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Cayennepfeffer – Capsicum frutescens

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Geschrieben von 2011-02-11
Zuletzt aktualisiert am 2014-07-2424.07.2014
Cayennepfeffer – Capsicum frutescens

„Geh' hin, wo der Pfeffer wächst“ – dieser fromme Wunsch soll bereits im Mittelalter einen unbeliebten Zeitgenossen mit auf den Weg gegeben worden sein wenn man ihn möglichst nicht wiedersehen wollte. Man wusste zwar nicht, wo der Pfeffer wächst, es musste aber sehr weit und sehr abgelegen sein.

Wobei hilft Cayennepfeffer?

Cayennepfefferfrüchte sollen medizinisch ausschließlich äußerlich angewendet werden. Sie helfen nachweislich einerseits gegen schmerzhaft verspannte Muskulatur (offiziell anerkannte Wirkung), aber auch gegen Nervenschmerzen. Außerdem wirken sie schmerzlindert bei Gelenkverschleiß (Arthrose) und rheumatischen Beschwerden (Weichteirheumatismus).  

Anerkannte medizinische Anwendung:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung von Cayennepfefferfrüchten „bei schmerzhafter Muskulatur im Schulter-Arm-Bereich sowie im Bereich der Wirbelsäule.“
  • Der europäische Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) geht mit seinen Empfehlungen deutlich weiter. ESCOP befürwortet die Anwendung von Cayennepfefferfrüchten „zur Linderung von Muskelschmerzen, Arthrose, rheumatischer ArthritisNeuralgien (Postzoster-Neuralgie) und diabetische Neuropathie sowie bei Juckreiz unterschiedlicher Genese, wie Schuppenflechte.“

Wissenswertes zum Cayennepfeffer

Im 19. Jahrhundert bekam der Wunsch, jemanden an einem fernen Ort zu wissen, plötzlich einen absolut realen Hintergrund. Jetzt glaubte man das Pfefferland zu kennen, nämlich Französisch-Guayana mit seiner Hauptstadt Cayenne. Und aus Cayenne kam der „Cayenne-Pfeffer“ und hier gab es ein Straflager. Frankreich verschiffte seine Schwerverbrecher und andere nicht gern gesehene Mitbürger in dieses Lager. Das Klima dieser Gegend galt als mörderisch. Man konnte sich also durchaus der Hoffnung hingeben, dass ein dorthin Verbrachter kaum die Chance haben würde, jemals zurückzukehren.

Trotz allem, so mach einer „zum Pfeffer Geschickte“ kehrte wieder zurück. Vielleicht, weil es doch nicht das Pfefferland war. Denn so wie Palatschinken keine Schinken sind, so ist Cayenne- oder auch Spanischer Pfeffer, also Chili, kein Pfeffer, sondern ein mit der Paprika nah verwandtes Nachtschattengewächs. Cayennepfeffer ist im tropischen Amerika beheimatet. Dort wurde die Pflanze bereits vor der Entdeckung Amerikas kultiviert.

Heute werden unzählige Unterarten und Sorten in den tropischen und subtropischen Zonen Amerikas, Afrikas und Asiens angebaut. In Mitteleuropa reifen die Früchte dieser wärmebedürftigen Pflanze nur in sehr heißen Sommern im Freien. Die exotischen Cayennepfefferpflanzen passen mit ihren ansehnlichen Früchten gut in den Wintergarten.

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Botanik des Cayennepfeffers

Cayennepfeffer ist eine meist einjährige Pflanze, die in tropischen sowie subtropischen Gebieten zwischen 20 und 90 cm hoch wächst, und aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) stammt. Von der spindelförmigen Hauptwurzel gehen zahlreiche Nebenwurzeln aus, aus welchem der leicht holzige, kahle Stängel entspringt. Die krautigen, verzweigten Triebe tragen gestielte, kahle, elliptische, ganzrandige Blätter, die am Grund keilförmig sind. Die Blüten, mit 5 bis 8 Blütenblättern, sind oft weiß oder gelblich, können aber auch purpurrot oder gefleckt auftreten. Aus ihnen entsteht die Frucht die zwischen 1 bis 5 cm lang und 9 cm breit werden kann. Äußerlich ist die Frucht ledrig glänzend und kann grün, braun, rot oder gelb sein. Innen ist die Frucht hohl. Sie enthält zahlreiche helle Samen, die in ihrer Gestalt zischen scheiben-, kreis- oder nierenförmig variieren können und am Rande verdickt sind.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Cayennepfeffers

Die medizinisch eingesetzten Pflanzenteile des Cayennepfeffers sind seine Früchte. Bei Cayennepfefferfrüchten handelt es sich um die reifen, vom Kelch befreiten und getrockneten Früchten.

In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache werden Cayennepfefferfrüchte als Capsici fructus acer bezeichnet. Anforderungen an die Qualität des Wirkstoffes sind im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgelegt. Cayennepfefferfrüchte enthalten zwischen 0,3 bis 1% Capsaicinoide, inkl. seines Hauptbestandteils des Capaicin. Außerdem enthalten die scharfen Früchte Carotinoide, Flavonoide und fettes Öl.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.