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Brunnenkresse – Nasturtium officinale

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Geschrieben von 2011-02-10
Zuletzt aktualisiert am 2016-01-3131.01.2016
Brunnenkresse – Nasturtium officinale

Die Brunnenkresse: Das Atemfrei von der Fensterbank

Die (Echte) Brunnenkresse ist wildwachsend an Quellen und kleinen Bachläufen anzutreffen. Sie ist eine Sumpf- bzw. Wasserpflanze und auch als Wasserkresse bekannt. Sie gedeiht an den gleichen feuchten Standorten wie Bitteres Schaumkraut und ist äußerlich kaum von ihr zu unterscheiden. Eine Verwechslung hat allerdings keinerlei Folgen, da die Verwendung beider Arten annähernd identisch ist. Die Brunnenkresse ist eine Heilpflanze mit langer Anwendungsgeschichte und wird heute auch als vitaminreiche Zutat in der Kräuterküche geschätzt. 

Die Heilwirkung der Brunnenkresse

Brunnenkresse wird traditionell als Heilpflanze verwendet und war bereits den griechischen Ärzten der Antike bekannt. Die positiven Effekte der Brunnenkresse auf die Gesundheit lassen sich knapp zusammenfassen: Sie lindert Atemwegsbeschwerden. Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte bewertete dieses Anwendungsgebiet „Katarrhe der Luftwege“ positiv. Mehr zur Anwendung der Brunnenkresse als Heilkraut findet sich im Beitrag zum Brunnenkressekraut

Wissenswertes über die Brunnenkresse

Als Kosmopolit kommt die Brunnenkresse praktisch auf der ganzen Welt vor und war schon in der Antike eine beliebte Heil- und Gewürzpflanze. Das geht aus den Schriften des berühmten griechischen Arztes und Gelehrten Dioskurides hervor, der im 1. Jahrhundert n.Chr. lebte.

Auch Karl der Große empfahl den Anbau der Heilpflanze in seiner Landgüterverordnung (Capitulare des villis) im Jahre 794. Später wurde die Brunnenkresse in Deutschland im großen Stil angebaut und hauptsächlich als Salat, aber auch als Mittel gegen Vitaminmangelerkrankungen (aus heutiger Sicht) verwendet. So gab es besonders um Erfurt riesige Wasserbeete, in denen man die Pflanzen ziehen konnte. Kaiser Napoleon besichtigte die Anlagen und war davon so angetan, dass er dieses System in der französischen Stadt Fontainebleau einführte.

Aber auch in den klösterlichen Heilpflanzengärten durfte die Brunnenkresse im Mittelalter nicht fehlen. So schätzte die Heilige Hildegard von Bingen (11. Jahrhundert) die Heilpflanze sehr und setzte sie als Mittel bei Fieber und Verdauungsstörungen ein.

Synonyme der Brunnenkresse: Wasserkresse, Bachkresse, Grabenkresse, Grundkresse, Bitterkresse, Bachbitterkraut, Bornkassen, Kersche, Wassersenf

Brunnenkresse als vitaminreiches Küchenkraut

Brunnenkresse lässt sich leicht in wasserdichten Schalen auf dem Balkon ziehen. Man gibt Komposterde auf den Boden der Schale, sät die Kresse aus, füllt Wasser auf und achtet darauf, dass die Spitzen der heranwachsenden Triebe immer aus dem Wasser ragen. Ab etwa 8 cm Länge können sie geerntet werden.

Die Brunnenkresse kann wie ihre farbenprächtige Verwandte, die Kapuzinerkresse, neben ihrem Einsatz als pflanzliches Arzneimittel auch in der Küche verwendet werden und schmeckt hervorragend als aromatisch-herbes Salatgewürz zu vielen Gerichten oder als Beilage zu Grillgut. Besonders in der französischen und asiatischen Küche ist die Brunnenkresse beliebt. Sie wird frisch gegessen, da sie in getrockneter Form ihren Geschmack verliert. Im Rahmen von Frühjahrskuren soll die Brunnenkresse zudem der Entgiftung und Entschlackung des Körpers dienlich sein. 

Als Gemüse ist Brunnenkresse ein guter Vitaminlieferant, der reichlich Vitamin C enthält sowie Vitamin A, E und Mineralstoffe wie Eisen und Calcium. Besonders schmackhaft ist die Kresse zu Butterbrot, Quark und zum Würzen von Suppen, Soßen und Eintöpfen. 

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Botanik der Brunnenkresse

Die zwischen 10 bis 40 cm hoch wachsende Brunnenkresse gehört zu der Familie der Kreuzblütler (Cruciferae). Sie ist mehrjährig und hat kriechende Ausläufer. Ihr kantiger, verästelnder Stängel ist innerlich hohl, niederliegend und wurzelnd. Die immergrünen wechselständigen, oft unpaarig gefiederten Laubblätter sind ganzrandig und von eiförmiger Gestalt oder mit gekerbten Seitenblättern und rundlich, breit-herzförmigen Endblättchen. Am Ende der Haupt- oder Seitensprosse sitzen die leicht doldenartig gestauchten Blütenstände, die aus kleinen einzelnen Blüten bestehen. Sie verfügen über kahle Kelchblätter und bis zu 5 mm lange, weiße Kronblätter, die sich auch lila verfärben können. Aus ihnen entwickeln sich die gestielten, kahlen Schoten (Früchte) in denen sich die kleinen, eiförmigen Samen befinden. Brunnenkresse (Wasserkresse) findet im Wildwuchs heute weltweit Verbreitung, benötigt aber sauberes Wasser, um zu gedeihen. Ihr Vorkommen ist daher auch ein Hinweis auf ein sauberes Gewässer. 

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe der Brunnenkresse

Der medizinisch eingesetzt Wirkstoff von der Brunnenkresse ist das frische oder getrocknete Kraut der Pflanze. Brunnenkressenkraut besteht aus den oberirdischen Bestandteilen der Pflanze. Lediglich die Wurzel kommt nicht zum Einsatz. In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißt Brunnenkressenkraut Nasturtii herba. Die Anforderungen an die Qualität des Brunnenkressenkrauts sind im Deutschen Arzneibuch (DAB) festgehalten. Brunnenkressenkraut enthält bis zu 0,9% Glucosinolate mit dem Hauptbestandteil Gluconasturtiin. Weiterhin liefert die Pflanze Vitamin C (ca. 80 mg/ 100 g) und Flavonoide.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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