachteten, dass der Rinden-Inhaltstoff (Chininsulfat) aus dem Chinarindenbaum zusammen mit Magnesium eine verstärkte Wirkung gegen Muskelkrämpfe zeigen kann. Magnesium wird allgemein bei Muskel-, speziell bei Wadenkrämpfen eingesetzt. Chininsulfat kann die Wirkung des Magnesiums unterstützen, wobei die kombinierten Extrakte gut verträglich sind.

Bis heute liegt zu der Wirkung der Chinarinde gegen Wadenkrämpfe noch keine offizielle medizinische Bewertung vor - möglicherweise weil es sich um die unterstützende Wirkung des Chininsulfates im Sinne eines Begleiteffektes handelt.

Chinarindenbaum-Extrakte werden jedoch auch außerhalb der Medizin und Pharmazie verwendet. Auszüge aus der Chinarinde, oder besser gesagt, der isolierte Inhaltstoff Chinin wird gerne in der Lebensmittelindustrie eingesetzt, und zwar in einem bekannten Getränk Ginger Ale. Medizinische Wirkungen hat das Chinin in dem Getränk allerdings nicht.

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Botanik des Chinarindenbaums

Der Chinabaum ist ein immergrüner Strauch oder Baum und wächst zwischen 5 und 15 Metern hoch. Er gehört zu der Familie der Rötegewächse (Rubiacae), von dessen Stamm zahlreiche Äste rechtwinklig abstehen. Die Rinde des Chinarindenbaums ist etwa 0,5 cm dick. Außen ist sie rissig, korkartig und von bräunlich grauer Farbe. Innen hingegen ist die Rinde rostbraun. Die dichte Laubkrone besteht aus vielen rundlichen Blättern, die lang gestielt sind, und eine Länge von bis zu 40 cm erreichen können. Zwischen den Blättern erscheinen die bis zu 35 cm langen sitzenden Blüten mit ihren seidig behaarten Blütenröhren und dem ebenfalls behaarten Blütenkelch. Aus diesen Blüten entwickelt sich die längliche und kahle Frucht.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltstoffe des Chinarindenbaums

Für therapeutische Zwecke des Chinarindenbaums wird die Rinde eingesetzt. Chinarinde heißt in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Cinchonae cortex. Die Anforderungen an die Qualität der Chinarinde sind durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt.

Die Chinarinde ist ein alkaloidhaltiger Wirkstoff. Die Rinde enthält zwischen 5 bis 15% Chinolinalkaloide mit den Hauptkomponenten Chinin, Cinchonin und Cinchonidin.

Darüber hinaus enthält die Chinarinde wirksame Bitterstoffe (Triterpene) und Catechingerbstoffe.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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