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Ceylon-Zimt – Cinnamomum verum

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 17.09.2014
Ceylon-Zimt – Cinnamomum verum

Süße Rinde für eine gesunde Verdauung

Ceylon-Zimt benötigt wie andere Zimtarten ganzjährig Temperaturen über 20° Celsius, eine relative Luftfeuchte um 80 Prozent, eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit und viel Licht. Wer die gesunde und würzige Pflanze zuhause züchten möchte, kann im geschlossenen Blumenfenster ein Ceylon-Zimtbäumchen pflegen. Wer an Appetitlosigkeit und Magenproblemen leidet, der geht in die Apotheke und besorgt sich die Extrakte der uralten Heilpflanze. Die sind nämlich sehr wirksam. 

Die Heilwirkungen von Ceylon-Zimt

Zimtrinde wird bereits seit mehr als 5000 Jahren bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Sowohl die ceylanische Zimtrinde als auch Ceylon-Zimtöl helfen nachweislich gegen krampfartige Probleme im Magen-Darmtrakt, Völlegefühl und Blähungen. Zusätzlich nützen beide Wirkstoffe beweisbar gegen Appetitlosigkeit.

Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet den therapeutischen Einsatz der ceylanischen Zimtrinde „bei Appetitlosigkeit und dyspeptischen Beschwerden.“ Das Ceylon-Zimtöl und dessen Wirkung sind in dieser Monographie eingeschlossen.

Wissenswertes über Ceylon-Zimt

Aus dem Lebensmitteleinzelhandel ist zumeist nur DER Zimt bekannt. Medizinisch unterscheidet man aber zwei verschiedene Zimtbaumarten, nämlich den Ceylon-Zimt, der in Sri-Lanka und in Südwest-Indien vorkommt und den Chinesischen Zimtbaum, der manchmal auch Cassiazimt genannt wird.

Geschmacklich höher anzusetzen ist jedenfalls der aus Sri Lanka stammende Zimt. Die beste Qualität komme aus dem Zimtgärten auf dem „4 bis 5 Stunden breiten Küstensaum zwischen Negumbo, Kolombo und Madura“ an der südwestlichen Küste Ceylons (Sri Lanka), so ein Bericht von 1895. Dabei hätten der sandige Boden, reichlich Sonnenlicht und viel Regen entscheidenden Einfluss auf die Feinheit dieses Gewürzes.

Die Kultivierung auf Sri Lanka setzte wohl erst Anfang des 17. Jahrhunderts mit der Ankunft der Holländer ein. 1796 besetzten die Engländer allerdings die Insel und das Zimt-Monopol ging an die Ostindische Kompanie. 1833 wurde es allerdings wieder aufgehoben, weil die Kulturen auf Ceylon infolge übermäßiger Nutzung stark gelitten hatten, und dazu Java und auch China wieder als Konkurrenten auftraten.

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Botanik des Ceylon-Zimts

Der Ceylon-Zimtbaum ist ein immergrüner dichter Laubbaum, der zwischen 6 und 15 Meter hoch wächst. Er gehört zur Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae). Seine hellbraune Rinde zeigt sich durch mehrere aufeinanderliegende, dünne Lagen. Die gestielten Blätter sind entweder wechselständig oder gegenüberliegend angeordnet und mit drei parallel verlaufenden Blattadern versehen. Sie sind zunächst rötlich, werden später grün und bis zu 12 cm lang, ledrig sowie lang-zulaufend. Die gestielten und eher unscheinbaren Blüten des Ceylon-Zimtbaumes sind cremefarbig. Sie blühen von März bis April. Die Früchte des Zimtbaums sind fleischig, oval und schwarz wenn sie ausgereift sind.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Zimts

Die medizinisch verwendeten Pflanzenteile des Ceylon-Zimtbaums sind seine Rinde und das daraus gewonnene ätherische Öl (Ceylon-Zimtöl). Die Ceylon-Zimtrinde (ceylanische Zimtrinde) besteht aus dem vom Kork und Geweben befreiten Rinde, der jungen Schösslingen des Ceylon-Zimtbaums. Ceylon-Zimtöl wird durch Wasserdampfdestillation aus dieser Rinde gewonnen. Es ist ein ätherisches Öl. Die Zimtrinde vom Ceylon-Zimtbaum wird in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Cinnamomi zeylanici cortex genannt. Das ätherische Öl heißt Cinnamomi zeylanici corticis aetheroleum. Die Qualität der ceylanischen Zimtrinde und des Ceylon-Zimtöl ist durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) festgelegt.

Ceylon-Zimtrinde enthält ätherische Öle mit der Hauptkomponente Zimtaldehyd, Diterpene, oligomere Proanthocyanidine sowie Schleimstoffe. Das Zimtöl hingegen besteht ausschließlich aus ätherischen Ölen. Es setzt sich aus 55 bis 75% aus trans-2-Methoxyzimtaldehyd und geringeren Mengen Eugenol und Cineol sowie anderen Komponenten zusammen.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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Die Angaben sind ausschließlich zu Informations­zwecken bestimmt und stellen keine Kauf- oder Anwendungs­empfehlung dar. Diese Informationen ersetzen auch nicht die Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.
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