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Bockshornkleesamen – Foenugraeci semen

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Geschrieben von 2012-05-21
Zuletzt aktualisiert am 2018-06-2727.06.2018
Bockshornkleesamen – Foenugraeci semen

Große Kleeart für einen gesunden Appetit und heile Haut

Der medizinische Wirkstoff des Bockshornklees ist sein reifer und getrockneter Samen. Bockshornkleesamen können innerlich und äußerlich eingesetzt werden. In Deutschland wurden die Samen im Jahr 1990 von der Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte bewertet. Die Kommission E bestätigte, dass Bockhornsamen bei innerer Anwendung nachweislich gegen Appetitlosigkeit helfen, bei äußerer Anwendung bei lokal entzündeter Haut.

Zusätzlich wurden Bockshornkleesamen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bewertet. Neuere Untersuchungen zeigen, dass Bockshornkleesamen bei innerlicher Anwendung sowohl senkend auf den Blutzuckerspiegel als auch bei einem erhöhten Cholesterinspiegel wirken können. Zusätzlich soll sich der Wirkstoff zur Vorbeugung und Behandlung der Höhenkrankheit eignen.

In der Volksmedizin werden Bockshornkleesamen bei entzündeten Atemwegen und zur Förderung der Milchbildung eingesetzt.

Auf einen Blick:

Bockshornkleesamen

  • Wirken: appetitanregend, antientzündlich, blutzuckersenkend, senkend auf erhöhte Blutfettwerte
  • Können innerlich eingesetzt werden: bei Appetitlosigkeit
  • Können äußerlich eingesetzt werden: gegen lokale Hautentzündungen

Inhaltsstoffe des Bockshornkleesamen

Bockshornskleesamen enthalten eine ganze Reihe von pharmakologisch und medizinisch interessanten Inhaltsstoffen, die teilweise sehr unterschiedliche Wirkungen im menschlichen Körper entfalten können. Die Steroidsaponine verfügen über ausgeprägt entzündungshemmende Eigenschaften. Spannend erscheinen jedoch auch die möglichen Wirkungen auf die Blutfettwerte und den Blutzuckerspiegel (Bewertung der WHO). Die regelmäßige Einnahme von Bockshornskleeamen kann den Gesamtcholesterinspiegel um bis zu 25% senken. Untersuchungen ergaben, dass die Wirkung auf die enthalten Steroidsaponine zurück geht. Unklarer ist man sich in der Wissenschaft darüber, welche Komponenten einen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel entfalten. Vermutet wird, dass einerseits die enthaltenen Schleimstoffe (Galaktomannane) die Aufnahme von Zucker (Glucose) im Blut in den Körper verzögern (Resoptionsverzögerung). Zusätzlich enthalten Bockshornsamen den seltenen Eiweißbaustein (Aminosäure) Hydroxyisoleucin. Dieser Inhaltsstoff bewirkt möglicherweise, dass die Bauchspeicheldrüse bei ansteigendem oder hohem Blutzuckerspiegel vermehrt Insulin ausschüttet, was zur Folge hat, dass der Blutzuckerspiegel sinkt.

Wirkung bei Appetitlosigkeit

Anregend auf die Speicheldrüsen

Es gibt eine große Anzahl intensiv bitter schmeckender Pflanzen. Bockshornsamen schmecken zwar eher würzig und etwas schleimig – sie enthalten aber auch appetitfördernde Bitterstoffe.

Bei Kontakt mit bitteren Substanzen im Mund reagieren die Speicheldrüsen auf reflektorischem Weg mit einer erhöhten Speichelproduktion. Aber auch die Produktion anderer Verdauungssäfte wie Magen- oder Gallensaft werden kaskadenartig aktiviert.

Während einem buchstäblich „das Wasser im Munde zusammenläuft“, beginnen sich im Bauchraum die Verdauungsorgane zu regen. Dadurch steigern sich der Appetit – allerdings lediglich in Maßen – und die Verdauung.

Bockshornkleesamen eignen sich wegen ihrer milden Eigenschaften besonders für diejenigen, die trotz mangelndem Appetit sehr bitter schmeckende Wirkstoffe, wie Enzianwurzel oder Angelikawurzel, geschmacklich nicht mögen.

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Wirkung bei Hautentzündungen

Entzündungshemmend bei Hauterkrankungen

Der Wirkmechanismus des Bockshornkleesamen bei entzündeter Haut wurde bislang nur wenig untersucht. Fest steht aber, dass der Wirkstoff bei äußerer Anwendung gegen Hautentzündungen effektiv nützt. Dazu gehören Hauterkrankungen wie Furunkel, Karbunkel und Ekzeme.

Infrage für diese Eigenschaft kommen im engeren Sinne zwei Inhaltsstoffe: die nachweislich antientzündlich wirkenden Steroidsaponine, und die ebenfalls entzündungshemmenden Schleimstoffe.

Während die Steroidsaponine kleinste Blutgefäße stärken und zudem gegen Krankheitserreger vorgehen sollen, wirken Schleimstoffe eher einhüllend und dadurch schützend gegenüber äußeren Reizen.

Die darunter liegende, entzündete Haut wird so vor weiteren äußeren Einflüssen geschützt und kann sich regenerieren.

Bockshornkleesamen

Anwendung und Dosierung des Bockshornkleesamen

Bockshornkleesamen

Bockshornkleesamen werden üblicherweise nicht als Tee zubereitet. Bei Appetitlosigkeit oder zur Unterstützung bei erhöhtem Cholesterin- oder Blutzuckerspiegel können die zerkleinerten Samen (2 g) mit etwas Wasser eingenommen werden.

Dosierung

Nehmen Sie die zerkleinerten Bockhornsamen bis zu 3-mal täglich vor den Mahlzeiten ein.

Umschlag

Bei entzündeter Haut eignet sich ein Breiumschlag (Kataplasma) aus zermahlenen Bockshornkleesamen. Kochen Sie 50 g der Samen etwa 5 Minuten in 250 ml Wasser. Lassen Sie den Brei anschließend abkühlen.

Anwendung

Der warme Brei wird fingerdick auf die erkrankte Körperstelle aufgetragen und mit einem Baumwoll- oder Leinenhandtuch bedeckt. Wechseln Sie den Breiumschlag mehrmals täglich.

Bockshornsamen

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen (Tagesdosis innere Anwendung: 6 g) der Bockshornkleesamen nicht bekannt.

Allerdings wurden bei wiederholter äußerer Anwendung unerwünschte Hautreaktionen beobachtet.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Bockshornkleesamen sind als standardisierte Fertigarzneimittel bislang nicht erhältlich.

Sie erhalten die getrockneten Samen in der Apotheke.

Bockshornsamen sind ein milder Wirkstoff, der sich nachweislich zur Behandlung bei Appetitlosigkeit eignet. Äußerlich eingesetzt nützen Bockshornsamen beweisbar bei entzündeter Haut. Zusätzlich liegen Hinweise dafür vor, dass der Wirkstoff einen erhöhten Cholesterinspiegel sowie Blutzuckerspiegel senken kann.

 

Quellen:
  • Augustin M, Schmiedel V: Leitfaden Naturheilkunde. 4. Auflage, Stuttgart 2003
  • Schilcher H, Kammerer S, Wegener T: Leitfaden Phytotherapie. 4. Auflage, München & Jena 2010

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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