Anzeige
Anzeige
Sie kennen uns vielleicht auch aus:
Anzeige

Asiatisches Wassernabelkraut – Centellae asiaticae herba

Anzeige
Geschrieben von Dr. rer. medic. Nadine Berling-Aumann , Ökotrophologin
Zuletzt aktualisiert am 17.11.2014
Asiatisches Wassernabelkraut – Centellae asiaticae herba

Wasserliebende Pflanze für gesunde Haut und festes Bindegewebe

Der medizinische Wirkstoff des Asiatischen Wassernabels ist sein getrocknetes Kraut (Centellae asiaticae herba oder Synonym: Hydrocotylidis herba). Dazu gehören alle oberirdischen Bestandteile der Heilpflanze. Wassernabel-Extrakte sind ein absolut einmaliger Wirkstoff, wenn es um die Behandlung von Hauterkrankungen und Hautverletzungen geht. Bei beschädigter Haut fördern die Extrakte der Pflanze nachweislich die Wundheilung. Laut der offiziellen WHO-Bewertung ist Asiatischer Wassernabel bei äußerer Anwendung besonders zu Förderung der Wundheilung hilfreich sowie bei Verbrennungen, Hautgeschwüren und zur Vorbeugung vor verdickten (hypertrophe) Narben oder übermäßiger Gewebebildung. Zusätzlich befürwortet die WHO die innerliche Anwendung des Asiatischen Wassernabelkrauts beim Reizmagen-Syndrom sowie bei Darmgeschwüren.

Auf einen Blick:

Asiatisches Wassernabelkraut

  • Wirkt: wundheilungsfördernd, regulierend auf die Neubildung von Bindegewebe, antientzündlich
  • Kann äußerlich eingesetzt werden: Zur Förderung der Wundheilung

Inhaltsstoffe des Asiatischen Wassernabelkrauts

Die wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffe des Asiatischen Wassernabelkrauts sind seine Saponine. Das sind Triterpensäuren, wobei der wichtigste Inhaltsstoff das Asiaticosid ist. Weitere wirksamkeitsbestimmende Komponenten sind Madecassiasäure und Madiatsäure. Wie bei vielen pflanzlichen Wirkstoffen, gehen die Eigenschaften des Asiatischen Wassernabelkrauts nicht auf einen einzelnen Inhaltsstoff zurück, sondern auf ihr Zusammenspiel.

Die Saponine können die Bildung von speziellen Zellen (Fibroblasten) anregen, die nach einer Verletzung für die Gewebeneubildung zuständig sind. Dadurch kann eine Förderung der Wundheilung bewirkt werden, und der Vernarbungsprozess soll sich hierdurch beschleunigen.

Anwendung bei Hautverletzungen und Hautkrankheiten

Fördernd auf die Neubildung beschädigter Gewebe

Wohl kaum einen Menschen hat das Leben nicht mit einer Narbe gezeichnet. Die zuweilen unansehnlichen Male entstehen infolge von Verletzungen und gehören zur Wundheilung dazu. Schnittverletzungen, Verbrennungen aber auch Geschwüre können zur Narbenbildung führen.

Die Inhaltsstoffe des Wassernabelkrauts wurde inzwischen gut untersucht. Dabei wurde dem Wirkstoff nachgewiesen, bei äußerer Anwendung Wundheilungsprozesse zu beschleunigen und damit auch Narbenbildungen reduzieren können. Die in der Pflanze enthaltenen Saponine sollen die Aktivität von Bindegewebszellen anregen, die für die Festigkeit der Gewebe zuständig sind. Diese besonderen Zellen heißen Fibroblasten.

Der Wassernabel unterstützt die Wundheilung nun folgendermaßen: Er regt nicht die Produktion der Fibroblasten an, sondern reguliert vielmehr ihre Aktivität und unterstützt dadurch die Neubildung von Geweben: Die Wunde verheilt schneller und die Narbenbildung wird reduziert.

Asiatisches Wassernabelkraut

Anzeige

Darreichungsform und Dosierung des Asiatischen Wassernabels

Teilbad

Zur Wundheilungsförderung ist ein Teilbad mit Asiatischen Wassernabelkraut-Extrakten erfolgsversprechend. Übergießen Sie zunächst 100 g des Asiatischen Wassernabelkrauts mit 10 Litern kochendem Wasser (Mischverhältnis 1:10). Lassen Sie den Auszug 30 Minuten lang ziehen. Anschließend wird das Kraut abgesiebt und in ein geeignetes Gefäß, z.B. Eimer oder kleine (Kunststoff-)Wanne gefüllt. Lassen Sie den Auszug auf eine Temperatur von 32 bis maximal 38 C° abkühlen.

Anwendung

Baden Sie das verletzte Körperteil 1-mal täglich etwa 10 bis 20 Minuten in dem Teilbad.

Tipp! Bei Verletzungen an den Beinen kann das Asiatische Wassernabelkraut auch gut als Sitzbad in der Badewanne eingesetzt werden. Beachten Sie bei der Herstellung bitte das Mischungsverhältnis von 1:10.

Umschlag

Wässrige Extrakte aus dem Asiatischen Wassernabelkraut können zur Wundheilungsförderung auch gut als Umschlag eingesetzt werden. Bitte stellen Sie den Extrakt wie unter dem Punkt „Teilbad“ beschrieben her. Es bietet sich allerdings an, die Extrakt-Menge zu reduzieren, z.B. auf 10 g Asiatisches Wassernabelkraut mit 1 Liter Wasser.

Anwendung

Tränken Sie ein saubereres Baumwoll- oder Leinenhandtuch in dem Auszug. Legen Sie das feuchte, ausgewrungene Tuch auf die betroffene Wunde oder entzündete Körperstelle. Schlagen Sie ein weiteres, trockenes Handtuch über das Feuchte und befestigen Sie es. Der Umschlag kann bis zu 3-mal täglich eingesetzt werden, bei einer Einwirkzeit von maximal 30 Minuten.

Asiatischer Wassernabelkraut

Risiken und Nebenwirkungen

Bitte beachten Sie: Risiken und Nebenwirkungen sind bei der Anwendung von bestimmungsgemäßen Dosen und äußerer Anwendung des Asiatischen Wassernabelkrauts nicht bekannt.

Bitte dosieren Sie die Präparate wie in der Packungsbeilage angegeben, bzw. wenden Sie die Dosierung an, die Ihr behandelnder Arzt verordnet hat.

Fertigarzneimittel

Extrakte aus Asiatischem Wassernabelkraut sind als standardisiertes Fertigarzneimittel bislang nicht erhältlich.

Asiatisches Wassernabelkraut soll regulierend auf die Neubildung von geschädigten Geweben, z.B. Haut, wirken und damit die Wundheilung beschleunigen können. Eingesetzt wird der Wirkstoff bei gestörter Wundheilung, Verbrennungen, Hautgeschwüren und zur Vorbeugung vor Narbenbildung.

In der Volksmedizin wird das Asiatische Wassernabelkraut innerlich bei stressbedingten Magenbeschwerden und äußerlich bei Rheuma eingesetzt.

Quellen:
  • Hänsel R, Sticher O: Pharmakognosie – Phytopharmazie. 8. Auflage, Heidelberg 2007
  • Malla SB, Rajbhandari SB, Shrestha TB, et al.: Wild Edible Plants of Nepal. Kathmandu 1982
  • Schilcher H, Kammerer S, Wegener T: Leitfaden Phytotherapie. 4. Auflage, München & Jena 2010

Diese Anzeige wird von der Redaktion gepflegt. Hier werden pflanzliche Wirkstoffe angezeigt, die naturheilkundlich oder laut Schulmedizin bei diesem Krankheitsbild angewandt werden können. Die Angaben können teilweise noch nicht vollständig sein. Die Wirkstoffe können sich in der Extrakt-Form und in der Herstellung unterscheiden. Jegliche verfügbaren Informationen dienen auf DocJones.de dienen der Erstinformation und werden insbesondere nicht von approbierten Ärzten auf ihre Richtigkeit hin überprüft. Sie können daher eine fachmedizinische Diagnose und/oder Behandlung durch einen Arzt nicht ersetzen.