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Buchweizen – Fagopyrum esculentum

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 17.09.2014
Buchweizen – Fagopyrum esculentum

Wertvolles Arzneikraut für gesunde Blutgefäße

Wer an der genetisch verursachten Nahrungsmittelunverträglichkeit Zöliakie leidet, wird den Buchweizen als Getreideersatz sehr schätzen. Er gehört zu den beliebtesten Grundstoffen zum Backen, wenn das Gluten in Getreidemehlen zu Darmproblemen wie Durchfall führt. Darüber hinaus ist der Buchweizen ein wirkungsvolles pflanzliches Arzneimittel, das für starke und gesunde Blutgefäße steht.

Wogegen hilft Buchweizen?

Buchweizenkraut ist nachweislich bei Venenschwäche hilfreich. Eine Venenschwäche wird beispielsweise durch geschwollene, schmerzende Beine oder Krampfadern sichtbar. Außerdem soll es die Durchblutung kleinster Blutgefäße verbessern (Mikrozirkulationsstörungen) und einen Schutz vor Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) bieten können.

Buchweizenkraut wurde bislang von keiner offiziellen Institution wie vom europäischen Dachverband der nationalen Gesellschaften für Phytotherapie (ESCOP) bewertet, wurde aber in das PhEur 5 aufgenommen und gilt daher als anerkanntes pflanzliches Arzneimittel.

Wissenswertes über den Buchweizen

Die bisher ältesten Buchweizenfrüchte sind im Südwesten der Sowjetunion gefunden worden und zwar in den Siedlungen Elabuga, Neprovo und Azow. Diese liegen im fruchtbaren Steppengebiet nördlich des Schwarzen Meeres in der heutigen Ukraine. Diese Funde wurden auf den Beginn der Eisenzeit (7./6. Jahrhundert v. Chr.) datiert. Die Menschen die in diesem Gebiet lebten waren teils Ackerbauern, teils Nomaden. Ihr Volk ging später als Skythen in die Geschichte ein. Die Nomaden unter den Skythen unterhielten Handelsbeziehungen mit griechischen Städten. Von dort aus breitete sich der Buchweizen wahrscheinlich gen Norden aus. Die ersten Buchweizenpollen die in Norddeutschland nachgewiesen werden konnten, lassen sich auf das 13./14. Jahrhundert n. Chr. zurückdatieren. Seit dem gilt er als wichtige Speisepflanze auf unseren Breiten.

Bis zum Ende der 1970iger Jahre beschränkte sich die Bedeutung des Buchweizens auf seine Verwendung als Lebensmittel. Er galt als „Arme Leute Essen“. Aber wie sooft entdeckten Forscher, dass die Pflanze einen enorm hohen Flavonoidgehalt besitzt, weswegen ihre Wirkungen auf die Gesundheit genauer untersucht wurden. Heute ist der Buchweizen daher ein anerkanntes pflanzliches Arzneimittel bei schwachen Venen.

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Botanik des Buchweizens

Buchweizen ist eine einjährige, aufrecht wachsende krautige Pflanze aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Er erreicht eine Wuchshöhe zwischen 30 bis 90 cm. Am zunächst grünen Stängel, der später rötlich wird, sitzen die typischen herz-pfeilförmigen, kurz gestielten Blätter. Aus der Blattachsel wachsen die knäuelförmigen Blütenstände, die von rosa, weißlich-gelber oder gelblich-grüner Farbe sind. Während der langen Blühdauer ist eine windstille, trockene und warme Witterung notwendig. Treten diese Bedingungen nicht ein, so reagiert der Buchweizen sehr empfindlich auf die Fruchtbildung, die ein dreikantiges, spitzes Nüsschen von brauner bis schwarzer Farbe darstellt.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Buchweizens

Zu medizinischen Zwecken werden die getrockneten oberirdischen Bestandteile des Buchweizens eingesetzt. Um einen möglichst hohen Inhaltsstoffgehalt zu gewährleisten, wird das Buchweizenkraut kurz vor der Blüte geerntet. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache wird Buchweizenkraut Fagopyri herba genannt, dessen Qualitätsanforderungen für Arzneizwecke durch das Europäische Arzneibuch (PhEur) geregelt sind.

Buchweizenkraut ist reich an Flavonoiden. Die wichtigsten Flavonoidkomponenten sind Rutin, Hyperosid und Quercitrin. Außerdem enthält das Buchweizenkraut Kaffeesäurederivate, Phenylcaronsäuren und kleine Mengen Fagopyrin, ein Naphthodianthronderivat.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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