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Buchweizenkraut – Fagopyri herba

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Geschrieben von 2013-09-03
Zuletzt aktualisiert am 2014-09-1717.09.2014
Buchweizenkraut – Fagopyri herba

Getrocknetes Getreide für eine gute Durchblutung

Medizinischer Wirkstoff des Buchweizens ist das getrocknete Kraut, das vor der Blüte des Buchweizens geerntet wird. Buchweizenkraut ist vorwiegend als Getreideersatz beispielsweise bei Zöliakie bekannt. Der Wirkstoff verfügt jedoch zusätzlich über beeindruckende Effekte bei Venen- und Gefäßproblemen, wie Krampfaderleiden.

Bislang wurde der Buchweizen von keiner offiziellen medizinischen Institution bewertet, z.B. von der Weltgesundheitsorganisation. Dennoch wird der Wirkstoff als anerkanntes pflanzliches Arzneimittel eingestuft, welches gut untersucht ist und dessen Wirksamkeit bei Venenschwäche, Durchblutungsstörungen der kleinsten Blutgefäße und zur Vorbeugung von Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) als belegt gilt.

Auf einen Blick:

Buchweizenkraut

  • Wirkt: verbessernd auf die Zirkulation von Blut in kleinsten Gefäßen, abdichtend auf die Gefäßwände
  • Kann eingesetzt werden: bei Venenschwäche (chronisch venöse Insuffizienz)

Inhaltsstoffe des Buchweizenkrauts

Aus medizinischer und pharmazeutischer Sicht sind insbesondere die Flavonoide des Buchweizenkrauts von Bedeutung. Sie betragen im Durchschnitt 6% und setzen sich hauptsächlich aus Rutin, Hyperosid und Quercitrin zusammen.

Die Hauptkomponente, welche gleichzeitig der wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoff ist, ist das Rutin. Rutin ist ein Flavonoid und ist zudem ein Pflanzenfarbstoff. Gelangt es durch Buchweizenkraut in den Körper, dichtet es Blutgefäße ab und sorgt für stabile Blutgefäße.

Wirkung bei chronischer venöser Insuffizienz (CVI)

Gefäßabdichtend und stärkend bei geschwächten Venen

Kennzeichen der chronischer venösen Insuffizienz sind schwache oder insuffiziente (nicht ausreichende, mangelhafte Funktion der) Venenklappen, Juckreiz in den Beinen sowie schwere, schmerzende Waden oder Füße.

Die CVI wird in drei Stadien eingeteilt. Im Stadium I können erste Krampfadern sichtbar werden. Auch geschwollene Knöchel kommen vor. Das Stadium II ist durch entzündliche Reaktion der Haut gekennzeichnet, die aus einer verschlechterten Durchblutung resultiert. Im Stadium III der CVI droht die Gefahr des offenen Beines.

Aktuellen Untersuchungen zufolge kann das Buchweizenkraut im Stadium I und II der CVI erfolgreich eingesetzt werden. Grund hierfür ist der hohe Rutinanteil.

Die Wirkungen des Rutins auf die Blutgefäße sind mit einem Dominoeffekt zu vergleichen.

Das Rutin verfügt über die sehr seltene Eigenschaft, dass es endschleunigend auf den Abbau von wichtigem Bestandteilen des Bindegewebes wirkt. Ein solcher Bestandteil ist die Hyaloronsäure. Hyaluronsäure wird praktisch von jeder Zelle im menschlichen Körper gebildet, aber nicht immer mit identischer Konzentration. Die Hyaluronsäure ist unter anderem deshalb von Bedeutung, weil sie eine Kittsubstanz zwischen den einzelnen Zellen darstellt. Sie hält die Zellen sozusagen zusammen.

Dieser Vorgang ist in den kleinsten Blutgefäßen bei der CVI gestört, weil die Hyaluronsäure abgebaut wird. Das Rutin des Buchweizenkrauts hemmt jedoch diesen Abbau nachweislich, infolgedessen es zu einer Abdichtung der Gefäßwände kommt. Dadurch wird die Wiederherstellung von gesundem Gewebe auch nach Entzündungen begünstigt. Zusätzlich können hierdurch selbst die kleinsten Blutgefäße ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden, sodass alle umliegend Gewebe Nährstoffe erhalten, die sie für die Aufrechterhaltung ihrer gesunden Funktion benötigen.

Zu guter Letzt verfügt das Rutin über Radikalfängereigenschaften. Es verhindert dadurch die Entstehung von aggressiven Substanzen, die für das Entstehen von Entzündungsreaktionen notwendig sind.

Wegen der Eigenschaften des Rutins können möglicherweise außerdem Durchblutungsstörungen in anderen Bereichen des Körpers, z.B. in den Augen oder in den Zehen, verbessert werden. Zusätzlich soll das Buchweizenkraut einen gewissen verbeugenden Schutz vor Arterienverkalkung (Arteriosklerose) bieten können, weil es vor Ablagerungen in den Gefäßen schützen soll.

Buchweizenkraut

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Anwendung und Dosierung des Buchweizenkrauts

Buchweizentee

Als traditionelles Arzneimittel kann ein Teeaufguss aus frischen oder getrockneten Buchweizenkraut hergestellt werden. Überbrühen Sie hierzu 1 Esslöffel (2 g) Buchweizenkraut mit 1 großen Tasse (250 ml) siedend heißem Wasser und lassen Sie die Mischung etwa 3 Minuten köcheln. Anschließend wird der Buchweizentee 7 bis 10 Minuten lang zugedeckt ziehen gelassen. Danach wird das Kraut abgefiltert.

Dosierung

Trinken Sie bei Bedarf bis zu 3-mal täglich eine Tasse Buchweizentee.

Buchweizenkraut

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (mindestens 150 mg Rutin pro Tag) des Buchweizenkrauts nicht bekannt.

In sehr seltenen Fällen wurden nach der Einnahme von Buchweizenkrautpräparaten über Kopfschmerzen berichtet.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

 

Fertigarzneimittel

Extrakte aus dem Buchweizenkraut sind als bislang nicht als standardisierte Fertigarzneimittel erhältlich. Sie erhalten getrocknetes Buchweizenkraut in Ihrer Apotheke.

Buchweizenkraut ist ein gut untersuchter pflanzlicher Wirkstoff mit durchblutungsfördernden und gefäßstärkenden Effekten. Buchweizenkraut wird zwar als medizinisch anerkanntes Arzneimittel eingestuft. Es ist bislang allerdings nur als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

In der Volksmedizin wird das Buchweizenkraut bei Frostbeulen und gegen Hämorrhoiden eingesetzt.

Quellen:
  • Hänsel R; Sticher O: Pharmakognosie – Phytopharmazie, 8. Auflage. Heidelberg 2007
  • Kooperation Phytopharmaka: Buchweizen. http://www.koop-phyto.org/stada/buchweizen.php, Zugriff am 19.09.2012
  • Schulte-Löbbert, M: Buchweizen: Knöterichkraut schützt die Gefäße. PTA ForumOnline: http://www.pta-forum.de/index.php?id=37&type=4, Zugriff am 19.09.2012

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.