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Besenginster – Cytisus scoparius

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Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 27.08.2014
Besenginster – Cytisus scoparius

Pflanze fürs Herz

Im Zeitalter der Moderne gibt es unzählige wirksame Arzneimittel, deren Ursprünge im Pflanzenreich zu suchen sind. Zugelassen sind zumeist isolierte Inhaltsstoffe, die als wirksame Bestandteile aber unterschiedlichsten Produktnamen zu erwerben sind. Da erscheint es verwunderlich, dass Arzneimittel mit Besenginster-Auszügen auf dem Markt nicht vertreten sind. Die Heilpflanze wirkt nachweislich gegen leichte Herzrhythmusstörungen und niedrigen Blutdruck.

Wobei hilft Besenginster?

Besenginster gehört zu den seltenen Heilpflanzen, die erfolgreich bei leichten Herzrhythmusstörungen und niedrigem Blutdruck eingesetzt werden können. Die Kommission E des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte befürwortet die Anwendung von Besenginsterkraut „bei funktionellen Herz- und Kreislaufbeschwerden.“

Wissenswertes über den Besenginster

An lichten Stellen in Wäldern und Heiden laden die leuchtend gelben Blüten des Besenginsters Spaziergänger zu einem genaueren Blick ein. Der Besenginster ist eine einheimische Pflanze und liebt basen- und stickstoffsalzarme Böden, die durchaus lehmig, sandig oder steinig sein können. In Kalkgebieten sucht man den Besenginster hingegen vergeblich.

Neben seiner Nutzung als Arzneipflanze, werden die Eigenschaften des Strauches auch als Nutzpflanze geschätzt, z.B. in der Forstwirtschaft. Besonders auf nährstoffarmen Böden leistet der Schmetterlingsblütler einen wichtigen Beitrag als Bodenhilfsstoff. In seinen Wurzeln leben Knöllchenbakterien, die den Stickstoff aus der Luft binden können. Wenn diese im jahreszeitlichen Kreislauf verwesen, dann werden nach der bakteriellen Zersetzung Stickstoffsalze in den Boden abgegeben. So anmutig der Besenginster erscheint: er ist eine Giftpflanze! Bei der Einnahme von großen Mengen (>30 g) kann es beispielsweise zu Herzklopfen oder Schwindel kommen. Gestorben ist allerdings noch niemand an einer Überdosis Besenginster – wohl aber an seinem wichtigsten Inhaltsstoff, dem Spartein.

Verbraucher brauchen vor der Anwendung mit dem Besenginster trotzdem nicht zurückschrecken. Spartein wird heute als isolierter Wirkstoff in kleinen therapeutischen Mengen angewendet und es gibt standardisierte Auszüge in homöopathischen Dosen. Übrigens: In Apotheken kann man sich eine Tinktur mit Besenginster-Extrakten anfertigen lassen.

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Botanisches zum Besenginster

Besenginster ist ein Strauch, der zwischen 50 cm bis 2 Meter hoch wächst und zur Familie der Schmetterlingsblütengewächse (Fabaceae/ Leguminosae) gehört. Aus seiner kräftigen, holzigen Pfahlwurzel wachsen die dicken, meist schiefen Äste, die mit brauner Rinde überzogen sind. Die jungen Sprossen sind hingegen kahl und rutenförmig verzweigt. An ihnen befinden sich die kurz gestielten, kleinen Laubblätter, deren Form lanzettlich oder verkehrt-eiförmig ist. Die Blüten kommen einzeln oder zu zweien vor und leuchten in den Monaten Mai bis Juni goldgelb. Besenginsterblüten sind zwischen 2-2,5 cm lang.

Verwendete Pflanzenteile und Inhaltsstoffe des Besenginsters

Zu den therapeutisch eingesetzten Pflanzenteilen vom Besenginster gehören seine getrockneten oberirdischen Bestandteile, bestehend aus Blüten, Blättern und Stängeln (Zweigen). Geerntet wird das Besenginsterkraut im Frühjahr oder im Spätherbst.

In der medizinischen und pharmazeutischen Fachsprache heißt der Wirkstoff Cytisi scoparii herba. Seine Qualität ist im Deutschen Arznei Codex (DAC) geregelt.

Besenginster ist eine Alkaloidpflanze und giftig. Sein Hauptalkaloid und wirksamkeitsbestimmender Inhaltsstoff heißt Spartein. Außerdem enthält die Pflanze die Alkaloide Oxospartin, Lupanin und Isospartein in kleineren Mengen. Biogene Amine wie z.B. Tyramin, Epinin und Dopamin sind ebenfalls zu finden und darüber hinaus verschiedene Flavonoide und Isoflavonoide.

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.

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  Wirksamer Pflanzenteil:
Besenginsterkraut – Cytisi scoparii herba
Besenginsterkraut