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Bockshornklee – Trigonella foenum-graecum

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 27.08.2014
Bockshornklee – Trigonella foenum-graecum

Zartes Pflänzchen mit großem medizinischem Potenzial

Wer den Bockhornklee nicht kannte, wurde spätestens im Jahr 2011 auf die Pflanze aufmerksam – leider im negativen Sinne. In einer Lieferung Bockhornsamen aus Ägypten wurden gefährliche EHEC-Erreger nachgewiesen. Dabei ist der Bockhornklee eigentlich eine Heilpflanze, die ganz vielseitig verwendet werden kann. Seine Samen eignen sich zur Behandlung von Stoffwechselerkrankungen, wecken den Appetit und helfen bei Entzündungen der Haut. Übrigens sind die pulverisierten Bockshornsamen auch ein aromatisches Gewürz - und ein wichtiger Bestandteil traditioneller indischer Curry-Gewürzmischungen.

Wobei hilft der Samen des Bockshornklees?

Als Heilpflanze interessant ist der Bockshornklee vor allem dank seiner Samen, die innerlich und äußerlich angewendet werden können. Bockshornsamen sind ein hochinteressanter Wirkstoff, der dank seiner vielfältigen potenziellen Heilwirkungen in den nächsten Jahren an Beliebtheit zunehmen könnte. So werden Bockshornsamen hierzulande derzeit lediglich bei Appetitlosigkeit und entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt, da sie als Arzneimittel nur für diese Anwendungsgebiete eine offizielle Zulassung besitzen.

International werden Bockshornsamen auch bei erhöhtem Cholerinspiegel eingesetzt, aber auch bei hohem Blutzuckerspiegel und sogar zur Vorbeugung von Höhenkrankheit. Studien konnten außerdem nachweisen, dass Bockshornsamen fördernd auf das Haarwachstum wirken können und daher bei Haarausfall eingesetzt werden können.

Offiziell bestätigte Wirkungen:
  • Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte empfiehlt die innere Anwendung der Bockshornsamen „bei Appetitlosigkeit“ und den äußeren Einsatz „bei Hautentzündungen“.
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürwortet die therapeutische Anwendung von Bockshornsamen zudem „zur Unterstützung bei Hypercholesterinämie, Hyperglykämie sowie zur Prävention und Behandlung der Höhenkrankheit.“

Wissenswertes über den Bockshornklee

Für den Kauf von Bockshornklee wie für alle anderen Heilpflanzen gilt: Die höchstmöglich qualitative Ware wird nach Anforderungen geltender Arzneibücher produziert. Zwar mögen die Wirkstoffe teurer sein als andere Heilpflanzen, z.B. in Gewürzläden, dafür ist die Ware mit Bestimmtheit auf Schadstoffe, Verunreinigungen und Inhaltsstoffgehalt geprüft und damit sicher für Anwender!

Bockhornklee stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, ist aber heute von Indien nach China und südlich bis nach Äthiopien verbreitet. In Europa spielt der Bockhornklee in der Naturheilkunde eine eher untergeordnete Rolle, was der Pflanze eigentlich nicht gerecht wird. Wahrscheinlich verfügt sie neben den in Deutschland anerkannten Anwendungsbereichen (Appetitlosigkeit und Hautentzündungen) über positive Eigenschaften sowohl auf den Cholesterinspiegel als auch auf den Blutzuckerspiegel! Sollten sich diese Hinweise wissenschaftlich bestätigen lassen, könnte die Pflanze Millionen von Menschen eine Stütze für ihr gesundheitliches Gleichgewicht sein.

Dass Bockhornklee einen heilenden Effekt auf wunde, entzündete Haut besitzt, stellte bereits Pfarrer Kneipp (1821 – 1897) fest. Er verordnete den Bockhornklee als Breiumschlag bei Geschwüren, Ekzemen und sonstigen entzündlichen Hauterkrankungen. Er sollte mit seinen Erfahrungen und Beobachtungen Recht behalten, denn der Einsatz von Bockhornsamen bei Hautentzündungen hat bis heute seine Gültigkeit beibehalten.

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Botanik des Bockshornklees

Bockshornklee ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae). Sie hat eine lange, spindelförmige Pfahlwurzel und verzweigte, aufrechte Stängel, die eine Wuchshöhe von bis zu 60 cm erreichen. Die Blätter sind verkehrt eiförmig und ähneln denen der Luzerne. In den Blattachseln sitzen alleine oder zu zweit, die hellgelben, am Grunde violetten Blüten. Die Hülsen, die vorne in einem mehrere Zentimeter langen Schnabel enden, werden bis zu 15 cm lang. In den Hülsen befinden sich die 10 bis 20 hellbraunen oder rötlich bis gelblich-grauen, sehr harten Samen. Sie erreichen eine Größe von bis zu 4 mm und sind in der Mitte deutlich gekerbt.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Bockhornklees

Medizinisch verwendetes Pflanzenteil des Bockhornklees ist sein reifer, getrockneter Samen. Bockshornsamen heißen in der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache Foenugraeci semen. Ihre Qualität ist im Europäischen Arzneibuch (PhEur) festgeschrieben.

Die Inhaltsstoffe der Bockshornsamen sind außerordentlich verschieden. Sie enthalten zwischen 25 bis 45% Schleimstoffe (vor allem Mannogalaktane), Eiweißstoffe (25 bis 30%), fettes Öl (etwa 6%), Steroidsaponine (1,2 bis 1,5%), Flavonoide, Bitterstoffe und ätherische Öle.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.